7. August 2012

Sardinien vom 19. Mai bis 01. Juni 2012

Reisebericht von Viola und Christian Schmitz (Schmitz49 at t-online.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Le Quattro Lune auf Sardinien, Italien

Das zweite Mal mit Frosch Urlaub machen. Dieses Mal nicht Samos, wo es wunderschön war, sondern Sardinien.

Unser Flug von Köln/Wahn nach Olbia ging um 05:00 Uhr. Nach einer Stunde und 45 Minuten landeten wir. Jetzt hieß es Abschied nehmen von meinem Mann, denn er fuhr zur Marina zum Segeln.

Für mich und noch zwei Neuankömmlinge, Marina und Andreas,  ging es mit dem Hoteltransferbus (60 Minuten Fahrt) nach Orosai in das Hotel Le Quattro Lune.

Dort wartete schon Anna, unsere Reiseleiterin, auf uns. Sie führte uns durch die Hotelanlage, die einen gepflegten Eindruck machte. Es gab einen Kinderspielplatz, ein Volleyballspielfeld und einen großen Pool. Weiterhin einen Minimarkt und an den Speisesaal angeschlossen eine Bar. Nach dem Rundgang  gingen wir frühstücken.

Mein Zimmer war noch nicht fertig, also wanderte ich zum Strand. Dort angekommen, dachte ich, bin ich hier richtig? Kein Mensch, keine Liegen, keine Sonnenschirme. Nur eine starke Brandung erwartete mich. Ich kletterte über ein paar Felsen und wurde vom Meer mit einer kalten Gischt begrüßt. Der nächste Strand war auch leer. Ich wanderte wieder zurück und bekam den Schlüssel für mein Zimmer. Das Bett hätte etwas weicher sein können. Es war ein einfacher Kasten ohne Lattenrost und knarrte fürchterlich. Der Schrank ließ sich nicht schließen. Die Badezimmertür klemmte.

Da mein Mann erst eine Woche nach dem Segeln ins Hotel kommt, teilte ich mir das Zimmer mit Anja, die am späten Nachmittag ankam.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, mussten wir feststellen, dass es nur einen Zimmerschlüssel gab. Anna versprach uns für Montag einen zweiten. Dann ging es zum Abendessen. Es gab zwei Menüs mit drei Gängen. Für mich reichte schon ein Gang, denn es gab reichlich. Froschgäste hatten im Speisesaal einen Gemeinschaftstisch und man konnte sich über die Erlebnisse des Tages austauschen.

Nach dem  Essen schnell durch den Regen ins Zimmer, es wurde richtig ungemütlich. Anna besorgte mir, auf meine Bitte, eine zusätzliche Decke, denn mir wurde es zu kalt im Zimmer. Trotzdem hatten wir Mückenbesuch, nicht zu knapp. Es war kein Insektengitter am Fenster. Anja ging nachts auf Mückenjagd, manchmal hatte sie Erfolg.

Am Sonntagmorgen immer noch Regen. Ich kaufte mir im Minimarkt einen einfachen Regenponcho und einen Adapter für die italienische Steckdose, denn der Stecker von meinem Föhn passte nicht. Mit so viel Regen hatte ich nicht gerechnet.  Ich stellte fest, die Reisetasche war von mir falsch gepackt, ich hätte eine Regenjacke und mehr warme Sachen mitnehmen sollen. Weil es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.

Zum Begrüßungscocktail sind wir in die Bar gegangen, nicht auf die Sonnenterrasse, wo Anna und Carsten sich und das Programm für die nächste Woche vorstellten. Anna war für die Wanderer zuständig und Carsten für die Biker. Ich entschied mich fürs Wandern. Anja, Marina und Andreas wollten abwechselnd Biken und Wandern. Es gab noch Vorschläge für einige Ausflüge, die man mit dem Veranstalter Keya machen konnte, falls sich genug Teilnehmer melden. Das wurde extra abgerechnet.

