17. September 2012

Sarti/Chalkidiki: Sarti Beach Sportclub 25.08. – 01.09.2012

Reisebericht von Jörg Balczun
FROSCH Reiseziel Sportclub Sarti-Beach, Sarti – Griechenland

Nach der fantastischen Bike-/Wanderwoche im Mai auf Kreta beschleicht mich das Gefühl, diesen Sommer noch etwas Sinnvolles tun zu müssen… Frosch bietet das eigentlich eher an Familien orientierte, neue Sarti Beach, das direkt neben dem Schwesterhotel „Pontos“ liegt,  am Ende der Sommerferien auch für Nichtfamilien an, und das zu erstaunlich guten last minute-Konditionen. Nach kurzer Überlegung und ein wenig Umgebungsrecherche im Internet wird mit Vorfreude auf Biken und Sonne gebucht.

Der Empfang nach der Landung in Thessaloniki läuft reibungslos; wir fahren nach nur kurzer Wartezeit im Kleinreisebus die knapp 2 Stunden nach Sarti und kommen am späten Nachmittag wohlbehalten an. Die Begrüßung durch Hausleitung Don, der auch das benachbarte „Pontos“ führt, läuft zügig, die Zimmer in der sachlich gestalteten Anlage sind schnell verteilt und entsprechen angenehmerweise auch den Fotos auf der Homepage.

Es bleibt Zeit für’s Ankommen und einen Sprung ins Meer, bevor es dann zum Abendessen auf der luftigen, überdachten Terrasse geht. Das Essen wird in typischer Buffetform angeboten und ist ok, die Getränke bringt Ilias an den Tisch, wir haben – Restferienzeit – noch immer überwiegend Familien an den Tischen, kaum Alleinreisende, einige Paare. Nach dem Abendessen dann die Teamer-Ansage mit Programm für den nächsten Tag, und da klar ist, dass gebiked werden soll, ist die rituelle Bike-Einweisung für den nächsten Morgen Pflicht.

Das Programm ist gut aufgeteilt: um die Kids/Jugendlichen kümmern sich 2-3 eigens zuständige Teamer inkl. Parallelprogramm, was die Biketouren dann auch wirklich Biketouren (und nicht Fahrradausflüge) sein lässt – und die Zeiten für die Kinder-/Jugendbetreuung sind so abgestimmt, dass wir neben uns kinderlos angereisten auch den einen oder anderen Elternteil dabei haben können.

Bike-Guide Marco weist am ersten Morgen nach der Ankunft also humorvoll in die Bike-Handhabung ein, und die erste Tour geht inkl. einiger kleineren Steigungen durch’s Hinterland, mit entspanntem Badestopp und dem Getränk dieser Woche, einem „Frappé“ sowie anschließender Einkehr in ein Pita-Restaurant in Sarti (Marco: „hier gibt es die beste Pita, die ich je gegessen habe!“).


Der Nachmittag wird am Strand, der direkt über die kleine Strandstraße hinweg vor dem Hotel liegt, verbracht. Das Team der Beachbar bringt die Drinks an die Liege, die auch jetzt bei fast Vollbelegung immer gereicht haben – keine Handtuchkriege nötig! 🙂

Tag 3: die „Joghurt“-Tour. Wir fahren über den „Hausberg“ mit seinem 100 Höhenmetern und biegen in Sykia in Richtung Küste ab, es geht relativ eben über Asphalt. Das Ziel der Tour liegt in Skala Sikias, heißt „5 Steps in the Sand“ und hat neben seiner Traumlage direkt am Strand und gutem Essen eben auch besagten Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten auf der Karte. 


Nach der Pause fahren wir dann erst einmal entspannt an der Küste zurück und nehmen uns den Hausberg über Sandpiste und ein paar kleinere Rampen vor, bevor es dann bergab wieder zum Beach Club zurück geht.

Der vierte Tag gehört nach einem ausgedehnten Frühlauf dann dem Strand, Einkäufen im Supermarkt, meinem mitgebrachten Lesestoff und der Gewissheit, auch mal ganz und gar nichts tun zu müssen…

