8. Juli 2010

Samos im Mai – Ein Traum in Grün und Blau!

Reisebericht von Karin Sauerbier (Sauerbier.Karin at freenet.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda auf Samos, Griechenland

Nach einem ¾ Jahr Urlaubsabstinenz ging es endlich wieder los! Nachdem ich von anderen Fröschen nur Schwärmereien über Samos gehört hatte, fiel mir die Wahl des Reiseziels auch nicht weiter schwer… und im Mai ist es in Griechenland ja auch nicht ganz so heiß!

Ankunft: Nach Dauerregen und Tiefsttemperaturen in Deutschland überraschte Samos uns am 10. Mai schon mit 27°C und Sonnenschein. Der Flug verlief absolut reibungslos und der Transferbus wartete schon und fuhr direkt los. Wenn man mal davon absieht, dass der Busfahrer ein Hotel am Anfang seiner Tour vergessen hatte und nach einer halben Stunde Fahrtzeit plötzlich noch mal umdrehte und uns den ganzen Weg zurückgondelte, ging es auch schnell nach Kokkari. Wir waren schon um 6.00 Uhr abgeflogen und daher bereits gegen Mittag am Hotel, wo wir total herzlich von Simone empfangen und auf die Zimmer verteilt wurden. Da noch Vorsaison war, waren die Zimmer auch schon bezugsfertig und wir genossen es, nur mit einem T-Shirt bekleidet den Ort zu erkunden und uns in der Odyssey-Bar gemütlich an den Strand zu setzen.

Blick auf Kokkari

Essen: Das Abendessen gab es im „Garden-Restaurant“ (vom Hotel aus ca. 200 m bergab). Dabei konnte man (am Abend vorher bzw. bei der Anreise) zwischen einem „normalen“ und einem vegetarischen Hauptgericht wählen, was – bis auf eine einzige Ausnahme – auch immer gut geschmeckt hat; Vorspeise (teilte man sich von einer Platte jeweils zu zweit) und Nachtisch waren für alle gleich. Einmal in der Woche gab es ein Barbecue, bei dem dann Fleisch, griechische Würstchen, Auberginen, Zucchini und Fetakäse serviert wurden. Zweimal pro Woche war „selbständig Essen“ angesagt und die Restaurants im Ort ließen auch nichts zu wünschen übrig!

Gefrühstückt wurde draußen auf der Hotelterrasse. Da es in der 2. Woche auch mal regnete, sind wir zeitweise in den kleinen Wintergarten ausgewichen. Das obligatorische griechische Frühstück (Kaffee und Kippe) wurde für uns durch Marmelade, Honig, Käse, Wurst, Obst, Tomaten, Gurken, Müsli und Saft aufgepeppt. Wechselnd gab es auch Joghurt, Nutella und gekochte Eier.

Schnuppern: Nach dem Frühstück des ersten Tages gab es die Info (von Mario auch Blabla genannt) und dann ging es ab auf Schnuppertour. Eigentlich hatte ich überlegt, die Fahrradtour mitzumachen, weil diese an der durch diverse Reiseberichte und Erzählungen von Mario berühmt-berüchtigte Eisdiele landen sollte, aber nachdem mir die Biker alle einen ziemlich professionellen Eindruck machten, habe ich mich doch lieber fürs Wandern entschieden. Nach einer Stunde durch die „Kräuter von Kokkari“ gab es dann noch einen kleinen Stadtrundgang mit Simone, die uns die wichtigsten Geschäfte (insbesondere die Frosch-Frauenfalle), Restaurants und die Post zeigte. Am Ende landeten wir dann wieder im „Odyssey“ bei frisch gepresstem Orangensaft. Der Eindruck der professionellen Radfahrer bestätigte sich dann durch einen Anruf von Mario bei Simone, dass niemand mit ihm Eis essen wollte und alle Biker direkt weiter gefahren sind…