Nach der allgemeinen Einweisung der Biker und Wanderer nahm ich an der Schnupperwanderung teil und stellte fest, es ging über Felsen und kleine Pfade von einem Strand zum anderen, das kannte ich schon von gestern. Nur ging es heute ein bisschen weiter, bis zum „Schweizer Strand“. Der heißt so weil dort ein Schweizer Hotel ist. Dort gab es Liegen und Sonnenschirme, aber weil es wieder regnete waren nur einige Mutige im Meer schwimmen.  Wir sollten an der Mirragobar die Biker treffen, aber die sind gar nicht gekommen, weil es einfach zu nass war.

Nachmittags sind wir nach Orosai gefahren (Transfer 7,50 Euro) wo eine Prozession mit blumengeschmückten Fischerbooten zum Fluss stattfand. Die Dorfbewohner hatten die Straße mit Blütenblättern geschmückt. Das sah wie ein bunter Teppich aus. Nachdem die Boote ins Wasser gelassen waren und die Ruderer gegen Wind, Strömung und Regen ankämpften, wanderten wir am Fluss entlang, eine gute Stunde zur Kirche, dort wartete Carsten auf uns, um uns in Hotel zurück zu fahren.

Am Montag regnete es immer noch, also fiel die Wanderung nach Cala Luna aus. Anna und Carsten waren ratlos. Der schöne Plan fiel buchstäblich ins Wasser und es gab keine Alternative. Abends um 19:00 Uhr vor dem Abendessen wurde der Plan für den nächsten Tag besprochen. Aber was konnte man bei dem unberechenbaren Wetter schon planen?

Dienstag wurde das Wetter etwas besser, aber der Wind war zu stark um nach Cala Luna zu fahren. Es war nach der Wanderung geplant mit einem Boot zurückzufahren, doch dafür war der Seegang zu hoch. Also ging ich zum Schwimmen in den Pool und dann spazieren.

Mittwoch sind wir mit einer kleinen Gruppe zum Biderosa-Naturschutzpark gefahren (Transfer 6,00 Euro Eintritt 1 Euro) und hoch zum Monte Tuttavista gewandert. Dieses Mal wurden wir vom Regen verschont. Es war von oben ein ganz toller Ausblick auf das Meer, den Fluss, die Berge und den See. Unten der Strand hatte herrlich weißen Sand, aber zum Schwimmen war das Wasser zu kalt.

Donnerstag wanderte ich alleine zum „Schweizer Stand“ und verbrachte dort den ganzen Tag. Man konnte unbesorgt schwimmen gehen. Es waren Rettungsschwimmer anwesend.

Freitag wollte ich am Pool bleiben, aber lange hält man es auf den ungemütlichen Plastikliegen nicht aus. Also ging ich schwimmen und dann wieder in mein Zimmer zum Lesen.

Samstag war für Anja der Urlaub zu Ende und wir verabschiedeten uns. Ich hatte ja noch eine Woche und hoffte auf Sonnenschein und Wärme.

Nachmittags kam dann mein Mann von seinem Segeltörn  ins Hotel.

Die nächste Woche konnten die Wanderungen und Ausflüge stattfinden, was die Wanderer und Biker sehr gefreut hat. Mein Mann und ich verbrachten den Rest des Urlaubs dann am Hotelpool und an der Bar.

Zusammenfassung: Das Wetter war unberechenbar und die Reiseleitung ziemlich ratlos, was alternativ zu den Wanderungen oder Ausflügen angeboten werden konnte.

Die Hotelaußenanlage ist gepflegt. Der Ausblick ist sehr schön zum Meer und zu den Bergen hin. Der Strand ist nicht gerade vor der Haustür. Das Dorf Orosai liegt acht Kilometer entfernt. Es gibt zwar einen Busfahrplan, die Busse kommen aber nicht zu den Zeiten die angegeben sind. Zu den Wanderungen muss immer ein Kleinbus mit Fahrer vom Hotel oder von Frosch gegen Gebühr genommen werden.

