12. Mai 2010

SC Maria Therese – Fassatal, vom 26.03-04.04.2010

Reisebericht von Uwe Mischke (umischke at aol.com)
FROSCH Reiseziel Sportclub Maria Teresa, Dolomiten

Die Hinfahrt begann wie immer in Essen wo der Bus schon 40 Minuten vor der offiziellen Abfahrt auf uns wartete. Nach dem auch die letzten Reisenden eingestiegen waren ging es über Köln nach Frankfurt. Hier mussten wir 1 Stunde auf einen Fahrgast warten da sein Zug aus Berlin Verspätung hatte. Dazu später noch mehr.

Nach einer gemütlichen Fahrt im Schlafbus kamen wir um 10.30 im SC Maria Therese an. Hier wurden wir von Martina und Susanne, die guten und unersetzlichen Seelen des Hauses, empfangen. Wie bei Frosch üblich wurde uns eine Fläche für die Koffer zugewiesen damit wir uns nicht mit den Abreisenden in die Quere kamen. Danach ging es zum Frühstück. Hier erwartete uns  eine Auswahl an Brot, Brötchen, Aufschnitt, Käse, Müsli, Obst also alles was  man für einen guten Skitag braucht. Nach einer kurzen Einweisung des weiteren Tagesablaufes begannen sich die Ersten in der Bar umzuziehen. Es ist doch immer wieder ein Erlebnis wie es geschafft wird auf kleinsten Raum mit so vielen Leuten die Koffer zuöffnen, die Kleidung zu wechseln und anschließend keine fremde Wäsche im Besitz zuhaben. Dann gingen wir zum Skibus und  fuhren die 3 Minuten zur Gondelstation. Direkt in der Nähe liegt der Skiverleih wo wir schnell, freundlich und hilfsbereit bedient wurden. Danach endlich rauf auf die Piste. Um 18.30 stellten sich die Teamer dann alle einzeln persönlich vor. Susanne und Martina die Skireiseleitung, Patrick der Barkeeper, ? und Stephan die netten Küchenhilfen und zur Überraschung aller der Auftritt der Person die uns in Frankfurt solange hat warten lassen, Koch Hans. Gut das wir Freitagnacht so ruhig geblieben sind denn Hans zauberte jeden Abend ein 4-Gängemenue dass an Abwechslung nicht zu überbieten ist. Neue Kreationen für die Geschmacksnerven, Kombinationen die sich der Normalkoch nicht trauen würde.  Man kann auch sagen Erlebnisgastronomie. Hierfür noch mal ein besonderes Lob nach Berlin und danke für die Rezepte.

Jetzt aber wieder zum Abtrainieren auf die Piste. Ein Skigebiet in dieser Größe bietet für jeden eine abwechselnde Skiwoche. Die erste von 4 Skigebietsführungen führte uns über den Hausberg in Alba in den Rosengarten. Eine traumhafte Kulisse und die dazu gehörende Sage bekamen wir abends beim Essen von Susanne erzählt. Hier gibt  es auch die  Trainingsstrecke von Alberto Tomba die einige reizte doch mal zu testen ob hier nicht ein verschlafender Skiweltmeister dabei ist. Nun  es hat sich keiner gefunden aber  Spaß hatten alle. Abends dann, wie schon erwähnt, super Essen und der gemütliche Ausklang in der Bar. Der nächste Tag begann etwas stressig. Die italienischen Skibusse fuhren  ab Montag nur noch im Halbstunden Takt und so passierte es dass an unserer Haltestelle der Bus schon voll war und keiner mehr mitgenommen wurde. Da es beim nächsten Bus auch nicht anders aussah entschloss man sich zu Fuß zur Gondel in Canazei zugehen. Martina stellte aber sofort ihren Wagen zur Verfügung damit die Skier transportiert werden konnten. Auch die anschließende Führung  hatte wieder tolle  Ecken parat so dass man so langsam einen Einblick  bekam wo man sich befand.

