6. Juli 2010

Skiathos – 16.-30.5.2010

Reisebericht von Conny Eissing (Conny.Eg at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Agnadi auf Skiathos, Griechenland

Schon im letzten Jahr ist Skiathos bei meiner Urlaubsplanung in der engeren Auswahl gewesen, obwohl auch mir diese Insel bis dahin unbekannt war.

Aber die Katalogbeschreibung hörte sich einfach gut an! Doch sollte ICH ins kalte Wasser springen und die neue Destination von Frosch testen?! Neee, das hab’ ich dann doch lieber anderen überlassen, und so ging es im letzten Jahr erst mal nach Lesbos.

Aber nachdem die ersten Reiseberichte im Netz standen, war für mich klar: In diesem Jahr auf nach Skiathos! Und es war sooo schön! Aber immer der Reihe nach:

Nach einem langen, elenden Winter war die Vorfreude auf zwei Wochen im sonnigen und warmen Griechenland groß! Auch wenn der Wetterbericht für die ersten sieben Tage mit nur knapp über 20°C und Wolken aufwarten konnte – alles war besser als graue, deutsche 8°C und Regen! Und so konnte man auf dem Hinflug fast das „AHHHH“ von uns Passagieren hören, als der Flieger die Wolkendecke durchbrach und wir die Sonne wiederentdeckten. 🙂

Nach einem reibungslosen Flug, der weder von Vulkanasche noch einem Streik getrübt wurde, erwartete uns schon „Hausmeister“ Hendrik in Volos am Flughafen. Noch gut 30 Minuten Busfahrt zum Hafen und dann drei Stunden mit dem Schiff nach Skiathos. Wobei ich das Schiff eher als Boot bezeichnen würde, was mir persönlich wahnsinnig gut gefallen hat, denn selten bin ich so stilvoll in meinem Urlaubsdomizil angekommen! Allerdings hatten wir einen ganz guten Wind und somit auch einen ganz guten Seegang, worüber der ein oder andere Magen nicht ganz glücklich war… Der Wind sollte uns übrigens in der ganzen ersten Woche erhalten bleiben!

Von Skiathos Stadt ging es dann in knapp 15 Min noch mal per Bus zum Hotel Agnadi und nachdem der Hausberg erklommen war, stand für mich fest: Biken werde ich definitiv nicht! Aber es sollte anders kommen… 😉

Kerstin ließ uns erst einmal in Ruhe bei einer Tasse Kaffee ankommen und bei der Zimmerverteilung gab es dann die erste Überraschung: Statt des halben gebuchten Doppelzimmers wurden meine Zimmergenossin und ich in einer Maisonnette untergebracht! Boah! Von der Terrasse aus war der Ausblick auf’s Meer ja schon ’ne Wucht, aber vom Balkon der 2. Etage war das der Hammer! Dort könnte man ewig stehen und nur gucken!

Und da wir zu zweit in der Maisonnette waren, hatten wir richtig viel Platz. Die DZ waren schon eine ganze Ecke kleiner, aber alles schön eingerichtet. Und wenn man mal im Dunkeln stand, weil die Glühbirne durchgebrannt war oder die Dusche nicht so funktionierte wie sie sollte, war unser „Hausmeister“ immer sofort zu Stelle, um die Problemchen zu lösen.

An der Bar konnte man direkt den ersten 6er-Pack Wasser zum „Ankunftspreis“ erstehen und wurde dann auch sofort von Barmann Patrick in die Kühlschrank- und Eistruhennutzung eingewiesen.

Die Entdeckung des Jahres: „Scandal“ Eiscreme „Pink Yogurt“! So was von lecker! Unbedingt probieren! Ist hier in Deutschland leider nicht zu kriegen… Wer mir das besorgen kann, der hat was gut bei mir! 🙂

Zum Abendessen gab’s das erste Getränk auch bei Patrick an der Bar, wo er einem dann sein Getränke-Zettel-Bon-Tacker-System erklärt hat. Das sorgte im Laufe der Woche auch noch für jede Menge Spaß und ließ Patrick zu kreativen Höchstleistungen auflaufen! 😉

Da es in diesem Jahr zwei Anreisetage gibt, Sonntag (aus Düsseldorf) und Montag (aus Nürnberg) sollte die Welcomeparty erst am folgenden Abend stattfinden, sodass man ohne schlechtes Gewissen früh schlafen gehen konnte. Viele waren ja auch schon seit fast 20 Stunden auf den Beinen.