Wer weder wandert noch mit dem Fahrrad fährt, ist hier fehl am Platz. Die Terrasse der Hotelbar ist auch nicht sehr einladend mit den Plastikstühlen. Wenn es schon Plastikstühle sein müssen, dann doch bitte mit Kissen. Die harten Kunststoffliegen am Pool könnten auch eine Auflage bekommen oder gegen andere ganz ausgetauscht werden.

Bei Anna möchte ich mich ganz herzlich für ihre Fürsorge bedanken. Ohne sie hätte einiges nicht so gut geklappt. Was mir an Froschreisen so gut gefällt ist die Kameradschaft in der Gruppe.

Für den nächsten Urlaub haben wir wieder Samos gebucht. (Natürlich wieder mit Frosch Sportreisen)

Reisebericht von Viola

4 Gedanken zu „Sardinien vom 19. Mai bis 01. Juni 2012

  1. Herr Bert

    Das kann ich alles gar nicht nachvollziehen.
    Es macht mich sogar traurig zu lesen, dass in diesem Bericht alles so negativ dargestellt wird.
    Ich war zur selben Jahreszeit dort, auch 2 Wochen und es war absolut traumhaft.
    Wetter von den Temperaturen genau richtig, die angebotenen Touren waren sehr abwechslungsreich, die Eindrücke habe ich immer noch deutlich vor Augen.
    Und die Strände sind einfach nur traumhaft!
    Man sollte sich von diesem Bericht nicht abschrecken lassen und auch die anderen Berichte lesen. Wenn es nicht noch so viele andere schöne Gegenden zu entdecken gäbe, würde ich direkt nochmal dort Urlaub machen!

  2. Sanne und Gabi

    Teilweise hat Viola Recht, was die Bar und die Liegen im Hotel angeht. Die Liegen müßten wirklich ausgetauscht werden, da fast alle dicke Risse im Oberteil haben.
    Das Hotel war sehr ruhig, was aber daran lag, das wir die letzte Woche der Saison 2013 erwischt haben und wir nur noch mit 20 Leuten vor Ort waren.
    Trotz der geringen Anzahl der Froschreisenden, haben sich Claudia und Fabian (Reiseleitung) wirklich sehr viel Mühe gegeben. Es gab jeden Tag ein Programm, welches am Abend vorher besprochen wurde. Jedem blieb selbst überlassen, ob er an dem Programm teilnimmt oder auf eigene Faust etwas unternimmt. Besonders schön fanden wir das gemeinsame Abendessen. Das Essen war wirklich gut und reichlich.
    Unser besonderes Lob geht an Claudia und Fabian, die uns fast rund um die Uhr sehr lieb und nett betreut haben. Auch die Flexibilität der Ausflüge und das Anfahren der Eisdiele nach den Auslügen war wirklich toll.
    Wir denken, Frosch-Reisen kann sich glücklich schätzen, das sie so tolle Leute auf Sardinien vor Ort haben.
    Ich kann diese Reise nur weiterempfehlen!!

  3. Viola

    Sardinien ist ein Traum, aber nichts für Party-Leute. Zum Glück. 🙂 Die sind wirklich besser in Korfu aufgehoben. Leider gibt es oft Party-Leute in der verkehrten Destination, die einen dann mit schlechter Laune in den Ohren hängen.
    Also Party-People, bucht Korfu.

  4. Susanne

    Also die Liegen sind jetzt ausgetauscht. Die neuen haben ein blaues, feines Kunststoffgewebe, einen beweglichen Kopfteil mit Sonnenschutz. Habe ich allerdings nur einmal ganz kurz genutzt, kann zur Bequemlichkeit also nicht viel sagen, habe aber keine Beschwerden.

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