18. April 2009

Saisonende im Sportclub Onu (Champéry, Schweiz) 27.03. – 05.04.2009

Reisebericht von Roland Müller (rolmue_73 at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Onu – Champéry, Schweiz

Nach diversen Urlauben in Österreich sollte es dieses Jahr einmal woanders hingehen. Die Wahl fiel auf Champéry im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz am Ende des Val d’Illiez. Der Urlaubsort im Wallis liegt auf 1050 m Höhe im Herzen des Skigebietes Portes du Soleil.
Aber wenn schon anders dann auch gleich richtig – und so habe ich mich für den Sportclub Onu entschieden welcher auf etwa 1800 m mitten im Skigebiet liegt. Das Châlet wurde als Unterkunft für die UNO (auf französisch: Organisation des nations unies) errichtet und ist erst seit ein paar Jahren im Besitz von Frosch-Sportreisen.

Der Urlaub startete leider mit ein paar Schwierigkeiten:
Die Anreise erfolgte entspannt im Schlafbus und wir erreichten Champéry recht pünktlich, luden die Gäste des Sportclubs Souvenier ab und machten uns mit gemischten Gefühlen auf den Weg zur Gondelstation da die Schneeverhältnisse im Tal doch deutlich schlechter aussahen als die Webseiten vorher versprochen hatten.

Der Weg hinauf in die Berge wurde uns jedoch verwehrt, da die Seilbahn aufgrund der Windverhältnisse nicht in Betrieb war – schon ein komisches Gefühl den Zielort nicht erreichen zu können.
Da in der Woche aber beide Skigruppen (Souvenier und Onu) recht überschaubar waren wurde schnell reagiert und wir konnten im Sportclub Souvenier erstmal ein Frühstück zu uns nehmen und der Dinge harren die noch kommen würden.

Das Wetter schlug in Regen um und die Stimmung war ziemlich verhalten. Irgendwann kam dann aber das GO und die Seilbahn lief wieder. Also auf zur Gondelstation, Gepäck in einem Käfig verstauen und entscheiden, ob es trotz der Wetterverhältnisse gleich auf die Piste gehen sollte (das Gepäck wird separat mit der Gondel hinaufbefördert und dann von der Pistenraupe, dem „Ratrac“, an den Sportclub nachgeliefert).

Auf dem Weg nach oben verwandelte sich der Regen in sehr nassen Schnee und die Berge hingen in den Wolken, die Sicht betrug kaum 100 m. Die Entscheidung die Skiausrüstung nicht mitzuschleppen war wohl in Ordnung. Also ging es zu Fuß Richtung Onu, welches wir dann (wenn auch nicht auf dem korrekten Weg) im Nebel fanden.
Wir wurden herzlich begrüßt und durften noch mal kostenlosen Kaffee und Tee zu uns nehmen. Da die Zimmer aber noch nicht belegt werden konnten, begutachteten wir den sehr schön gestalteten Aufenthalts- und Speiseraum, die Bar, den Kamin und die große Fensterfront mit Blick in den Nebel.

Als dann das Gepäck anderthalb Stunden später nachgeliefert wurde musste ich dann doch noch die Ski anschnallen und mich auf die Piste wagen. Nach drei Abfahrten in Nebel und Schneeregen waren die Klamotten klitschnass und der Schnee machte aufgrund seiner Konsistenz auch keinen richtigen Spaß – also auf in die sehr schön gestaltete neue Sauna, welche einen richtig tollen Ruheraum besitzt. Das erste Highlight an diesem Tag.

Danach konnten die Zimmer bezogen werden, die einfach und schön neu eingerichtet sind. Das Abendessen war dann ein weiterer Lichtblick und die Qualität des Essens hat sich die ganze Woche gehalten – da kann man nur ein Lob an die Küche aussprechen!

Nach einem kurzen ersten Abend wurden wir an den nächsten beiden Tagen ebenfalls mit schlechter Sicht aber doch ziemlich guten Schneeverhältnissen empfangen und die geführten Skitouren durch das Skigebiet waren sehr hilfreich da man nur ahnen konnte wo man denn gerade hinfuhr.

Im Gegensatz zu Österreich sind die Pisten nur mit Holzstecken am linken und rechten Rand gekennzeichnet – Nummern sucht man vergebens, es werden höchstens Richtungen angegeben (was voraussetzt, dass man weiß wo man ist und wo man hin will – vor allem bei schlechter Sicht keine optimale Lösung). Die französischen Namen tun ein Übriges einem dieser Sprache nicht mächtigen das Leben zu erschweren und die Pistenpläne sind Aufgrund der Größe des Skigebietes auch recht unübersichtlich.
Tauchen dann (vor allem in Frankreich) doch mal Nummern am Pistenrand auf zählen diese herunter bis zur Liftstation (wozu auch immer das gut sein soll).
Die Pisten selbst sind größtenteils sehr breit und eignen sich prima zum Carven, da aber die Verbindungen zwischen den einzelnen Gebieten oft Ziehwege sind ist das Gebiet meiner Meinung nach nur für erfahrene Snowboarder zu empfehlen.

Am Dienstag erwartete uns zum Frühstück dann plötzlich strahlend blauer Himmel und den ganzen Tag Sonne pur. Zum ersten Mal konnte man beim Blick aus dem Fenster die Berge sehen und sich eine Vorstellung davon machen wo man denn eigentlich Urlaub machte.
Für den Rest der Woche blieb es bei dem schönen Wetter mit der negativen Seite, dass es mittags auch auf 1500 m 13°C hatte und man dem Schnee beim Schmelzen zuschauen konnte – aber damit muss man im April wahrscheinlich rechnen.

Bis zum Mittag waren die Schneeverhältnisse eigentlich immer prima und wenn man sich nachmittags auf die höheren Schattenhänge beschränkte war auch hier die Welt in Ordnung. Außerdem lockte auch der Sonnenbalkon des Onu und alle Zimmer mit eigenem Balkon waren zu beneiden. Ich denke die meisten haben sich einen Sonnenbrand zugezogen und einige haben ordentlich Farbe bekommen.

Das Skigebiet ist einfach riesig und man muss sich schon einen Plan machen um nachmittags rechtzeitig wieder auf die Schweizer Seite zu gelangen. Bezahlen konnte man übrigens überall auch mit Euro – der Kurs ist wahrscheinlich nicht immer optimal, dafür muss man sich keine Sorgen machen die restlichen Schweizer Franken am Ende des Urlaubs noch wieder loszuwerden.

Alles in allem war es nach den Startschwierigkeiten eine sehr gelungene Woche mit dem üblichen Frosch Rahmenprogramm: Apres-Ski, Kicker- und Nagelturnier, Fackelwanderung, Farewell-Party. etc.
Die Atmosphäre war sehr gelungen, die Gruppe hat gut gepasst und die Teamer waren auch nach einer zu Ende gehenden Saison noch hoch motiviert. Wir haben sehr viel Spaß gehabt und ich kann mir gut vorstellen noch mal wieder zu kommen.

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