Nachdem wir dann am nächsten Morgen ein erstes tolles Frühstück (mit ganz viel frischen Obst!) auf der Terrasse genossen hatten, ging es mit Kerstin auf Schnupperwanderung in den Ort. Die vorherige Bikeeinweisung mit Jonas hatte ich vorsichtshalber doch mitgemacht, man konnte ja nie wissen… Und für alle, die jemals ein Rad bewegen wollten, und sei es nur in den Ort, war die Einweisung Pflicht!

Nach dem Stadtrundgang mit allen wichtigen Infos haben wir dann die Biker, die mit Jonas die Schnupperbiketour gemacht hatten, zum Mittagessen getroffen.

Auch die berühmt, berüchtigte Partymeile haben wir uns angesehen. So früh in der Saison wurde noch fleißig gewerkelt und man konnte sich kaum vorstellen, dass dort im Juli/August der Bär steppen soll. Mit viel Vergnügen habe ich in Ortwins Wanderführer (ja, es gibt ihn endlich!) gelesen: „ … ich empfehle, in diesen beiden Monaten die Insel zu meiden, da sie speziell in den Nächten sehr laut ist, mit dröhnender Musik im Außenbereich, bis 6:00 Uhr früh,…“ (zu Ortwin später mehr…)

Nachmittags hat Kerstin dann noch zu einer Nordic-Walking-Runde eingeladen. Ein schöner Rundweg mit einer zum Schluss knackigen Steigung. Dagegen ist das Walken hier zu Hause im platten Münsterland direkt langweilig. 😉

Abends konnten wir auch die „Nürnberger“ endlich begrüßen und waren vorerst komplett. Eine schöne, kleine Gruppe von 23 Fröschen!

Die erste „richtige“ Wanderung unternahm Kerstin mit uns am nächsten Tag und die führte zur Kalamáki-Halbinsel und einmal drumherum. Eine relativ leichte Wanderung mit phantastischen Ausblicken und einer schönen Taverne zum Mittagsstop. Zurück ging es dann wieder zu Fuß, oder wer wollte auch mit dem Bus.

Und nun zu Ortwin, mit dem wir uns am Mittwoch in den Zauberwald aufmachten. Schon so einiges über ihn gelesen war ich jetzt auf das Original gespannt! Los ging es mit einer riesigen Gruppe, denn fast alle wollten mit! Nach einem langen Anstieg in zackigem Schritt auf einer Asphaltstrasse, ging’s auf Erdstrassen wieder bergab bis wir endlich zum Zauberwald (von Ortwin entdeckt) kamen. Über Stock und Stein und Bach ging es durch ein wunderschönes, verwunschenes Stückchen Wald. Und tatsächlich: Sobald sich Ortwin ein Brombeerzweig oder Farnwedel vorwitzig in den Weg schob, wurde ihm kurzerhand mit der Rosenschere der Garaus gemacht. Am Ende des Zauberwaldes erwartete uns dann der Kechriá Strand, auch ein wunderschönes Plätzchen.

An diesem Tag allerdings mit solch einer Brandung, dass man sich nicht vorstellen konnte, dort baden zu können. Nach der Mittagspause in der Strandtaverne ging es zurück zum Agnadi, auch diesmal über schmale Pfade, durch urwüchsiges Grün und wildromantisch wuchernden Farn, fast wie im Dschungel. Da war schon klar, dass ich die Kastro-Tour mit Ortwin in der nächsten Woche auch unbedingt machen wollte. Ortwin muss man übrigens einfach mal selbst kennen lernen, ein Unikum!

Abends blieb die Küche kalt und wir sind mit ein paar Fröschen in Skiathos Stadt in der Diónysos-Taverne gelandet. Sehr zu empfehlen! Ausgeklungen ist der Abend im alten Hafen in einer Bar, bei teuren Cocktails, aber Heizstrahler sei Dank, warm und trocken.

