7. Februar 2018

Saalbach-Hinterglemm – der dritte Streich

Reisebericht von Britta – 27. Januar bis 3. Februar 2018 / Singlewoche
FROSCH Reiseziel Sportclub Thuiner in Saalbach-Hinterglemm, Österreich.

Dieses Jahr – bzw. letztes bei der Buchung – war ich ja etwas klüger und habe bereits im August geschaut, dass ich im Januar in Saalbach-Hinterglemm noch ein Plätzchen bekomme. Nach einigem Hin und Her habe ich mich für die Woche vom 27.01. bis 03.02.2018 entschieden und erst hinterher festgestellt, dass es sich um die von Frosch ausgeschriebene Singlewoche handelt, die exklusiv für Singles und Alleinreisende ist und partymäßig noch Einiges mehr zu bieten haben soll. Ist ja nicht schlecht! 🙂

Kurze Zeit nach meiner Buchung habe ich einer Bekannten aus dem letzten Skiurlaub mit Frosch erzählt, dass ich ein halbes Doppelzimmer in Saalbach gebucht hätte – und sie hat sich kurzerhand angeschlossen. So kannte ich zumindest schon meine Zimmergenossin und die lange Anfahrt ist zu zweit doch weniger langweilig. Ohne Probleme klappte es auch, dass wir zusammen auf ein Zimmer gekommen sind, sie hatte lediglich in der späteren Buchung angegeben, dass wir uns das Zimmer teilen möchten.

SAMSTAGmorgen

Gegen halb 11 ging es in Hannover mit dem Zug los. Nach wie vor wird leider keine Anfahrt aus Hannover angeboten. Aber vielleicht ist es einfach nicht gut umsetzbar. Nach einem Aufenthalt mit Zugwechsel in München waren wir gegen 18:30 Uhr in Zell am See und haben uns ein Taxi gegönnt bis zum Sportclub Thuiner. Wir hatten – der Preis von 50€ für die Fahrt war mir bekannt – vorm Bahnhof noch spontan zwei weitere Mitfahrer bis Hinterglemm gefunden.

Pünktlich zum Abendessen waren wir im Thuiner angekommen. Wir haben noch kurz eine separate Info bekommen, da wir ja leider zum Begrüßungscocktail nicht da waren, aber das ging auch ganz fix, so dass wir noch gemütlich Abendessen konnten und auch unsere ganzen Mitreisenden gesehen haben. Wobei wir dann doch nicht die letzten Anreisenden waren.

Wie gewohnt, kommt man schnell ins Gespräch und ich habe sogar schon nach wenigen Minuten ein paar Frösche wiedererkannt von einem meiner letzten Urlaube. Man läuft sich eben doch immer mal wieder über den Weg. 🙂

Danach haben wir noch schnell ausgepackt und den Abend ruhig an der Bar ausklingen lassen. Schließlich sollte das Wetter am kommenden Tag gut werden und wir wollten natürlich ausgeschlafen sein für die ersten Pisten!

Am SONNTAG geht es mit einem leckeren Frühstück los

Das Special heute sind kleine Croissants. Lecker. Danach trifft man sich um 9:30 Uhr vorm Haus, das erste Guiding beginnt. Wie so oft – daher meine zeitige Buchung – ist das Haus ausgebucht und die drei unterschiedlichen Guidinggruppen (Panorama, Mittel, Schnell) sind recht voll. Trotzdem meistert Christoph es super und selbst bei einer Gruppengröße von fast 25 Leuten sind die Sammelpausen recht kurz, die Ansagen sind knapp und präzise und es klappt super. Auch Snowboarder sind einige dabei, was meine Mitreisende als Boarderin natürlich gut findet! Mittags trifft man sich am Bergstadl mit den anderen Guidings. Schnell findet sich ein Grüppchen, mit dem wir nachmittags gemeinsam fahren wollen.

Die Gespräche ergeben sich wie von selbst, es ist ein buntes Gemisch an Mitreisenden. Von unserer 5-Personen-Gruppe ergibt sich plötzlich eine riesige Gruppe von fast 20 Mitfahrern für die Nachmittagsstunden. Aber – ob es nun an meiner Ansage oder etwas Anderem lag – unten angekommen waren wir wie geplant nur zu fünft. 😀

Da ich in diesem Skigebiet schon mehrfach war, habe ich quasi den Nachmittagsguide gespielt, was mir auch echt Spaß gemacht hat. Schnell einigten wir uns auch darauf, dass wir zum Aprés-Ski im Goaßstall enden wollen. Hier trifft man natürlich auch den einen oder anderen Frosch wieder, auch wenn man nach so kurzer Zeit natürlich noch nicht alle Gesichter kennt. Es geht – unter leichtem Gestöhne – zu Fuß bis zum Thuiner zurück, damit wir pünktlich beim Abendessen sind – und natürlich zur anschließenden Party.

