12. November 2010

Sarti im Oktober

Reisebericht von Ludger Voßkamp  [Luvoss at t-online.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Pontos in Sarti, Griechenland

Noch einmal Wärme und Sonne im Oktober tanken und viel Sport treiben, das waren meinen Intentionen, als ich mich für die letzte Oktoberwoche in Sarti anmeldete. Während der Fahrt vom Flughafen zum Hotel Pontos regnete es jedoch in Strömen und unser Fahrer berichtete vorsichtig, dass die Gruppe der Vorwoche nicht gerade vom Wetter verwöhnt gewesen sei. Bei der Ankunft im Hotel gegen 20 Uhr wunderte ich mich dann auch nur kurz über das aufgestellte Schild „Attention – wet floor!“ zwischen Essensterrasse und Haus. Es war nicht noch einmal kurz vor dem Abendessen gewischt worden, nein, dafür hatte Petrus gesorgt. Eine zweite Überraschung (na ja, aufgrund des Ferientermins nicht wirklich): Beim Abendessen stellte sich heraus, dass ich von meinesgleichen umgeben war, also Paukern. Shit happens! 😉

Das Hotel Pontos

Die Unterkunft entsprach meiner Vorstellung, so wie ich sie mir nach Fotos und Beschreibungen im Reisekatalog gemacht hatte. Und als dann ab dem dritten Tag die Sonne immer häufiger schien und an den letzten beiden Tagen auch dauerhaft, wirkten die unterschiedlichen Farben des Hotels, der Grünanlagen (Schildkröten inklusive) und des Pools im Herbstlicht der tiefer stehenden Sonne besonders kräftig. Ausgesprochen schön ist die Poolbar mit Blick auf das blaue Wasser. Das Frühstück und das Abendbuffet waren reichhaltig und schmackhaft. Zum Strand sind es nur ein paar Meter und die Surfbasis mit Kanuausleihe ist auch nur einen Katzensprung entfernt.

Die sportlichen Aktivitäten

Mein sportliches Interesse galt hauptsächlich dem Mountainbiken. Bis auf die Schnuppertour (Dauerregen) konnten alle Touren stattfinden. Ein Regenschutz war allerdings meist notwendig. So bekamen wir während der „Coast to coast – Tour“ bereits vor der Ankunft im Hotel eine kräftige Dusche ab. Diese Tour hat mir ausgesprochen gut gefallen, da wir nicht nur pittoreske Buchten und Inseln („Schildkröteninsel“) gesehen haben, sondern sämtliche Campingplätze, Unterkünfte und Strände verlassen waren und wir die Küste mit einigen Ponys, einem Esel und zahlreichen kläffenden Hunden teilten. Der Anspruch der Touren war leicht bis mittelschwer. Wem das nicht reichte, dem hat Oli Tipps für Touren mit Anstiegen von bis zu 600 Höhenmetern und steilen Rampen gegeben. Die Temperaturen waren übrigens auch für die anstrengenderen Unternehmungen ideal.

Die Kanutour mit Abstecher in eine Fledermaushöhle hat großen Anklang gefunden und in der Goabucht trafen wir dann auf die Wandergruppe, die dann tags darauf ein echtes Adventuretraining hatte, da reißende Bäche mit improvisierten Brücken oder halt barfuß zu überwinden waren.

Ab dem dritten Tag wurde dann nachmittags auf der wunderschön in den Dünen gelegenen Beachvolleyballanlage gespielt, von 2:2 (sehr anstrengend) bis zu 5:5. Ich kam mir schnell vor wie ein paniertes Schnitzel, aber das Meer war ja direkt nebenan.

Die Windsurfer hatten überwiegend „Anfängerbedingungen“ (flaches Wasser und recht schwacher Wind) und konnten daher motiviert üben und so wurden am letzten Abend auch zwei Surfscheine überreicht.

Ferner gab es noch verschiedene Fitnessangebote, z.B. „Bmw“ – Bauch muss weg.

Kulinarische Besonderheiten

Mein persönliches Highlight war die „Joghurtbucht“, die ich insgesamt dreimal besucht habe. Den berühmten Joghurtbecher der „5 Steps to the beach – Taverne“ habe ich zwar nicht probiert, dafür aber ein hervorragendes opulentes Thunfischsteak und gefüllten Octopus genossen. Zu erwähnen sind die unglaublich gut schmeckenden frischen Oliven, die drei Wochen nach der Ernte aufgrund einer speziellen Behandlung einen ganz besonderen Geschmack haben. Sie werden in Salzlake eingelagert und mit Steinen beschwert. Dadurch bilden sich Risse und die Lake macht die Oliven, die frisch geerntet überhaupt nicht schmecken, nicht nur schnell genießbar, sondern zu einer Delikatesse.

Die Gruppe und die Teamer

Von den ca. 55 Gästen waren fast zwei Drittel Frauen, davon die große Mehrheit Lehrerinnen. Mir hat das überhaupt nichts ausgemacht (Letzteres) und ich habe noch nie in einem vorherigen Froschurlaub so zahlreiche, vielfältige und auch tief gehende Gespräche geführt. Die Kommunikationsfreudigkeit der Gruppe äußerte sich dann auch in einer ausgesprochenen Partylust. Der „Welcomeabend“ mit sehr interessanten und kreativen Kennenlernspielen wurde durch Oli hervorragend moderiert (Oli sollte wirklich Lehrer werden!!) und mündete in einer ausgelassenen Partystimmung. So habe ich mich dann zwei Tage später, obwohl ich ein ausgesprochener Verkleidungsmuffel bin, zur „Mottoparty“ hinreißen lassen und mich auch „zum Affen“ gemacht. Dies hätte ich sicher nicht getan, wenn die Teamerinnen und Teamer auf mich nicht einen engagierten, motivierten und fröhlichen Eindruck gemacht hätten, als wenn es die erste Woche der Saison gewesen wäre.

Fazit

Langer Rede kurzer Sinn: Ein rundum gelungene Woche! Unbedingt nach Sarti fahren!

Ludger

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