Wanderungen: Die erste „richtige“ Wanderung führte uns dann nach Manolates, einem kleinen Künstlerdorf in den Bergen. Dafür fuhren wir mit dem Bus nach Platanakia und von dort ging es dann teilweise über Singletrails bergauf. In Manolates angekommen, hatten wir die Möglichkeit, uns die kleinen Ateliers anzuschauen, in denen selbst hergestellter Schmuck oder auch Pythagoras-Becher verkauft wurden. Mittags kehrten wir dann bei Louca ein und mussten dort unbedingt den Karottenkuchen probieren. Lecker! Der Rückweg führte dann vermehrt durch bewaldetes Gebiet, was bei den Temperaturen wirklich sehr angenehm war. Außerdem endete die Wanderung an der Eisdiele in Agios Kostantinos und so kamen auch die Wanderer in den Genuss des berühmten Eises.

Das Highlight der ersten Wanderwoche war die Wanderung zum Kloster. Nachdem Simone uns bei der Schnupperwanderung von unten gezeigt hatte, wo das Kloster liegt, hatte ich doch einige Zweifel, ob ich den Weg schaffen würde, aber nach der erfolgreichen Wanderung nach Manolates wurden wir von Simone motiviert, dass das für uns zu schaffen sei. Der Weg führte durch viel Gestrüpp (lange Hosenbeine sind von Vorteil, man kann aber auch einfach die Wandersocken modisch bis zum Knie hoch ziehen), zwischen Olivenbäumen hindurch, an einem kleinen Bachlauf vorbei und immer wieder auch durch Ginster. Die Feigen waren leider noch nicht reif, aber im Sommer kann man schon den ein oder anderen Snack für zwischendurch aufsammeln…

Kloster

Ein Traum in Grün + Blau mit Ginster

Leider war das Kloster bei unserer Ankunft geschlossen und wir wurden von diversen Insekten attackiert, so dass wir uns schnell weiter aufmachten nach Vourliotes. Dort landeten wir auf einem kleinen Platz im Restaurant von Eleni und Diamantis, in dem es den allerbesten frisch gepressten Orangensaft der Insel gibt! Ganz abgesehen von unzähligen anderen Leckereien wie Gemüsebällchen oder Schafskäse mit Gemüse in Alufolie! Unbedingt probieren! Der Rückweg ging dann wieder über Singletrails bergab und kam direkt hinter unserem Hotel raus.

Singletrail

In der 2. Woche führten uns die Wanderungen von Platanakia aus durchs Nachtigallental mit 12 ½ Flussüberquerungen. Bei uns waren es gefühlt einige mehr, da es leider vorher ausgiebig geregnet und gewittert hatte.

Nachtigallental

Am letzten Urlaubstag durften wir dann noch die Strandwanderung genießen. Das Regenwetter der 2. Woche hatte zur Folge, dass der übliche Terminplan ein paar Mal durcheinander geworfen werden musste, um allen Fröschen den Genuss der Jeeptour zu ermöglichen und so fand dieser relativ lange Ausflug erst am Sonntag statt.
Mit dem Bus ging es zunächst nach Karlovassi, wo wir eigentlich beim Bäcker Brot fürs Strandpicknick kaufen wollten. Leider war aber auch bei den Orthodoxen an diesem Sonntag Pfingsten und alle Bäcker hatten geschlossen… netterweise fuhr uns ein Taxifahrer dann auf dem Weg zum Wanderstart in Potami noch an einer Konditorei vorbei, die auch Weißbrot im Angebot hatte!! Nobel geht die Welt zugrunde 

Die Wanderung führte uns dann an traumhaften blau-grünen Ausblicken vorbei zu einem verlassenen Strand, den man ausschließlich zu Fuß erreichen kann. Auf dem Weg sammelte Simone noch frische Kräuter, mit denen sie das Picknick am Strand (Schafskäse, Salami, Gurken, Brot)  dann garnierte. 2 Stunden nach unserer Ankunft trafen auch die Radfahrer am Strand ein. Die hatten unsere Bus- und Taxistrecke per Rad zurückgelegt. Nach dem Picknick genossen wir gemeinsam ein paar sonnige Stunden am Strand und im Meer bevor wir uns gegen 15 Uhr auf den Rückweg machten.