MONTAGmorgen mischt sich wieder alles beim Frühstück

Manche nehmen immer dieselben Plätze ein, aber ich finde es eigentlich auch mal ganz schön, hier und da zu wechseln, denn hier hat man auch mal ein wenig Zeit zu quatschen. Tagsüber geht das ja nur im Lift! Nach dem Frühstück ein neues Guiding, dieses Mal in Saalbach.Da es wieder etliche Mitfahrer sind und wir den Tag vorher ja ein tolles Trüppchen am Nachmittag hatten, beschließen wir, den Morgen wieder alleine zu fahren, jedoch uns beim Mittagstreff mit den anderen zu treffen. Das funktioniert auch super und wir haben heute auch wieder Glück mit dem Wetter – Sonne satt und blauer Himmel! Auf der Hütte schmeißt jeder erst einmal die Jacke von sich.

Am Nachmittag geht es weiter und wir enden beim organisierten Aprés-Ski an der Frosch-Openair-Bar. Einige haben sich eher in die bekannten Hütten wie Hinterhack oder Bauers verabschiedet – aber ich finde, wenn ich schon mit Frosch verreise, kann ich auch die Angebote mit wahrnehmen. 🙂 Wenn die Sonne jedoch weg ist, wird es schnell kalt (gut für den Schnee) und vorm Essen wird erstmal heiß geduscht. – Natürlich wäre auch Sauna eine Option, da sie jeden Tag ab 16 Uhr angeheizt ist, aber das wird mir dann doch alles zu stressig.

Heute möchte ich meinen Skiern mal wieder einen neuen Schliff verpassen lassen. Aber auch das ist, wie gewohnt, total entspannt im Thuiner. Abends stellt man seine Skier (oder Board) unten hin, schreibt drauf, was man haben möchte (Wachsen, Kanten, Full Service) und hat sie dann am kommenden Morgen frisch aufbereitet dort stehen. Bezahlung erfolgt direkt vor Ort zu einem echt guten Preis. Lohnt sich also nicht, extra zu einem Sportgeschäft zu fahren, diese Variante ist sicher entspannter und mit weniger Organisation verbunden.

Heute Abend gibt es ein Cocktail-Special in der Bar. Außerdem greift ein Mitreisender zu seiner Gitarre, er hatte beim Abendessen angekündigt, ein wenig zu spielen und zu singen und hat mit seiner Songauswahl auch einige zum Mitsingen angeregt.

Am DIENSTAG starten wir zeitig nach dem Frühstück

Und beginnen nochmal unser privates Guiding bereits um 9 Uhr. Denn heute Nachmittag ist geplanter Hüttenabend. Da werden wir schon um 15 Uhr am Thuiner abgeholt, daher ist der Skitag ein wenig kürzer. Leider hat mich eine heftige Erkältung erwischt und wir fahren noch „schnell“ an einer Apotheke in Hinterglemm vorbei. Ich möchte ja keinen Skitag versäumen. Danach geht es aber auch los und das Wetter spielt auch wieder mit. Die Gruppe passt recht gut und wir fahren bis 14 Uhr durch. Eine Pause sparen wir uns, es wird ausnahmsweise nur im Lift pausiert. Denn irgendwie möchte man die guten Schneeverhältnisse doch nutzen! Pünktlich um 15 Uhr werden wir von der Bimmelbahn vorm Thuiner eingesammelt. Von der Talstation gondeln wir dann bis zum Bergstadl hoch, dort gibt es gleich den ersten Glühwein. Zunächst wird locker gequatscht, doch die Musik lässt einen doch recht schnell locker werden und es wird mitgetanzt und –gesungen. Recht pünktlich um 18 Uhr gibt es dann Essen – Kaasnocken und Tiroler Gröstl mit Spiegeleiern. Gleich danach wird die Musik aufgedreht. Ehrlich gesagt hätte ich mir auch hier in der Hütte eher Aprés-Ski-Musik gewünscht, doch es war doch eher Mainstream. Aber ist natürlich Geschmackssache – denn die Stimmung selbst war gut. Nicht fehlen durfte natürlich die Skitaufe aller neuen Skifahrer – immer wieder eine echte Gaudi, die von den Teamern mit viel Humor umgesetzt wird!!! Nicht verpassen! Aber ich freue mich auch jedes Mal, dass nicht ich eine der „Hauptpersonen“ bin. 😀

