30. August 2006

Cool, Cooler, Corfu – eine Steigerung ist immer möglich

Zum Frosch Reiseziel Sportclub Korfu, Griechenland

Reisebericht von Susann Zwehn (10. bis 17. Juni 2006)

Der Hattrick ist geschafft: Nach 2004 und 2005 war das Urlaubsziel meiner Wahl zum dritten Mal Korfu. Mein Fazit hier bereits vorab: Es ist mir noch nie so schwer gefallen, mich in Deutschland wieder einzuleben, wie nach meinem diesjährigen Aufenthalt auf der grünen Insel im Ionischen Meer.

Das Procedere ist für Alt-Frösche wie mich natürlich nichts Neues: Samstags ist bekanntlich Anreisetag auf Korfu, das „Frischfleisch“ kommt. Gelbe Frosch-Anhänger verraten sofort, wen es ebenfalls nach Agios Georgios verschlägt. Und bereits wartend steht vorm Flughafen auf Korfu ein weiterer Senior-Frosch, der noch mehr Erfahrung hat, als ich: „Fri-Wi“, Friedrich-Wilhelm, ist nach eigenen Angaben „so das zehnte Mal“ auf Korfu und somit nicht nur Gold-Frosch, sondern ihm gebührt treffender weise die Bezeichnung Platin-Frosch. Der unumstößliche Beweis: „Wiederholungstäter“ haben einen guten Geschmack.

K

KorfuSonntags ist bekanntlich „Schnuppertag“. In jede angebotene Sportart können die Gäste hineinschnuppern, sprich „austesten, ob für sie Surfen, Biken oder Wandern in Frage kommen“. Doch zunächst heißt es für die Teamer: sich und ihre sportlichen Bereiche vorstellen. Wirken die sechs auf dem Bild nicht unheimlich verlegen und schüchtern? Keine Angst: Mit denen kann man Pferde stehlen. Die Jungs und (leider hier nicht abgebildet) Mädels sind super sympathisch. Schließlich muss es für die Teamer auch nicht so einfach sein, jede Woche von neuem vor einer Horde Neuankömmlinge zu stehen. Es hat ein wenig was aus dem Kinofilm „Und täglich grüßt das Murmeltier“.
Die erste Tour lässt auch nicht lange auf sich warten. MTB-Guide Alex zeigte auf echt flotten „Drahteseln“ die wichtigsten Stellen, die der neue Gast kennen muss: Mango-Bar (hier wird das Abendessen eingenommen), einige kurze Wege durch Olivenhaine, für Notfälle den Standort des Arztes und ganz wichtig, denn „ohne Moos nix los“: den Geldautomaten. Wohlgemerkt war diese Tour nur eine Schnuppertour. Echte Cracks kommen bei der 80 Kilometer Bike-Tour in den Norden voll und ganz auf ihre Kosten. Da schlägt dann auch mal für so durchtrainierte Sportler wie Alex die Herzfrequenz etwas höher.

KorfuEine weitere wichtige Sache: Das Essen! Hier dürft ihr nicht ans Kalorienzählen denken. Suppe, Vorspeisenbüffet, Fleisch- und vegetarische Gerichte sind dank Koch Sven ein Gaumenschmaus. Abgerundet durch einen Nachtisch, der auch die letzten freien Ecken im Magen füllt, kann das Abendprogramm eingeläutet werden. Tanzen in der Mango-Bar sorgt hier Abhilfe gegen das „Ansetzen“ und „außerdem machen wir morgen ja wieder jede Menge Sport“.

Meine Woche bestand wie in den letzten beiden Jahren aus Surfen. Doch dank der immer gut gelaunten, geduldigen und lieben Fitness-Queen Eva, hab ich auch die neue Fun-Sportart Nordic Walking kennen- und lieben gelernt. Die Griechen erklärten uns für verrückt: Skifahren ohne Bretter, nur mit Stöcken und das im Sommer bei 35 Grad ! Außerdem ging´s um 7 Uhr in der Früh mit ihr zum Steppen. Gefeilt wurde auch an der Schwimmtechnik im hauseigenen „San Georgio“ Pool. Ach ja und dann gibt es noch Aquafitness, Aerobic, Wellnessmassagen und und und … Ihr seht, trotzt des guten und reichhaltigen Abendessens kriegt hier jeder, wenn er will „sein Fett weg“.

Korfu
Korfu

Wie immer eine tolle und runde Sache: Das Surfen. Mit allerbester Laune und unendlicher Geduld bringen Stefan, Magnus und Carsten wirklich jedem Greenhorn bei, auf dem Board zu stehen sowie Wenden und Halsen zu fahren. Und wer mal abgetrieben wird, kommt mit dem gratis Shuttle-Boot-Express zurück ans Ufer. Außerdem sind die drei immer für allerlei Späße zu haben.

Beach-boys.jpg
Korfu

KorfuEine Mords-Gaudi lieferte auch das Beach-Volleyball-Turnier. Egal ob als Spieler oder passiv als Zuschauer. Hier steht der Spaß im Vordergrund. Nur an den Gruppennamen sollte noch gefeilt werden „Yamas“ oder „Ja, was weiß ich?“ lauteten nur einige der äußerst kreativen Mannschaftsnamen.

Noch eine wichtige Sache hätte ich fast vergessen, die im Jahr 2006 und besonders im Monat Juni erwähnt werden muss: Die Fußball-WM! Jeden Abend Spiele, jeden Abend lustige und hitzige Diskussionen von selbst ernannten Fußball-Fachmännern. Einfach genial. Tipps zum Spielausgang durften auch immer gerne abgegeben werden. Übrigens: So manche Frau entpuppte sich hier letztendlich als die bessere Fußballkennerin.

Natürlich haben Teamer und Gäste Klinsi`s Jungs kräftig die Daumen gedrückt. Außer einer Person: Vollblut-Italo Michèle, seines Zeichens weltbester DJ und Pool-Bar-Betreiber, konnte seine italienischen Wurzeln doch nicht verleugnen und feuerte die Squadra Azzurra an, was das Zeug hielt. Hätten die frischgebackenen Weltmeister das mitbekommen, wären sie ihm für den Rest ihres Lebens Grappa oder Ramazotti schuldig.

Als wahrer Renner hat sich auch die erstmalig Mitte Juni angebotene Jeep-Tour in den Norden von Korfu entpuppt. Vom Hören sagen wurde mir in den höchsten Tönen davon berichtet. Leider hab ich diese Tour nicht mitgemacht, da serpentinenreiche Fahrten überhaupt nichts für meinen Magen sind. Kris und Alex sollen allerdings eine superschöne Strecke ausgearbeitet haben, bei der es sich absolut lohnen soll, mitzufahren. Übrigens: Einige der Jeeps wurden von Gästen, die sich auf das Abenteuer „Schotterstraße“ einließen, gesteuert. An dieser Stelle vielen Dank an Alex, für das zur Verfügung gestellte Bild.

Korfu

Time to say Good bye: Nach der Welcome–Feier winkte nach nur sechs kurzweiligen Tagen schon die Farewell-Party. Nicht umsonst lagen auf unseren Plätzen in der Mango Bar weiße Taschentücher und Kopfschmerztabletten! (Letztere für einige unabdingbar). Aus diesem Grund kein großer Schlussspurt in Sachen verabschieden: Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte. In diesem Sinne viel Spaß beim Anschauen und …wartet nicht zu lange mit dem Buchen.

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