4. Juni 2007

Reisebericht Trois Vallées

Reisebericht von Andrea Flemming (andrea.flemming at gmx.de)
Zum Frosch Reiseziel Sportclub Amandine in Le Bettaix, Trois Vallées

Eigentlich wollte ich nie nach Frankreich. Weder im Sommer noch im Winter. Sicherlich spielen da auch etliche Vorurteile mit: die Franzosen haben keine Lust auf Ausländer. Man muß die französische Sprache perfekt beherrschen, sonst kann man noch nicht mal einen Kaffee trinken gehen. Außerdem ist Frankreich richtig teuer und voller Bettenburgen.
Während meines Skiurlaubes mußte sich das ein oder andere als Wahrheit entpuppen. Ein weiterer Teil stimmte so in den Trois VallĂ©es nicht.

Trois Vallees

Aufgrund der allgemein relativ schlechten Schneelage in den Alpen, hatte ich meinen Skiurlaub nun schon mehrmals verschoben und mich nun entschlossen endlich zu fahren. Da es im Internet so schien, als sei in Frankreich genügend Schnee, hatte ich Dienstag meinen Skiurlaub gebucht und bin bereits Freitag gestartet. Auch hier hatte ich Bedenken, da ich zwar bereits häufiger mit Frosch aber noch nie mit No Limits in den Urlaub gestartet bin. Außerdem hatte ich letztes Jahr einen Riesen-Reinfall mit einem weiteren Skireise-Veranstalter (scheiß Busfahrt, schlechtes Haus, keine Betreuung im Haus und keine Möglichkeit Ski-Kurse zu buchen) erlebt. Aus diesem Grund hatte ich zunächst bei dem mir unbekannten No Limits auch leichte Sorge. Da es sich jedoch um eine Kooperation handelt mit Frosch, konnte es nicht so schlecht sein.

Freitags um 21:00 Uhr ging es los in Essen. Gemeinsam mit den Reisenden nach Davos stiegen wir in den Bus. Klar, als wir fuhren fehlte eine Person. Das Gepäck war an Bord, aber der Mitreisende war irgendwie nicht eingestiegen. Da der Fahrer zwar vorne, aber nicht oben sitzt, hat das Rufen oben im Bus mit anschließendem nach vorne gehen nichts gebracht – für alle die es wissen wollen, der Fahrer sitzt unten. War aber alles kein Problem. Der fehlende Mitreisende ist mit dem Bus nach Zermatt zu dem Stop nach Köln gefahren worden und dort zugestiegen. Dann ging es weiter nach Frankfurt, wo wir den Bus wechselten und die Mitreisenden aus Berlin erstmalig sahen. Der Bus war bereits umgebaut zum Schlafbus und wir konnten schlafend bis Frankreich fahren. Morgens nach der Frühstückspause ging es weiter im Sitzen. An dieser Stelle möchte ich das Berliner Busunternehmen ausdrücklich loben. Selten (bisher gar nicht) habe ich eine Sicherheitsunterweisung im Bus bekommen. Außerdem wurde die Themen z.B. Fluchtwege so gut rübergebracht, daß alle lachten – der Fluchtweg muß freigehalten werden, aber JEDER hat jetzt es verstanden. War super rübergebracht.

Trois Vallees

Nach kurzem Fußmarsch durch den Ort – sehr beschaulich und keine Bettenburgen – erreichten wir unser Chalet. Dort gab es das obligatorische Frühstück und unser Hausleiter kümmerte sich um Ski-Pässe. Als absolut ungewöhnlich habe ich empfunden, daß wir nach dem Frühstück bereits aufs Zimmer durften. Super! Kein Strip im Frühstücksraum und kein allgemeines Kofferchaos. Dann ging es bei strahlendem Sonnenschein schon mal auf die Piste. Bei guter Laune hatte man sofort nette Leute getroffen, mit denen man fahren konnte – ach, das war bei dieser letzten Reise auch komisch, eine sehr inhomogene Gruppe, die nicht wirklich Spaß machte.

Was soll ich zum Skifahren sagen. Wir hatten 7 Tage Sonnenschein bei guten Schneeverhältnissen. Es haben sich immer ein paar Leute gefunden, die miteinander gut fahren konnten und es paßte halt. Die Gruppe war super und nach dem anstrengenden Ski-Tag gab es das obligatorische Bier auf der Terrasse. Wer etwas später vom Skifahren kam hat von der Terrasse sein Bier direkt gereicht bekommen mit noch angeschnallten Ski. Bei solch einem Wetter und genügend Schnee kann man zu dem Thema Skifahren nichts mehr sagen. Etwas ungewöhnlich war, daß wir im Februar bereits Firn gefunden haben und sehr schöne Abfahrten vom Pointe De La Masse zum Lac Du Lou machen konnten.