Punkt 20:30 Uhr geht es dann aber auch schon mit Fackeln zurück nach Hinterglemm. Erst ein wenig zu Fuß, das letzte Stück jedoch mit der Gondel. Diese fährt noch an der Flutlichtpiste entlang. Unten angekommen will ein Großteil noch in den Tanzhimmel. Ich schließe mich auch an – Erinnerungen werden schnell wach. Nur leider habe ich die gruseligste ausgeblendet, dass hier nämlich noch geraucht werden darf. Bei meiner Erkältung möchte ich mir das lieber dann doch nicht antun und spaziere letztendlich doch direkt nach Hause.

Am MITTWOCH ist kein Guiding geplant

Aber zwischenzeitlich haben sich ja genug Grüppchen ergeben. Ich selbst schließe mich allerdings Bekannten an, die auch gerade in Hinterglemm sind, ein weiterer Frosch jedoch gehört ebenfalls dazu. Heute ist Leogang dran und eine meiner Lieblingshütten, die Alte Schmiede. Ein echtes Muss in meinen Augen, wenn man in diesem Gebiet ist!Auch heute strahlt die Sonne, nur einige Pisten sind recht hart, da es eben durch die Sonne tagsüber ein wenig taut und nachts der Frost das Ganze gefrieren lässt. Aber das ist eindeutig Jammern auf hohem Niveau. Nach einem herrlichen Skitag und Sonnenbaden auf der Alten Schmiede enden wir im Goaßstall, auch hier trifft man natürlich wieder Frösche. Andere nehmen dann wohl das heutige Angebot von Frosch wahr, denn ab 16 Uhr ist Wellness-Sauna im Thuiner. Aber ich nutze lieber das Apresskiangebot. 😀
Der Abend endet wieder mit einem leckeren 4-Gänge-Menü. Und wer noch möchte, kämpft beim Kickerturnier um den heutigen Titel. Meine Erkältung lässt mich allerdings ein wenig zeitiger verschwinden.  Ich setze doch lieber das Skifahren am Tag als Priorität Nummer 1.

Die Wettervorhersage für DONNERSTAG

Ist dann doch eher ein wenig durchwachsen. Es soll ab mittags sogar schneien. Natürlich gut für die Pisten – aber geben wir es zu: Sonne und blauer Himmel ist einfach schöner fürs Auge! Heute schließe ich mich wieder dem Frosch-Guiding an, das heute auch ganztags stattfindet, also auch nach der Mittagshütte weitergeht. Wie zuvor hat Christoph die mittlere Gruppe. Es sind nur 11 Mitfahrer heute und somit geht es fix bergauf und bergab. Heute fahre ich endlich mal nach Fieberbrunn. Als ich vor 2 Jahren hier war, waren die Schneeverhältnisse leider so schlecht, dass die Pisten dort eher braun als weiß waren und wir es gar nicht versucht hatten. Heute jedoch lerne ich ein neues Skigebiet kennen, das ich echt schön finde! Breite Pisten, viel blau und rot, toll zu fahren! Sollte man auch auf keinen Fall verpassen. An den Tellerlift am Ende einer Piste muss man sich jedoch mal wieder gewöhnen.

Trotz einsetzendem Schneefall ist es echt ein herrlicher Tag. Und dieser endet geplant in Burgis Bar in Saalbach. Dort treffen wir auf die restlichen Frösche. Die Stimmung ist gut und ich habe das Gefühl, dass Burgis Bar fast ausschließlich von Fröschen „heimgesucht“ ist. Schön! Um 18 Uhr geht es mit der Bimmelbahn – und ein wenig beschwipst – zurück zum Thuiner, damit wir frisch geduscht um 19 Uhr beim Essen sind.
Nach dem Österreichischen Abend gibt es an der Bar noch ortstypische Schnäpse im Angebot – ich lasse den Abend lieber mit der einen oder anderen Billardrunde ausklingen.

