20. März 2009

Reisebericht Wandern in der Toskana (7. – 21. Juni 2008)

Reisebericht von Marina (rosa-bluetezeit at arcor.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Fattoria San Antonio in Montaione, Italien

Meine 1. Froschreise war gebucht: 2 Wochen Toskana (Montaione). In Köln am Flughafen rätselte ich schon, wer wohl noch ein Frosch war. Jeder mit Rucksack und Wanderschuhen war in der näheren Auswahl. In Pisa angekommen, erwartete uns ein netter italienischer Fahrer, der uns 9 Frösche mit einem Kleinbus in ca. 1 Stunde zum Weingut brachte. Kathrin die Hausleitung begrüßte und herzlich. Die Zimmer konnten wir noch nicht beziehen, da diese gereinigt wurden. So entschlossen sich einige von uns den kleinen Ort Montaione zu erkunden.

Nach 20 Minuten Fußmarsch waren wir da. Der Ort hat alles was man zum Leben braucht (Supermarkt, Bäckerei, Post, Eisdiele, mehrere Pizzerien, einen Pub…). Am Weingut wieder angekommen, wurden uns unsere Zimmer zugewiesen. Ich war im Prezzemolo (=Petersilie). Die Appartements hatten Kräuternamen, wie Rosmarino, Basilico. Ich hatte ein halbes Doppelzimmer der Kategorie A in den Casas (Appartement mit 2 DZ und 2 Bädern) gebucht. Das Zimmer war winzig (ich hatte das kleinste auf dem Weingut erwischt). Das eigentliche Appartement war geräumig, einfach, sauber und mit einer Küche und Kühlschrank ausgestattet. Meine 3 Zimmergenossen waren noch nicht da, so konnte ich für mich und meine Zimmernachbarin noch das größere Bad sichern.

Um 19 h gabs Abendessen. Dieses wurden in der ersten Woche (bedingt durch das Wetter) in der Cantina mit offener Küche serviert. Die Plätze an den großen 9er Tischen waren gut belegt (die Woche war mit 37 Personen ausgebucht) – es fehlten nur noch vier Stuttgarter, die erst um 23 h ankommen würden, also auch meine Zimmergenossen!

Das Essen war köstlich – Ingo, der Koch zauberte jeden Tag ein leckeres Gericht nach dem anderen. Für Abwechslung war gesorgt. Mhh, einfach herrlich! Nach dem Hauptgang stellten sich die Teamer vor uns erklärten uns das Programm für den nächsten Tag.
Und endlich: Die Stuttgarter waren auch angekommen. Sie bekamen um 23 h noch ein komplettes Menü serviert. Meine 3 Zimmergenossinnen hatte ich auch gleich kennengelernt. Mit meiner direkten Zimmernachbarin hatte ich großes Glück und Spaß!

Meinen sportlichen Schwerpunkt hatte ich aufs Wandern gelegt. Die Einführungstür führte über teilweise (Matsch)-Wege nach Montaione. Die letzten Wochen hatte es öfters geregnet. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Wanderung war sehr schön – die Landschaft war wie im Bilderbuch. Die beiden Teamerinnen für Wandern: Silke und Kathrin kannten die Region sehr gut und konnten uns einiges hierzu erzählen.
Die Wanderungen waren sehr abwechslungsreich: von toskanischen „Urwald“ bis Panoramatouren war alles dabei. Nach einem Tag waren wir „Zeckenexperten“. Von den Viehern gabs genug. Die Teamer waren jedoch mit Pinzette ausgestattet und so wurden die Zecken gleich an Ort und stelle entfernt. Nach jeder Wanderung haben wir uns gegenseitig nach Zecken abgesucht – sah schon sehr komisch aus. Die MTB hatten auch immer ihren sportlichen Spaß. Die Tour nach San Gimignano ist sehr zu empfehlen. Man hatte mehrere Möglichkeiten dorthin zu kommen. Entweder Hinwandern oder per MTB. Zurück mit dem Bus oder MTB. In einem Weingut wurde auch eine köstliche Weinprobe angeboten.

Florenz, Siena, Lucca und Volterra wurden ebenfalls als Ausflugsziele (gegen Aufpreis) angeboten. Siena war hat mir besonders gut gefallen. Dorthin gings mit dem öffentlichen Bus und anschließend mit dem Zug. Vor den Ausflügen gabs am Vorabend immer einen Diavortrag über die jeweilige Stadt. In der Stadt selber durften die Teamer keinen Führungen von sich aus geben (italienische Vorschriften!).
Auf dem Weingut wurden verschiedene Aktivitäten angeboten: wie zum Beispiel ein Schnupper-Aquarellmalkurs – man glaubt es kaum, aber nach ca. 2 Std. hat man wirklich ein nettes Aquarellbild gemalt. Der deutsche Auswanderer Wilfredo war sehr unterhaltsam. Wie wechsle ich ein MTB-Reifen? Einen solchen Workshop gab es auch. Die Reiter hatten die Möglichkeit zum Reiten (gegen Aufpreis). Kleine Wellnessangeboten, wie z.B. Gesicht- und Handpackung am Pool war vor allem bei den Damen beliebt. Apropo Pool: ja den gabs auch – zwar sehr klein, aber für die Erfrischung hat es gereicht. An den Abenden saß man gemütlich auf der Terrasse oder in der Cantina bei einem leckeren Wein zusammen.
Die Frösche waren alle sehr nett und aufgeschlossen. Mit jedem kam man gut ins Gespräch. Die große Terrasse lud dazu ein. In der 2. Wochen wurde es richtig heiß und wir konnten unsere Mahlzeiten auch dort einnehmen. Man hatte einen herrlichen Blick über das Tal.