Der nächste Tag war dann mal was für die Streckenfresser, einmal die Sella Ronda. Durch die Aufteilung in zwei Gruppen war die von allen wunderbar zuschaffen. Die einen schneller die anderen gemütlich.

Nun hatten wir zwei Tage ohne Skigebietsführung und es bildeten sich kleinere Gruppen die gemeinsam durch die Berge fuhren. Das ist ja das Schöne an den Froschreisen, man kann mit anderen fahren muss es aber nicht. So wurden auch Ecken entdeckt die weiter entfernt liegen und in großen Gruppen schwer von der Zeit zu schaffen sind.

Eine Tour ist aber besonders zu erwähnen. Die große Tagestour nach Lagazuoi. Hierzu wurde die Gruppe in Kleinstgruppen zu 4-6 Personen aufgeteilt da sich so die Strecke von gut 80 km problemlos schaffen lässt. Bei Traumwetter starteten wir um 8.19 Uhr mit dem Skibus. Traumhafte Landschaft wurde durchfahren und der Blick vom Lagazuoi entschädigt für alle Mühen. Am Ende der Talabfahrt warten dann Kutschen mit Seilen die uns die Flachstrecke zogen, ein besonderes Erlebnis. Egal was kommt oder ist, diese Tour ist ein Muss für alle.

Eine Woche ging schnell vorbei und da wir mit dem Wetter nicht immer Glück hatten wollten mein Sohn und ich am Abreisesamstag doch noch schnell auf die Marmolada, der höchsten Erhebung im Gebiet. Gesagt getan. 8.19 wieder in den Bus und dann mit Vollgas los. Um 10.10 waren wir oben und genossen den Blick aus gut 3300 m über die Dolomiten.  Da es ja der letzte Tag für dieses Jahr sein sollte entschlossen wir uns doch noch mal schnell die Sella zufahren  Nach so einem schönen und sonnigen Tag fällt es einem schwer die Tasche endgültig zu packen und in den Bus zutragen.

Nun ein paar Worte zum Allgemeinen. Obwohl die Reise nicht als Familienfahrt ausgeschrieben war bestand die Gruppe aus 25 Erwachsenen und 15 Jungendlichen zwischen 14-18. Und trotz oder gerade wegen dieser Konstellation herrschte eine friedliche und fröhliche Stimmung untereinander. Die abendlichen Froschaktivitäten wurden von allen gerne angenommen. Beim Bowling wären die Teens gerne unter sich geblieben aber auch dort mussten sie einige von uns „ertragen“. Einen Hüttenabend, wie sonst bei Frosch üblich, gab es nicht. Wir gingen, wie sollte es auch anders sein, gemeinsam in eine kleine Pizzeria.

Das von Frosch angemietet Haus hat zwar hier und da ein paar kleine Macken, jedoch nichts was die Reise beeinträchtigen würde. Die Sauna ist zwar sehr klein aber da sie nicht von vielen genutzt wurde war dies auch kein Problem. Leider wurde das Haus verkauft aber wir hoffen das Frosch mit dem neuen Eigentümer sich vielleicht einig wird. Den in diesem Skigebiet sollte Frosch vertreten sein.

Als letztes noch ein Wort zu den Teamern. Alle waren stets darauf bedacht das es uns an nichts fehlte und standen immer mit Rat und Tat bereit. Nach so einer langen Saison noch so engagiert zu sein verdient den höchsten Respekt. An Martina und Susanne ein kleines Dankeschön für die perfekt Führung des Hausen, an Miriam und Stefan für das unauffällige Schaffen im Service, an Patrick für immer gutgemeinte Getränkeempfehlungen und an Hans für mindesten 3 Kilo Mehrgewicht.

Abschlußbemerkung: Das Negative was man über dieses Haus hier und da lesen kann, kann ich nicht bestätigen. Es war im Ganzen ein voll gelungener Urlaub und hoffentlich sieht man sich nächstes Jahr im selben Haus wieder.

Uwe

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