Die für Donnerstag angedachte Traumstrandexkursion ist leider mangels Teilnehmer ausgefallen. Aber da es immer noch recht windig und kalt war, stellt sich die Frage, ob es tatsächlich eine traumhafte Tour geworden wäre… Also hieß das Alternativprogramm für den Tag: Powershopping! 🙂 Was in Skiathos Stadt kein Problem ist. Und es lohnt sich, die Papadiamantistrasse mal zu verlassen und durch die verwinkelten, kleinen Gassen zu ziehen; da verstecken sich eine Menge schöner, kleiner Läden!

Noch ein Wort zum Wetter: Es war nicht so schlecht, wie man jetzt vielleicht den Eindruck hat, von wegen kalter Wind und Heizstrahler. Tagsüber schien fast immer die Sonne, nur der Wind war halt frisch und abends war es dann eben richtig kalt, da musste man auch mal den Fleecepulli rausholen. (Alternative: Warmtrinken an der Bar, funktioniert auch :-))

Die nächste Wanderung mit Kerstin war wieder ordentlich anstrengend, aber gut zu schaffen und führte uns zum höchsten Punkt der Insel auf den 433 m hohen Karafiltsanákia. Nachdem die Ziegen uns Platz gemacht hatten, konnten wir auch das Gipfelkreuz in Beschlag nehmen und die phantastische Aussicht genießen! Wie so oft (die Insel ist halt nicht so groß) trafen wir dort auf die Biker, mit denen wir zusammen etwas später auch in der Platanos-Taverne zu Mittag gegessen haben.

Übrigens konnte man auf der Tour auch Nelly, den „Wanderhund“ kennen lernen. Ein Nachbarshund mit etwas zu kurz geratenen Beinen, dem man im ersten Moment die Gipfelstürmung gar nicht zutraut, aber da wird man schnell eines besseren belehrt. Nelly ist topfit und hatte einen Heidenspaß, mit uns zu wandern.

Pflichtprogramm eines jeden Griechenland-Urlaubes: der griechische Abend! In diesen Genuss bin ich ja nun zweimal gekommen, und ein Genuss war es wirklich! Es wurde gegrillt und das Küchenteam hat ein superleckeres Büfett auf die Beine gestellt (in der zweiten Woche noch besser als in der ersten)! Zum Verdauen gab es zum Nachtisch auch einen Ouzo!

Hier ein paar Worte zu Koch Ralf und seinem Team: Ihr wart toll!!! Ein super Frühstücksbüfett, leckere Abendessen, immer eine neue Tischdeko und nicht zu vergessen, die noch warmen Schokocroissants als uns nach dem Aqua Power sooo kalt war!

Beim griechischen Abend wollte man mich dann davon überzeugen, am nächsten Morgen um 7:15 Uhr das „Hallo-Wach“-Nordic-Walking mitzumachen. Nach einem Ouzo-Abend vielleicht nicht so ganz die richtige morgendliche Beschäftigung…?!?! Aber ich hab’ mir trotzdem mal den Wecker gestellt – den ich nicht brauchte. Denn um 4:00 Uhr morgens brach ein Gewitter los, da war an Schlaf nicht mehr zu denken und an Nordic-Walking schon gar nicht. So was hab’ ich in der Form auch noch nicht erlebt: Ein Unwetter hoch zehn. Strömender Regen, Blitz, Donner und das durchgehend gute sechs Stunden lang. Gefrühstückt wurde teilweise an der Bar, weil man auf dem kurzen Stückchen vom Büfett zum überdachten Essensbereich schon patschnass wurde.

Gott sei Dank hatte der Spuk am späten Vormittag ein Ende und sogar die Sonne kam wieder raus. Ich hab’ mich dann zu Fuß auf den Weg in die Stadt gemacht, um einfach mal zu gucken… Ziemlich krass! Der Weg am Strand entlang war unterspült, das Meer selbst war mehr gelb-braun als blau und in der Stadt war die Feuerwehr im Dauereinsatz, um Keller auszupumpen und um die Straßen vom Schlamm zu befreien.

