17. Juli 2009

Natur pur

Reisebericht von Oliver (oliwin200 at yahoo.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Le Quattro Lune, Golf von Orosei – Sardinien

So könnte man den Eindruck einer einwöchigen Froschreise nach Sardinien zusammenfassend wiedergeben. Die Insel besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft und eine Küste, an der sich Sandstrände und Felsformationen eindrucksvoll abwechseln. Hier findet man Ruhe und Muße, um die Seele baumeln zu lassen.

Immer wieder Nuraghen
Wanderungen mit Badestopps waren ein Muss bei diesem Urlaub. Immer im Gepäck waren als Proviant die Paninis, die man sich im Hotel-Supermarkt mit Käse oder Schinken aus der Umgebung belegen lassen konnte. Bei unseren „Streifzügen“ sind wir immer wieder auf sogenannte Nuraghen gestoßen, welches prähistorische Turmbauten der Bonnanaro-Kultur sind. Von den als Burgen, Grabbauten oder Kultstätten gedeuteten Bauwerken gibt es ca. 7.000 Stück auf Sardinien. Somit kamen auch die Geschichtsfans bei diesem Frosch-Urlaub auf ihre Kosten.

DSC05192-Gigantengrab

Orosei – eine Altstadt mit Reiz
Wo es sich zu wandern lohnt, macht es natürlich auch Sinn mit den Frosch-Mountainbikes zu radeln. Eine Einführungstour führte uns zur nächst größeren Stadt namens Orosei. Dort sollte man sich nicht nur mit Eisessen begnügen, sondern auch die engen Gassen der sehenswerten Altstadt mit ihren alten Kirchen, schönen Villen und einer kleinen Burg besichtigen. Der höchste Punkt der Stadt bietet einen herrlichen Ausblick über die Ebene bis zum Meer. Hochfahren lohnt sich. Ein abendlicher Besuch ist auch interessant, jedoch fehlt eine Busverbindung, so dass man auf das Taxi oder andere Alternativen zurückgreifen muss.

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Auf den Spuren von James Bond
Sardinien lädt auch dazu ein, Ausflüge zu machen. So zum Beispiel an die bekannte Costa Smeralda im Nord-Osten, die ihren Namen von der smaragdähnlichen Farbe des Wassers hat. Dort findet man eine stark zerklüftete, aber reizvolle Küste mit vielen schroffen Felsen und auch einige feine Sandstrände. Sogar Szenen des James Bond-Klassikers „Der Spion, der mich liebte“ wurden hier gedreht.

Zu „Besuch“ bei Aga Khan
Unser erstes Ziel an der Costa Smeralda war das an einer wunderschönen Bucht gelegene Porto Rotondo – ein kleines, jedoch bekanntes Touristenzentrum. Besonders schön ist die Küstenstraße Panoramica, von der aus wir einen atemberaubenden Rundblick über das blaugrün schimmernde Meer, steil abfallende Klippen, vorgelagerte Inselchen und Hügelsilhouetten hatten.
Die nächste Sehenswürdigkeit war das ca. 3500 Jahre alte Gigantengrab von Coddu Vecchiuo oder anders ausgedrückt eine Megalithbegräbnisstätte mit einer großen Portalstele.
Der Ismaelitenprinz Aga Khan, der Oberhaupt der mohammedanischen Ismaelitensekte ist, kaufte in den 1960er Jahren große Teile der Costa Smeralda von Schafhirten. Dadurch wurde bis heute verhindert, dass sich Bausünden, Umweltzerstörung und Massentourismus breit machten. An der Costa Smeralda darf kein Gebäude mehr als drei Stockwerke hoch sein und muss sich in die Landschaft einfügen. Nicht zu übersehen war bei unserem Ausflug, dass sich Porto Cervo als Urlaubsort des internationalen Jet-Sets etabliert hat. Dementsprechend hochpreisig sind die Waren und Dienstleistungen. Große Parkanlagen, elegante Geschäfte und mondäne Szenetreffs bestimmen das Ortsbild. Ein Bummel zum Hafen, um die schönen Yachten zu bewundern, war ebenso obligatorisch für uns, wie ein Besuch der Stella Maris, eine kleine Kirche, die ein kostbares Gemälde hütet.

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Oasen gibts nicht nur in Wüsten
In der Nähe der Hotelanlage befindet sich ein Naturpark, der uns zu einer Radtour animierte. Die schattenspendenden Pinienwälder machten das Biken angenehm. Immer wieder gibt es Abzweige, die zur Küste führen. Diese als (Bade-)Oasen 1-5 bezeichneten Sandstrände sollte man nicht versäumen. Wenn man Glück hat, ist man alleine und erlebt einen Hauch von Südsee. Am Ende des Parks gibt’s dann aber auch eine Bar, an der wir das gute sardische Bier Ignusa tranken. Und genau jenes Bier hat uns auch den Abschied von Sardinien bei unserer Abschlussparty auf der Hotelterrasse etwas leichter gemacht.

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Festzuhalten bleibt, dass das Frosch-Ziel Sardinien zum Relaxen, Sporttreiben und die Landschaft genießen bestens geeignet ist.

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