4. Juli 2013

Samos Juni 2013 – „leider geil“

Reisebericht von Silke Kröger (silke-koeln at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda auf Samos, Griechenland

Wem die Überschrift suspekt vorkommt, der hat Mario offensichtlich noch nicht kennengelernt. Obwohl das Samos-Urgestein bereits im10. (!) Jahr im Auftrag von Frosch auf der Insel Samos untwegs ist. Vor 6 Jahren hatte ich bereits zum ersten Mal die Gelegenheit, Mario und die Insel zu „genießen“.

DAS TEAM

Marios Sprüche sind legendär. Für Einige waren seine abendlichen Ansagen so spektakulär, dass sie darüber sogar Videos drehten.

Aber Mario ist nicht nur ein guter Entertainer, sondern auch ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Samos. Dass er immer einen guten Tipp für das beste Eis, den frischesten O-Saft und das leckerste Stiffado hat, wurde ja schon mehrfach berichtet. Und dass seine Rad-Touren oft rein zufällig an der Eisdiele enden, wundert auch keinen mehr. Zusätzlich gibt er aber auch hilfreiche Hinweise zur Insel, bspw. zu einem besonders schönen Strand, einem besonders lohnenswerten Ausflugsziel etc.

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Marios eindeutig bessere Hälfte J ist in dieser Saison Tanja.

Tanja mimt u.a. den Wanderguide und ist eine herzensgute Seele! Der Spitzname „Tanja-Piranha“, den Mario ihr verpasst hat, passt nun so gar nicht zu diesem lieben, ruhigen Wesen, das das perfekte Pendant zu Mario bildet.

Mit viel Engagement geht Tanja nicht nur ihre Wanderungen an, sondern bietet daneben ein Fitness-Programm mit Aqua-Fit und Bauch-Beine-Po sowie Entspannung in Form von Massage.

Trotz allem Spaß an der Sache nehmen Mario und Tanja die Anliegen der Gäste sehr ernst und kümmern sich umgehend um auftretende Probleme. In meinem Zimmer war die Klimaanlage defekt. In Null Komma Nichts war zunächst die Hotelleitung, als man hier nicht weiterkam der Installateur beauftragt. Als auch das nichts nützte, konnte ich problemlos das Zimmer wechseln und die Kosten für die Klimaanlage wurden auch noch erlassen. Wenn das kein Service ist!

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DER ORT KOKKARI

Insbersondere der Ort Kokkari, den Frosch als Standort auf der Insel ausgesucht hat, gehört für mich zu den charmantesten Dörfern Griechenlands. Viele nette Cafés und Bars, ansprechende Tavernen und Restaurants, viele davon direkt am Strand oder im Hafen laden zum Verweilen ein. Herausgeputze Häuschen, üppiger Blumenschmuck und die zweifellos hübscheste Landzunge der Welt J bieten unendlich viele Fotomotive.

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Da Kokkari so überschaubar ist, wird man von vielen Leuten wiedererkannt oder trifft jemanden, mit dem man vorher in der gleichen Taverne beim Essen saß, später beim Cocktail in einer Bar wieder. Die Menschen sind sehr freundlich, so dass man schnell ein vertrautes, nahezu „heimeliges“ Gefühl bekommt.

Isst oder trinkt man etwas in den Lokalen, können die Liegen und Schirme am Stadtstrand kostenlos genutzt werden. Marios zweites Wohnzimmer ist hier die Sailing Bar.

Mein persönlicher Favorit ist das Café del Mar, nur etwa 3 Häuser weiter: chillige Musik, lounchige Möbel, ein überragend freundlicher Kellner und sensationell gute Smoothies – was will man mehr.

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Einige Mitreisende bevorzugten das Taj Mahal, das mit einer sehr schönen Einrichtung besticht; in der Odyssey-Bar gab es die günstigsten Cocktails. Der Cuba Libre hier war der Beste, den ich auf Samos getrunken habe J.

DAS ABENDPROGRAMM

Wir haben fast jeden Abend die Gelegenheit genutzt, nach dem Essen im Garden-Restaurant noch den Ort zu besuchen. Sei es „nur“ noch auf einen Cocktail oder um das ebenfalls vom Team angebotene abendliche Rahmenprogramm wahrzunehmen.

Mein Highlight war mittwochs der Tanz auf der Platia. In Sommerstimmung mit Einheimschen und anderen Touristen teils barfuß auf einem Dorfplatz zu tanzen fühlt sich für deutsche Füße richtig nach Urlaub an!

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Aber auch der freitägliche Tanz in der Sailing-Bar, bei dem Mario zusätzlich als DJ fungiert, brachte einen hohen Spaßfaktor.

Montags bot das Team einen „Bottle-Abend“ an. Dieser fand alternativ am Strand oder hoch oben an der Kapelle mit traumhaftem Blick über Kokkari und auf die türkische Küste statt.

Allein an dieser Beschreibung dürfte schon deutlich werden, wo meine Präferenz lag. Da ich es schon vor 6 Jahren an der Kapelle so wunderbar fand, musste Mario meinem vehementen Drängen zu dieser Wiederholung nachkommen J.

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DIE VERPFLEGUNG

Frühstück gibt es täglich im Hotel. Mit mehreren Sorten Wurst und Käse, Frühstücksflocken, Marmelade, Honig, Tomaten, Gurken und Obst lässt sich gut in den Tag starten. Besonders gerne gesehen war das Vollkorn-Brot, dass die Deutschen ja häufig im Urlaub vermissen.

Als zusätzliches „Bonbon“ macht Xenia, die gute Seele des Hauses, am Wochenende Crepes und und unter der Woche ab und an Spiegeleier.