Aber schon am nächsten Tag war in Skiathos Stadt fast alles wie immer (auch das Meer war wieder wunderbar blau), und die nächsten Touren konnten wie geplant stattfinden. Allerdings hat man es in der Natur noch deutlich gesehen: Wasser hat schon eine enorme Kraft!

Am Abschiedsabend war erst einmal Fußballgucken angesagt. Bayern gegen Mailand. Das auf ausdrücklichen Wunsch der Gäste, und nicht nur der Männer! 😉 Anschließend musste aber doch das ein oder andere Frustbier gezapft werden…

Und dann hieß es liebgewonnene Frösche verabschieden! Die erste Woche war wie immer viel zu schnell zu Ende gegangen!

Das Frühstück am nächsten Morgen fiel sehr übersichtlich aus, die „Düsseldorfer Frösche“ waren nämlich schon fort. Und da am Wechseltag kein offizielles Programm angeboten wird, war das der Tag, wo ich mich dann doch auf’s Bike getraut habe.

Zu fünft haben wir auf eigene Faust eine Tour gemacht. Die Tour, die Jonas wegen des Unwetters am Vortag ausfallen lassen musste, und angeblich die (einzige) Tour, die für alle zu schaffen ist.

Und, oh Wunder, ich hab es geschafft! Die Tour war tatsächlich gut zu machen! Zuerst die Südküste auf der Asphaltstrasse bis zur Bushaltestelle 25, dann in nördlicher Richtung weiter. Hier schlängelte sich die (Erd)Strasse durch Pinienwälder direkt an der Küste entlang und gab traumhafte Ausblicke preis. Erster Stopp war der Mandráki Strand, eine nette Bucht, aber noch schöner war der Eliás Strand, unser zweiter Stopp. Über Bohlenbretter ging es durch eine Dünenlandschaft (die Nordsee lässt grüßen) zum Strand, wo wir dann in einer netten Taverne Mittag machten. Und nachdem wir ausgiebig die Aussicht genossen und gegessen hatten ging es weiter. Nordöstliche Richtung bis fast zum Asélinos Strand, den wir uns dann aber nur von oben angeschaut haben. Und dann wieder auf einer Asphaltstrasse fast geradeaus schnurstracks in den Süden bis zur Bushaltestelle 18 und von da aus auf der Südküstenstrasse wieder heim zum Agnadi! Superschön! Natürlich geht’s auch mal ordentlich bergauf, aber auch genauso wieder bergab und mit normaler Kondition ist das gut zu schaffen. Da hätten wir wirklich was verpasst, wenn wir diese Tour nicht gemacht hätten.

Am Sonntag und Montag Abend wurden dann wieder neue Frösche in Empfang genommen. Und die hatten phantastisches Wetter im Gepäck! In der zweiten Woche wurde es von Tag zu Tag heißer, sodass wir uns am Ende über 30°C und mehr freuen konnten.

Mit Kerstin ging es am Dienstag noch einmal zum Kechriá Strand, allerdings auf anderen Wegen als mit Ortwin. Und diesmal konnte man schwimmen und das hab ich dann auch gemacht. Schön!!!

Der Rückweg sollte der gleiche sein wie in der ersten Woche und ich freute mich schon wieder auf den Dschungelpfad. Aber vorbei war’s mit der wilden Romantik! Wo in der ersten Woche noch 2m hoher Farn wucherte, tat sich nun eine Schneise auf, wo bequem zwei Leute nebeneinander herlaufen konnten. Was war passiert? Ist Ortwin vielleicht mit der Sense am Werk gewesen? Nach dem leidenschaftlichen Rosenschereneinsatz in der Vorwoche durchaus denkbar… Des Rätsels Lösung erfuhren wir aber erst einen Tag später.

Am Abend war Chill-Out angesagt, und wer denn wollte, konnte sich noch einer Igelball-Massage hingeben.