Den Grafen Antonio, der ebenfalls auf dem Weingut wohnt, haben wir bei einer Weinprobe näher kennengelernt. Er hat uns einiges über das Weingut und seine Pferdeauffangstation für mißbrauchte Pferde (auf englisch) erzählt. Deshalb nicht erschrecken, wenn man all die mißbrauchten Pferde rund um das Weingut sieht. Sie werden gut versorgt.

Die erste Woche verging wie im Flug. Die ersten netten Frösche mußten schon wieder abreisen, neue kamen. Samstag ist An- und Abreisetag, an diesem Tag wird kein Programm angeboten. Viele von uns hatten uns entschlossen auf den ca. 8 km entfernten Markt nach Castelfiorentino mit dem öffentlichen Bus zu fahren. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Weingut.

Der Markt war „köstlich“ – all die leckeren italienischen Spezialitäten und die wild gestikulieren Italiener. So stellt man sich einen italienischen Markt vor. Die Stadt Castelfiorentino selber ist nicht erwähnenswert. Mit vollen Tüten kamen wir zum Weingut zurück. Auf der großen Terrasse wurde dann ein italienischer Mittagsimbiss mit alle den Leckereien aufgetischt.

In der zweiten Woche waren es 10 Frösche weniger – also nur 27. Meine 3 Zimmergenossinnen waren auch abgereist. Mein gebuchtes halbes Doppelzimmer sowie ein eigenes Bad hatte ich die zweite Woche für mich alleine. Im zweiten Doppelzimmer im Appartement kam ein männlicher Nachbar, er war ebenfalls alleine im Zimmer und hatte so wie ich ein eigenes Bad. Welch ein „Luxus“.

In dieser Woche stand Florenz und Volterra auf dem Programm. Die Tour nach San Gimignano wird jede Woche angeboten. Florenz hatte ich mit Absicht ausgelassen, die trubelige Großstadt hätte nicht in meinem „La Dolce Vita“-Genießerurlaub gepasst.
Die anderen Frösche die da waren, fanden die wenigen Stunden für den Ausflug nicht ausreichend, um all die Schönheiten der Stadt zu sehen. Volterra hingegen konnte man locker in der vorgegebenen Zeit erkunden. Diese Tour wurde auch als MTB-Tour angeboten, war jedoch schon sehr anspruchsvoll von den Höhenmetern her. Aber jeder kam ins Ziel an und so traf man den einen oder anderen Frosch in einen der leckeren Eisdielen.

In unseren beiden Wochen war Fußball-EM. Die Teamer waren sehr engagiert, einen Fernseher auszutreiben und in der Cantina aufzustellen. An einigen Abenden ging man gemeinsam ins einzige Pub im Ort, um sich dort das Fußballspiel anzuschauen. Vor allem wen Italien spielte gings es lautstark im Pub zu.
Was noch zu erwähnen ist, dass es eine Waschmaschine auf dem Weingut gibt. Gegen 2,- € kann man diese jederzeit benutzen.

Die Toskana ist wunderschön – das Essen, die Landschaft, die Leute, einfach alles. Ich kann diese wärmstens empfehlen. Es ist ein „Genießerurlaub“ – ohne Party und Trubel, obwohl zwei (Abschied)-Parties gabs ja!
Mein 1. Froschurlaub war wunderschön und abwechslungsreich! Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub mit den Fröschen. Dieses Jahr geht’s nach Samos!

Marina

4 Gedanken zu „Reisebericht Wandern in der Toskana (7. – 21. Juni 2008)

  1. Lucas

    Toskana…….“ dio Mio“ na obwohl der urlaub schön war glaube ich dass man dir nicht die wahre toskana gezeigt hat;-)
    Kenne mich in der toskana aus, bin dort von 1973-1998 zur schule gegangen.
    ( in der nähe von Massamarittima)
    Volterra? Hm…..schöne stadt… auch die Fahnenschwinger gesehen?
    oder die handgemachten balze von Signora mattini ? ( das beste kleinste lokal restaurant?
    Sangiminiano….;-) das beste ist aussehalb denn dort hat der Familien krieg um die höheren türme ja angefangen………

    san giminiano …….. Gianna nanninis lieblings ort…….

    oder die geheimen hölen von Garibaldi;-)

    Auch sind vor san giminiano im wald ein paar echt schöne “ Wilde “
    Termal quellen;-)

    na…..auf jedenfall……….Liebe

    Grüße

    ……Lucas der koch

  2. Markus

    Hallo wie ich lese und auch sehe hat es Dir sehr gut gefallen. Wir fliegen am Samstag den 04.07. und freuen uns riesig. Wie sieht es Abends aus mit den Getränken? Kann man vor Ort Abends Wein oder Bier kaufen sprich auf dem Gelände oder muß man sich selber versorgen????
    Da wir Samstag Abend ankommen möchten wir am ersten Abend auch eine schöne Flasche Wein zusammen trinken, sollen wir eine mitnehmen oder besteht die Möglichkeit auf der Anlage/ Villa des Abends etwas zu bekommen???
    Kurze Info wäre supi und vielen Dank für Deinen super Urlaubsbericht erspart viele Fragen für uns. So bis zum Samstag liebe Freunde der Toskana Markus

  3. Robert

    Hallo Markus,

    ich war bereits mehrmals in der Villa und fand es immer toll.
    Du bekommst dort ausreichend gekühlte Getränke – besonders zu Empfehlen sind die eigenen Rot- und Weißweine des Grafen.

    Viel Spass und schönes Wetter wünscht Robert

  4. Klaus

    Ich war zur gleichen Zeit wie Marina da und kann alles bestätigen, was sie schreibt! Weils so schön war, fahre ich dieses Jahr auch wieder hin!

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