Von Montag bis Freitag wird das Abendessen im Garden-Restaurant eingenommen. Ich habe meist das vegetarische Gericht gegessen und war insgesamt mit dem Essen sehr zufrieden. Insbesondere war ich begeistert von den Getränke-Preisen! Nach 12 Tagen hatte ich eine Rechnung über gerade mal knapp 50€; da kann man wirklich nicht meckern. Und da war durchaus das ein oder andere Glas Wein oder Bier dabei.

Samstag und Sonntag hat man die Möglichkeit, eines der vielen Lokale in Kokkari oder dem Umland zu testen. Auch hier kann man selbstverständlich auf Marios Tipps vertrauen. Will man es aber trotzdem wagen, etwas anderes auszuprobieren, kann ich das Manolis am Dorfplatz empfehlen. Hier sitzt man nicht am Wasser sondern in einer kleinen Gasse und der Laden sieht von außen eher wie ein Imbiss aus – aber hier gibt es bodenständiges griechisches Essen sehr lecker zubereitet. Die Fleischesser sollten den Grillteller versuchen; ich selbst war von den „Gigantes“, den weißen Riesen-Bohnen in Tomatensoße begeistert.

Und wenn man wie ich nach 9 Tagen griechischem Essen einfach mal was anderes braucht, kann ich das thailändische Restaurant empfehlen. Echt lecker und eine sehr amüsante englische Inhaberin.

DIE WANDERUNGEN

Meine liebsten Wanderziele waren Manolates und Vourliotes.

Manolates verzaubert durch das schöne Ortsbild und die kleinen Lädchen mit Kunst-Handwerk. Insbesondere Frau kann hier in wahrsten Sinne des Wortes das ein oder andere Schmuckstück finden.

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Loukas-Taverne, die von den Fröschen gerne besucht wird, besticht besonders durch die schöne Aussicht. Auch die hausgemachte Limonade wird häufig empfohlen. Nur wenn man den Inhaber nach dem auf Samos allseits beliebten frisch gepressten Orangensaft (Fresh Orange Juice) fragt, bekommt man die Anwort: „Yes, it´s fresh, but out of the tetra pack“ J.

Vourliotes gewinnt durch die Platia – und den Stopp bei Eleni! Wer typische Küche aus Samos kosten möchte, sollte unbedingt das Bouyourdi probieren. Tomaten mit Schafskäse, Zwiebeln und Paprika in scharfem Öl – einfach großartig!

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Besonders schön sind die Wanderungen, wenn man für mindestens eine Strecke das Nachtigallental nutzt. Im Schatten unter Bäumen verschiedene Bäche zu überqueren macht doch gerade in den heißen Monaten besonders viel Laune.

DIE JEEP-SAFARI

Da ich nicht Rad fahre, habe ich mit Mario nur (wiederholt) die Jeep-Tour absolviert. Und wie schon beim ersten Mal war nicht nur ich, sondern auch die anderen Beteiligten absolut begeistert!

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Auf der Jeep-Safari bekommt man die Gelegenheit, Teile von Samos zu sehen, die man auf eigene Faust nie finden würde. Ich kenne einige griechische Inseln und das griechische Festland und bin der Meinung, dass Samos hinsichtlich des Reichtums und der Abwechslung an Vegetation und Landschaft zu den schönsten Flecken Griechenlands gehört.

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DAS SURFEN

Ein persönlicher Höhepunkt meines Urlaubs waren 2 Surfstunden mit Surf-Legende Rob Horne.

Frosch unterhält in Kokkari Kontakte zur örtlichen Surfstation, an der Surfbegeisterte geeignetes Material und relativ sicheren Wind finden können.

Für Anfänger ist das Revier nur bedingt geeignet, da meist zu viel Wind und Wellen.

Rob Horne war ab dem 25.06. als Surflehrer gebucht, aber schon einige Tage früher angereist. Das bot die Möglichkeit, ihn einfach mal auf Unterricht anzusprechen, den Rob auch einrichtete, wenn Zeit, Wind und Wellen es zuließen.

Mit den Anfändern fuhr Rob an einen Strand im Nachbarort, an dem die Bedingungen deutlich einfacher waren. Seine jahrelange Erfahrung war ihm von der ersten Sekunde anzumerken, so dass ich nach nur 1,5 Stunden in und auf dem Wasser bereits gute Fortschritte gemacht hatte.

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FAZIT

Mein erster Samos-Urlaub vor 6 Jahren war auch meine erste Reise mit Frosch. Bis heute betrachte ich diesen als einen der genialsten Urlaube, die ich je gemacht habe. Die Erinnerungen waren so lebhaft, dass ich noch genau wusste, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet.

Der diesjährige Urlaub hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Insel, Bewohner und Team waren noch genau so positiv, wie ich es beim ersten Mal erlebt hatte. Daher bin ich sicher, dass es auch nicht mein letzter Urlaub auf Samos war!

3 Gedanken zu „Samos Juni 2013 – „leider geil“

  1. Roland

    Hallo Silke!
    Schönen DAnk für den tollen Bericht. Kann mich da in allen Punkten, bis auf das Surfen, anschließen.
    Viele Grüße
    Roland

  2. Edeltraud

    Hallo Silke,

    ich war zwar nicht mit Frosch auf Samos, ziehe dies aber für die nächste Zeit in Betracht.
    Eines muss ich jedoch sagen, alles was du über die Insel, die Orte und die Leute dort schreibst entspricht der Wahrheit, ich war bereits selber 11 mal auf Samos in Kokkari.
    Wer das nicht gesehen hat hat das Beste von Griechenland versäumt.

    LG Edeltraud

  3. Viola

    Ja, Samos ist meine Lieblingsinsel. Ich war schon ein paarmal da. Mit Frosch zweimal ansonsten 5 Mal privat.

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