Der Mittwoch wartete mit der zweiten Ortwin-Tour auf uns, diesmal zum Kastro, ganz im Norden von Skiathos. Da die Tour als schwer beschrieben wird, hatten sich diesmal nur 8 Frösche zum Wandern gefunden. Gestartet sind wir in Skiathos Stadt und von da aus ging es hauptsächlich auf schmalen Esels- und Ziegenpfaden quer über die Insel. Ein längerer Stop beim Evangelístria-Kloster, das tatsächlich noch von 4 Mönchen bewohnt wird. Eine Oase der Ruhe! Nicht dass es außerhalb der Klostermauern nicht ruhig war, aber es war schon eine besondere Stimmung!

Und weiter, weiter, weiter bis wir den ersten Blick auf die Nordküste und den Kastrofelsen erhaschen konnten. Was es mit dem Kastrofelsen auf sich hat, kann jetzt jeder selbst nachlesen (z.B. in Ortwins Wanderführer :-)).

Nachdem wir uns dort umgesehen und Ortwin noch eine akrobatische Einlage zum Besten gegeben hatte, ging es hinunter zum Strand, wo unser Boot schon ankerte, dass uns zurück nach Skiathos Stadt bringen sollte. Und wo die Taverne zum Mittagessen nach uns rief! Wir hatten Hunger! Eine urige Taverne mit viel Charme, nur die Bestellaufnahme fand dann etwas zögerlich statt. So zögerlich, dass wir kurz vor Ablegen des Bootes immer noch kein Essen hatten. Und was dann folgte kann man wohl auch nur mit Ortwin erleben: er managte es so, dass wir zumindest unsere Greek Salads mit auf’s Boot nehmen durften! Also marschierten wir im Gänsemarsch mit einem Salatteller in der Hand (und Olli zusätzlich mit dem Brotkörbchen) über den Strand auf’s Boot und verspeisten da unsere Salate. Ein Bild für die Götter!

Die Bootsfahrt war mal wieder ganz nach meinem Geschmack: Ein kleines Boot, das recht nah an der Küste entlang fuhr. Und so kamen wir auch zum Lalaria Strand, den wir ja auf der ausgefallenen Traumstrandexkursion verpasst hatten. Wir haben dort zwar nicht gestoppt, aber wenigstens konnten wir ihn uns einmal ansehen.

Und hier gab es auch des Rätsels Lösung zur Schneise im Farn: Tatsächlich war ein Mitarbeiter Ortwins dort am Werk gewesen. Laut Ortwin müssen doch jetzt zur Saison die Wanderwege gut begehbar sein…. 🙂

Die Kastro-Tour ist tatsächlich nicht leicht, die Wege schmal, teils mit losem Gestein und immer wieder ordentlichen Anstiegen. Aber für mich war diese Tour das absolute Wanderhighlight der beiden Wochen!

Am Donnerstag stand das Inselhopping auf dem Programm. Hendrik und Chrissi hatten sich mit uns auf den Weg nach Skopelos und Alonnisos gemacht. Angekündigt wurde das als Mamma Mia Tour, da einige Szenen des Films auf Skopelos gedreht worden sind, deren Plätze uns auch vom Schiff aus gezeigt wurden.

Und hier spreche ich jetzt wirklich von SCHIFF und komme zum einzigen Teil meines Urlaubes, den ich nicht als „wunderschön“ bezeichnen kann. Mit diesem Schiff und mindestens 150 weiteren englischen und schwedischen Touries fuhren wir erst einmal nach Skopelos. Das Wetter war superschön und so wollten natürlich alle auf Deck, und damit wurde es da schon mal reichlich eng. Als dann Delphine aufgetaucht sind (was ja wirklich schön war!), wurden wir per Lautsprecherdurchsage animiert zu pfeifen und zu klatschen, da die Delphine doch noch ein wenig träge wären und ihnen etwas Ansporn gut tun würde! Also fuhr das Schiff eine Weile klatschend und pfeifend über See…. In welchem Film war ich denn da plötzlich gelandet?!?! Die (ausführlichen) Durchsagen kamen übrigens immer auf Englisch UND Schwedisch.

Skopelos selbst hat mich dann wieder etwas versöhnt, denn die Stadt ist wunderschön (auch zum Shoppen ;-)), nur hatten wir dort leider zu wenig Zeit. Die wir dann auf Alonnisos wiederum mehr als genug hatten. Wer die Zeit nicht zum Baden genutzt hat, hat eigentlich nur wieder auf das Ablegen des Schiffs gewartet.