Und schon ist der letzte Tag da – FREITAGmorgen

Noch am Frühstückstisch diskutieren wir, wie wir den Tag verbringen aufgrund der nicht so grandiosen Wettervorhersage. Wir schließen uns dem Guiding von Christoph an und fahren über die lange Jausernabfahrt nach Leogang. Die Sicht ist trotz Schneefall besser als erwartet und wir alle genießen den tollen Morgen. In der Alten Schmiede treffen wir uns alle – aber draußen sitzen geht heute nicht – nur mit Frostbeulen. 😀 Aber auch innen ist die „Hütte“ echt sehenswert und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Wir machen uns nach dem Essen zu dritt auf den Rückweg. Schnell einigen wir uns, dass unsere Tour im Goaßstall enden soll. Ein letztes Mal Aprés-Ski für diese Saison – jedenfalls für mich. Denn einige Frösche fahren doch mehrfach pro Saison. Wir können es fast nicht glauben, als sich doch hartnäckig noch die Sonne den Weg bahnt. Zwar nur ein wenig – aber es muss ja nicht immer 100% sein!Wir genießen die letzten Abfahrten und beenden unsere letzte Talabfahrt im Goaßstall, wo wir natürlich auch wieder andere Frösche treffen.Wir stoßen an – alle Abfahrten ohne Blessuren überlebt! Das eine oder andere Getränk ist natürlich auch in der Hand – aber pünktlich zum letzten Abend und somit dem Gala-Dinner sitzen wir frisch geduscht am Tisch. Auch an diesem Abend ist das Essen wieder echt lecker und auch der Service super.

Zwischendurch verschwinden wir noch – schon packen, denn wir müssen morgen ganz zeitig mit dem Linienbus bis Zell am See fahren. Aber dennoch wird nachher noch kräftig getanzt in der Bar, der eine oder andere Aprés-Ski-Song ist auch dabei und ich komme sogar noch zu dem einen oder anderen Discofox – ein gelungener Abschluss einer tollen Skiwoche!

SAMSTAGmorgen

Heute geht es dann mit dem Linienbus um kurz vor 7 Uhr nach Zell am See. Zwar haben wir doch ein wenig Wartezeit, aber man sollte auf keinen Fall einen Bus zu knapp nehmen. Dieser kam mit 10 Minuten Verspätung in Zell an. Kommt eben immer auf die Anzahl der Busgäste an, diese wollen ja auch alle noch ein Ticket kaufen… aber die Bahn war – unglaublich – total pünktlich und wir sind erholt und glücklich wieder in Hannover angekommen! Eine tolle Woche!

Mein Fazit

Wie immer war es total entspannt, mit Frosch zu verreisen, da man schnell neue Leute kennenlernt und eigentlich alle total entspannt sind. Das Team ist gut eingespielt und das Programm und die Guidings sind super. Da ich jetzt bereits zum dritten Mal im Thuiner war, konnte ich allerdings keinen Unterschied zu einer „normalen“ Woche in Saalbach und dieser – extra ausgeschriebenen – „Singlewoche“ feststellen. Das Programm war gleich (wobei ich auch nicht weiß, wo man da noch Lücken zu füllen hätte) und es gab auch Gäste, die mit ihren Ehepartner angereist sind. Mich persönlich hat es nicht gestört und die Gästeanzahl ist ja auch so hoch, dass man sowieso nicht alle Frösche bis zum Ende der Woche kennenlernt. Aber sollte natürlich jemand explizit aufgrund der Beschreibung einer Singlewoche die Reise gebucht haben, könnte es doch zu Irritationen führen. Allerdings waren bislang in jeder Woche genug Partygänger dabei, die sich abends schnell gefunden haben, wenn man noch in Saalbach oder Hinterglemm die Nacht zum Tag machen wollte!

Ich war jedenfalls nicht zum letzten Mal im Thuiner! An alle Teamer ein herzliches Dankeschön für die tolle Woche! Christoph – tolles Guiding! Hat echt Spaß gemacht! Und all denen, die ich ihm Laufe der Woche kennenlernen durfte und mit denen ich viel erzählt, gelacht, getanzt und angestoßen habe, ebenfalls viele Grüße und DANKE für die tolle Woche! Namen erwähne ich mal nicht, aber ich denke, es werden sich die richtigen Personen angesprochen fühlen. 🙂

Ski heil!

 

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