19. März 2010

Samos im Oktober

Reisebericht von Svenja
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda in Kokkari auf Samos, Griechenland

Zugegeben, ich hatte etwas anderes erwartet. Ich hatte erhofft, den Herbst noch etwas hinauszuzögern. Ich hatte erwartet, dass es öfter regnet, dass die Teamer am Ende der Saison keine Lust mehr haben und dass die Landschaft von der vielen Sommersonne vertrocknet ist. Zur Vorsicht hatte ich meine Wanderschuhe eingepackt, obwohl ich doch eigentlich nur biken wollte…..und als ich dann noch Mario sah……das konnte ja heiter werden.

Doch dann kam alles anders und meine Wanderschuhe schimpfen heute noch mit mir. Sie haben Samos nie betreten.

Das Wetter war die ganze Woche traumhaft, die Landschaft ohne Ende grün und die Teamer sehr engagiert. Mario habe ich unrecht getan: Mit seinen lockeren Sprüchen brachte er auch wirklich jeden die Berge hoch, die Räder waren top, selbst ich habe die Wege mithilfe seiner auf Servietten gemalten Wegbeschreibungen gefunden und die Sicherheit stand stets im Vordergrund. Einziger Kritikpunkt: Nach einer Woche biken zeigte meine Waage 2 kg mehr statt weniger an. Wir haben aber auch keine leckere Eisdiele und keine andere Köstlichkeit am Wegesrand ausgelassen….na ja, es war ja Urlaub.

Das Hotel Helen Yolanda bietet alles, was man zum Schlafen braucht. Ein kleines Zimmer, ein kleines Bad, eine super tolle Terrasse vor unserem Zimmer im Obergeschoss, eine Matratze und ein Frühstück. Da man den ganzen Tag unterwegs ist, ist das völlig ausreichend.

Nach Kokkari läuft man an der Strasse entlang ca. 10 Minuten. Viele Restaurants hatten die Saison schon beendet, es war Ruhe eingekehrt in dem netten Örtchen und so konnten wir vor einem kleinen Kaffe jeden Abend noch die letzten Sonnenstrahlen auf Liegen am Kiesstrand genießen.

Ich habe selten so einen blauen Himmel, so türkisfarbenes Wasser und eine im Oktober noch so grüne Natur gesehen. Aus diesem Grunde muss ich zugeben, habe ich vor lauter Radeln und gucken so manchen Ortsnamen vergessen. Ich kann Euch nur sagen: Samos hat so manchen Höhenmeter, aber es lohnt sich!!

Die Einsteigertour an der Küste entlang und die Tour nach Samos-Stadt ist von jedem zu schaffen. Zweitere haben wir zu viert noch um eine Schleife (aufgemalt auf einer Serviette) verlängert und sind zu einem herrlichen Strand gefahren.

Wenn man allerdings die anderen Touren mitfährt, sollte man sich vor Schweiß nicht fürchten. Belohnt von herrlichen Aussichten tritt man sich nach oben, um dann entweder auf der Strasse oder durch Gelände (durch viele kleine Bachläufe) wieder an die Küste zu kommen und sich mit einem leckeren Eis zu belohnen.

So erreicht man Vourliotes, Manolates und so manches Dörfchen über ein paar Rampen, die es in sich haben. Da schmeckt selbst mir der von Mario zur Belohnung spendierte Ouzo für die erfolgreich erzwungene „Ouzo-Rampe“. Aber ich muss zugeben: Da gibt´s  noch Steilere auf den Strecken.

Selbst am freien Tag bin ich mit zwei anderen netten Bikern Rad gefahren. Per Serviette wurden wir wieder durch die Landschaft geführt und haben die Zeit genutzt, tolle Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen.

An der wöchentlich angebotenen Jeeptour wollte ich ursprünglich nicht teilnehmen. Aber da sich fast alle dazu entschlossen, mir die Gruppe schon ans Herz gewachsen und Mario stets um Sicherheit bemüht war, traute ich mich schließlich doch. Und ich muss sagen: Alle 5 Minuten musste ich meine Brille entstauben, damit ich etwas sehen konnte. Aber was ich dann sah war toll. Schon wieder herrliche Aussichten, aber diesmal vom zweithöchsten Berg der Insel und Mittagessen mit Blick über´s  Meer.

Und kaum das ich da war, war die Woche schon wieder um. Und von 27 sonnigen Graden ging es geradewegs in das 9 Grad kalte, graue Deutschland. Jetzt hatte es der Herbst doch geschafft.

Samos, vielleicht komme ich mal wieder und vielen Dank an Mario, Simone und meine netten Mitbiker.

Svenja

Ein Gedanke zu „Samos im Oktober

  1. Christian

    Hallo Svenja,

    Dein Reisebericht und Deine Fotos machen richtig Bock auf Samos!

    Mario habe ich in Davos kennen und lieben gelernt und auch er schwärmt nur so von „seiner Insel“ 😉

    Samos steht auf jeden Fall ganz oben auf meiner Urlaubs-Wunschliste – jetzt noch mehr!

    Viel Grüße unbekannterweise,
    Christian

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