21. Oktober 2017

Reisebericht Westendorf/September 2017

Reisebericht von Conan
FROSCH Reiseziel Sportclub Wilder Kaiser in Westendorf, Österreich

Nachdem ich in der Vergangenheit im Herbst häufiger Richtung Mittelmeer geflogen bin, entschied ich mich diesmal für den Sportclub Westendorf, der in der Nähe von Kitzbühel in Tirol liegt.

Angereist bin ich mit der Bahn, was dank des über Frosch gebuchten Tickets recht preiswert war (je nach Entfernung: 43-115 Euro hin und zurück), aber den Nachteil hat, dass man in Westendorf entweder ein Taxi benötigt oder bereit sein muss, rund eine halbe Stunde zu laufen.

Der Sportclub liegt am Rande von Westendorf in der Nähe des Freibades sowie des Golfplatzes und der Bergbahn, aber eben ein gutes Stück vom Bahnhof entfernt. Einmal angekommen, stellt die Entfernung ins Westendorfer Zentrum kein großes Problem dar, da man sich dafür natürlich jederzeit ein Frosch-Rad nehmen kann.

Dennoch war der überwiegende Teil der Frösche mit dem Auto angereist, was den Vorteil bietet, dass man bei schlechtem Wetter mit dem Auto zum Bummeln nach Kitzbühel oder Innsbruck fahren kann. Westendorf bietet in dieser Hinsicht nicht viel. Es gibt einen Sparmarkt, einen Bäcker und ein paar Klamottengeschäfte, für mehr ist der Ort zu klein.

Westendorf lebt von der Landschaft, die den Ort umgibt. Es gibt jede Menge Berge, viele gut ausgeschilderte Wander- und Radwege sowie reichlich Almen mit Hütten, auf denen man gemütlich einkehren kann. In dieser Hinsicht liegt der Sportclub auch sehr gut, so dass mehrere Wander- und alle Radtouren ohne Transfer direkt vor der Haustür starteten.

Ich hatte bereits im Vorfeld die Wanderwoche gebucht und bin daher nicht ein einziges Mal Rad gefahren. Es standen jedoch rund 30 Räder zur Verfügung, überwiegend Mountain-Bikes in unterschiedlichen Größen, aber auch mehrere Kinderräder sowie drei E-Bikes, deren Nutzung jedoch extra berechnet wurde. Wer wollte, konnte jederzeit ein Rad bekommen.

Die Wanderwoche bestand aus insgesamt vier Touren, die meistens gegen 9.30 Uhr starteten und zwischen 16-18 Uhr wieder am Sportclub endeten. Da die Gruppe bei jeder Tour für rund eine Stunde auf einer Alm einkehrte sowie teilweise auch Bergbahnen oder Taxitransfers nutzte (im Preis der Wanderwoche enthalten), dürfte die reine Gehzeit jeweils bei rund 5-6 Stunden gelegen haben.

Die Touren erforderten – bis auf die Wanderung am ersten Tag – eine gute Kondition sowie ausreichend Trittsicherheit. Man ging überwiegend auf kleineren Wanderwegen, über Wurzeln oder Geröll sowie häufiger auch über Wiesen, wo man jeder Menge freundlichen Tiroler Kühen oder auch mal Schwarznasenschafen begegnete. Zudem gab es auch einige recht steile Abschnitte, bei denen es die Gruppe manchmal auseinander zog.

Im Ergebnis wurden jeden Tag rund 1.000 Höhenmeter zurückgelegt. Als Belohnung gab es bei fast jeder Tour atemberaubende Ausblicke in die unterschiedlichen Täler. Lediglich das Wetter ließ teilweise etwas zu wünschen übrig. Es war an einigen Tagen regnerisch sowie schon recht kühl. Da konnte es auch im September nicht schaden, eine Wollmütze sowie regenfeste und warme Kleidung dabei zu haben.

Wander-Guide Hagen begegnete der wechselhaften Witterung mit einer guten Wetter-App und einer flexiblen Tourengestaltung: Einmal ging die Wanderung früher los, so dass man den Regen aus der warmen Hütte betrachten konnte, ein anderes Mal verschob er seinen freien Tag, da ausgerechnet dort bestes Wetter vorhergesagt war und die Sonne dann auch wirklich lange schien.

Ansonsten gab es natürlich immer die Möglichkeit sich nach der Wanderung in der froscheigenen Sauna wieder aufzuwärmen oder das Fitness-Programm des Sportclubs zu nutzen. Meist gab es im Laufe des Nachmittages 30-60 Minuten „Gruppen-Fitness“, wie man es aus deutschen Sportstudios kennt oder alternativ Yoga-Stunden vom Wander-Guide Hagen.

Zudem hatte ab 16 Uhr die Frosch-Bar geöffnet. An einigen Tagen wurden dort auch Waffeln oder Kuchen serviert, ansonsten immer Heiß- und Kaltgetränke. Ab 19 Uhr gab es dann Essen, zubereitet aus biologischem und regionalem Anbau. Das 4-Gänge-Menü startete immer mit einer Suppe, anschließend Salat, danach Hauptgang und Nachtisch, meistens alles am Platz serviert. Vegetarisches Essen oder andere Sonderwünsche waren aber kein Problem.

Nach dem Essen folgten die froschüblichen Abendaktivitäten wie zum Beispiel das obligatorische Kicker-Turnier oder ein Österreich-Quiz. Insgesamt war es aber eher ein ruhiger Frosch-Urlaub, was auch daran gelegen haben könnte, dass Wanderer und Radler jeweils eher unter sich blieben.

Insofern ist der Froschclub Westendorf ein gutes Reiseziel für Frosch-Gäste, die einem erholsamen und sportlichen Urlaub in einer schönen Berglandschaft suchen.

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