In den Hütten habe ich die von mir gefürchteten hohen Preise wieder gefunden. Aber man versuchte auch mit nicht Franzosen zu sprechen und sei es auf ENGLISCH. Preisliche Highlights waren hier Nudeln ohne Soße 12 €, mit Butter 16 € und dann aufwärts je nach Soße. So gesehen ist hier das gute Frühstücksbuffet und die Käseplatte im Haus lobend zu erwähnen. Es war immer genügend Frühstück für Pistenbrote da, was auch die Kasse schonte.

Leichte Irritationen hat es am Anfang der Woche abends bei der Tischaufstellung gegeben. Wir haben in absoluter Selbstbestimmung die Tische umgestellt. Dabei handelt es sich bei der Tischordnung um ein ganz ausgeklügeltes System mit optimaler Schüssel und Tischverteilung. Wir haben dann am zweiten Abend erneut umgestellt und zwei 6er Tische zu einem 12er Tisch gemacht. Nach zweimaliger Diskussion und erneutem Umstellen durch die Teamer konnten wir aber dann etwas größere Tische behalten. Hier nochmals vielen Dank.
Die Aufteilung der Schüsseln auf die Tische klappte dann sehr gut. Der Inhalt der Schüsseln war jeden Abend absolut klasse. Hat sehr gut geschmeckt. Das Gemüse war stets auf den Punkt gegart und alles war sehr lecker gewürzt. Auch die Allergiker und Vegetarier haben ihr eigenes Essen erhalten und waren zufrieden.

Leider entpuppte sich die Sauna am Sonntag als defekt, aber bereits Montag war der zweite von drei Heizstäben ausgewechselt. Somit war saunieren mit zwar noch reduzierter Temperatur wieder möglich. Auch Heizstab Nummer 3 wurde im Laufe der Woche gewechselt als Ersatz da war. Hier hat sich das Team sofort gekümmert.
In meinen Augen wünschenswert wäre eine Möglichkeit Ski-Schuhe zu trocknen. Da das Haus über Elektro-Heizung geheizt wird, ist dies vielleicht etwas schwierig. Überlegt doch mal eine Ski-Schuh-Heizung wie in Davos Hotel Post Frauenkirch anzuschaffen. Die Heizung war super.

Trois Vallees

Da wir in der Karnevalswoche unterwegs waren, wurde uns ebenfalls eine Rosenmontagsparty im SFI-Haus geboten. Unser Hausleiter wollte uns da mal zeigen, wie wir Berliner Karneval feiern konnten. Haben wir auch – auch die Nicht-Berliner. Ein Teil ist jedoch ausgeschert und hat ein Gegenparty im Haus gefeiert ohne Schunkel-Songs. Diese Gegenparty soll auch gut gewesen sein.
Das sonstige Rahmenprogramm war ebenfalls witzig. Es gab eine Aprés Ski Party bei uns auf der Terasse, bei Hoefer-Reisen und einen weiteren Disko-Abend bei SFI. Es bestand kein Zwang bei den diversen Veranstaltungen mitzumachen, und sowohl die, die mitmachten, als auch die, die lieber ein Bier tranken, waren zufrieden.
Nach dem Essen hat man sich außerdem gerne noch auf ein Bier an der Bar getroffen und dummes Zeug gequatscht und viel gelacht.

Leider war die Woche deutlich zu kurz, denn Samstag hat es geschneit und wir wären gerne noch bei mehr Schnee länger geblieben.
Insgesamt war die Woche absolut gut. Für mich ist ganz klar, daß ich bestimmt noch mal mit Frosch bzw. No Limits Skifahren werde. Ein Fiasko wie letztes Jahr mit dem hier nicht genannten Veranstalter brauche ich nicht mehr und werden zukünftig wieder dort buchen, wo ich gute Erfahrungen gemacht habe. BTW, auch in Davos, Zermatt und Portes Du Soleil hatte es mir gefallen, aber ich hatte nie einen Reisebericht verfaßt.

Ein Gedanke zu „Reisebericht Trois VallĂ©es

  1. Sandra

    Hallo.
    ich wollte nur mal fragen ob du vielleicht die nichte von Otto Flemming bist.
    Recherchiere z.Z.
    Freue mich über antwort Danke Sandra

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