An Tag 5 dann endlich die schon erwartete Coast-to-Coast-Tour (Marco: „das ist die wirklich schönste Tour, die ich im Programm habe!“).  Der Transfer zur anderen Küstenseite nach Porto Carras mit den Bikes auf dem Anhänger dauert ca. 45min, es erwartet uns 8 zunächst eine kaum von Autos befahrene, leichte Strecke über Asphalt entlang der Küste mit tollen Aussichten, die einen Mitfahrenden zu einem permanenten „wunderbar!“ bringen 😉 Vorbei an Turtle Island  schlängelt sich die Straße dann zur Las Bandidas-Bar, an der wir einen Frappé-Stopp einlegen und uns bei chilliger Musik überlegen, gleich ganz da zu bleiben – wenn da nicht das Ende des Asphaltes und der Beginn der Sand-/Schotterstrecke mit einigen Steigungen wäre, die uns dann doch reizt und zwischen uns und dem Mittagessen in Porto Koufo liegt. Nachdem wir uns dort dann erneut entschleunigt haben, geht es zum anspruchsvollsten Teil der Tour über: ab Toroni ca. 5,7 km non-stop uphill (ca. 200-250 HM) über Sand/Schotter bei nicht gerade niedrigen Temperaturen Richtung andere Küstenseite auf den Berg. Der Olivenbaum oben spendet willkommenen Schatten, nach und nach trudeln wir alle oben an der „Toroni-Tonne“ ein, um uns dann downhill nach Sykia treiben zu lassen. Insgesamt eine tatsächlich sehr schöne Tour.

Die Goa-Bar, die Richtung Sykia links weg vom Hausberg downhill am Strand liegt, ist Zwischenziel einer selbstorganisierten Tour, die mit 4 von den 5 schon gleich am Anfang kennengelernten Münsteranern an Tag 6 auf dem Programm steht. Die Strecke zur Bar herunter lässt uns ahnen, dass es uphill mal wieder ein wenig zu arbeiten geben wird… aber dafür sind wir ja unterwegs. Und die Bar lohnt es allemal – sie liegt sehr schön in einer kleinen Sandstrand-Bucht, links und rechts von Bergflanken eingerahmt, die Bar selber ist sehr entspannt… ein unbedingter Tipp. Wir entscheiden uns irgendwann nach einem – richtig – Frappé! zum Weiterfahren und kehren noch einmal im 5 Steps in the Sand ein, fahren dann die schon beschriebene Rückstrecke der Joghurt-Tour und lassen den Abend an der Beach-Bar ausklingen (an der Qualität der Mojitos muss dort allerdings noch gearbeitet werden!)

Letzter Tag – was tun? Kein Programm, was uns lockt; Kajakfahren und Aquajoggen wollten wir nicht. Marco hatte irgendetwas von einer Adveture-Biketour erzählt, die aber nur alle 14 Tage stattfindet…nach kurzem Austausch sind wir uns einig: 550 Höhenmeter über 8km am Stück rauf und dann wieder am Stück runter sind das, was uns gefehlt hat.  „Wir“ sind dann 2 Frauen und 2 Männer, die sich hinter dem Pontos in die Berge schlagen und nach einem non-stop-Anstieg über traumhafte Strecken den Ausblick auf Küste und den gegenüberliegenden Berg „Athos“ genießen. Oben treffen wir nach ewig nichts und niemand urplötzlich auf eine Jeepkolonne mit etwas bewegungsunwilligeren Fototouristen 😉 und einen einsamen Guide, der sich dort oben herumirrend einen Rundwanderweg sucht…wir lassen uns downhill bis Sykia rollen, unterwegs von Ziegen begleitet und  bei einem kühlen Bier grinsend die Strecke Revue passieren lassend, um dann „kurz“ noch über den Hausberg wieder nach Sarti zurückzufahren.

Fazit: auch nicht-familienreisend ist man im Familienhotel Sarti Beach gut aufgehoben. Die Location liegt schön (sehr grün für Griechenland, schöner Strand),  das Bike-Programm ist gut aufgebaut, wer mehr möchte, kann dies problemlos auf eigene Faust tun. Die angebotenen Wanderungen, Kajaktouren und die eine Bustour sahen auch gut aus, (nicht nur) hitzebedingt allerdings war die Entscheidung für’s Biken klar. Abends gibt es im Dorfkern von Sarti genügend Möglichkeiten, sich in Restaurants und Tavernen umzusehen, und auch wenn der Anteil an Alleinreisenden klein ist und man eher auf mehr unter sich bleibende Paare, Familien und Singles mit Kind trifft, kommen – siehe diese Woche – auch dort einige angenehme Kontakte zustande – Frosch-Atmosphäre eben.

Auch die zweite Griechenland-Woche mit Frosch dieses Jahr war’s somit wieder Wert!

Ein Gedanke zu „Sarti/Chalkidiki: Sarti Beach Sportclub 25.08. – 01.09.2012

  1. Jörg

    Kurze Eigen-Korrektur bei „Tag 5“: die Strecke von Toroni ist nicht „ca. 2km“, sondern 5,7 km non-stop uphill – also nicht ganz so steil.

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