Der Weg zum…

… Traumstrand

Der Tag klang dann mit Quarkmaske und Handpeeling am Hotelpool aus. Auch eine der „Aktivitäten“, die dem schlechten Wetter oder anderen Planungen bisher zum Opfer gefallen waren und von Simone netterweise (auf Wunsch einer einzelnen Dame) noch nachgeholt wurde 

Sonstiges: Ein Highlight des Samos-Urlaubs ist definitiv die Jeep-Safari! Mit mehreren Jeeps geht es dabei den ganzen Tag quer durch bzw. über Samos. Danach ist man zwar völlig verstaubt aber auch schwer beeindruckt. Hinter jeder Kurve bietet sich wieder ein neues landschaftliches Bild (steinig, bewaldet, Weinberge, Meer) und wer will, kann sich auch selbst ans Steuer setzen und den Jeep über Stock und Stein lenken. Auf jeden Fall ist das ein Abenteuer mit großem Spaßfaktor!!! Die Mittagszeit verbringt man in einem total schönen Restaurant (Bella Vista) mit Aussicht bei leckeren „griechischen Tapas“ und der Gelegenheit, im Meer schwimmen zu gehen und den Staub abzuspülen.

Sehr angenehm ist auch der neu erbaute Pool. Der war 2 Wochen vorher erst fertig geworden und das Wasser erst in der Vorwoche eingefüllt. Dementsprechend kühl war das Wasser dann auch, aber es diente prima zur Abkühlung. Am Samstag der 1. Woche wurden auch noch neue Liegen angeliefert, die vorher den griechischen Streiks zum Opfer gefallen waren. Wenn man also mal keine Lust hat, nach einer Wanderung noch an den Strand zu gehen (der auch nicht weit entfernt ist), findet man die nötige Abkühlung auch direkt am Hotel.

Hotel mit Pool

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, mit dem Bus nach Samos Stadt zu fahren. Entweder geführt mit Simone oder problemlos auch auf eigene Faust. Dort gibt es auch noch einige Geschäfte zum Shoppen oder man schlendert durch die Altstadt, wenn man bei soviel bergauf noch von schlendern sprechen kann…

Samos-Stadt

Einmal pro Woche wurde auch noch Volleyball an der Surfstation angeboten. Nachdem diese Veranstaltung in der ersten Woche mangels Nachfrage ausgefallen war, fanden sich in der 2. Woche dann doch 4 Pritsch- und Baggerwütige (neben Simone und Mario)… wobei sich relativ schnell rausstellte, dass es sich dabei auf der einen Seite um zwei Profis und auf der anderen Seite um zwei Beamte handelte…  Glücklicherweise sind alle Körperteile heil geblieben!

Fazit: Ich würde es sofort wieder tun! Super Insel, leckeres Essen, Spitzen-Teamer … einfach Erholung pur! Hinfliegen lohnt sich!!!

2 Gedanken zu „Samos im Mai – Ein Traum in Grün und Blau!

  1. Stephan (Stavros)

    Ja hallo Karin, war wirklich ein Klasse Urlaub . Hab ja eure 2. Woche als meine 1. erlebt. Kann mich nur anschließen. Die Wanderungen waren klasse und auch die Tavernen, nit nur die in Kokkari echt gut. Vor allem die Kavos-Bar hat mir persönlich sehr gut gefallen. Und der super O-Saft in Vorliotes 🙂
    Jassu und Jassas aus Colonia

  2. Stephan (Stavros)

    Ach ja, und nochmal ein super Lob an Simone und mario, die das wirklich echt klasse machen da. Ich werde was Samos angeht, wohl zum Wiederholungstäter 😉

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