Meine Meinung: Skopelos lohnt sich wirklich! Vielleicht lässt sich das in Zukunft anders organisieren?!

Abends dann passend zum Tagesprogramm der Mamma-Mia-Abend mit Open-Air-Kino an der Bar. Zum Mamma-Mia-Film mag jeder seine eigene Meinung haben, aber die Atmosphäre am Pool mit dem Bildschirm über der Bar und den davor aufgestellten Liegen und Stühlen, das war schon sehr nett!

Am nächsten Morgen hat es sogar mit dem „Hallo-Wach“-Nordic-Walking geklappt. Obwohl 7:15 Uhr schon reichlich früh ist, sodass wir auch nur zu viert waren. Aber danach startet man wirklich gut gelaunt in den Tag!

Vormittags habe ich mich dann für eine Solowanderung entschieden und bin alleine losgezogen. Wie schon erwähnt hat Ortwin, der seit über 10 Jahren auf Skiathos lebt und die Insel wie seine Westentasche kennt, einen Wander/Reiseführer geschrieben. Druckfrisch ist er überall in Skiathos Stadt zu bekommen, am günstigsten aber bei Patrick an der Bar. Und diesen Führer kann ich nur jedem empfehlen. Es sind nicht nur über 20 Wanderungen beschrieben, man findet auch viele Infos zu Skiathos: zur Geschichte, zur Kultur, zu den Sehenswürdigkeiten, zur Flora & Fauna etc.

Außerdem ist es eine amüsante Lektüre, ich hab’ beim Lesen manches Mal laut gelacht!

Und so habe ich mir Ortwins Führer geschnappt und bin die Tour Nr. 23 gelaufen.

Allerdings nur zur Hälfte, die gesamte Strecke ist 18 km lang und dafür war es mir an diesem Tag zu heiß. Ich hab’ auch schon bei den gelaufenen neun Kilometern genug geschwitzt! Ziel war der Koukounaries Strand. Ein sehr schöner Strand! Aber auch sehr touristisch!

Am Abend wurde dann wieder gegrillt, und anschließend gab es für alle die Möglichkeit, die angefutterten Kalorien bei der Vollmondscheinwanderung um die Kalamáki-Halbinsel wieder abzulaufen. Es muss eine wirklich schöne Wanderung gewesen sein, aber ich hatte mein Laufpensum für den Tag definitiv erfüllt und der Vollmond ließ sich auch sehr schön von der Terrasse des Agnadi anschauen! 🙂

Am Samstag hieß es dann, sich schon langsam auf den Abflug am Sonntag vorzubereiten. Noch einmal in den Ort, noch einmal in den Pool, noch einmal Aqua-Power, packen…

Und wieder lief am Abschiedsabend der Fernseher: Eurovision Song Contest! Was zu Beginn nicht ganz so viel Beachtung fand und eher im Hintergrund stattfand  fesselte uns zum Schluss dann doch. Und so blieb ein kleiner Teil der Frösche bis zum Schluss vor dem Fernseher kleben und bejubelte Lenas Sieg!

Das bedeutete dann aber auch nur gut drei Stunden Schlaf, denn um 5:30 Uhr hat Hendrik uns wieder auf’s Boot gescheucht und nun hieß es tatsächlich Abschied nehmen von Skiathos. Aber belohnt wurden wir für das frühe Aufstehen mit einem phantastischen Sonnenaufgang!

Und auch ich fange nach Ende eines Urlaubes unwillkürlich an zu vergleichen. Nach einem im letzten Jahr absolut traumhaften Lesbos-Urlaubes (im Sinne des Eurovision Song Contests: 12 points) konnte ich mir nicht vorstellen, dass Skiathos da heranreichen würde, aber es hat fast geklappt: 10 points! Ein von Frosch geführtes Hotel mit einem SUPERNETTEN Team, dieser gnadenlos schöne Ausblick auf’s Meer, ein abwechslungsreiches Sportprogramm (ich bin so fit wie nie!), leckeres Essen und nicht zuletzt diese zwar relativ kleine, aber wunderschöne grüne und im Mai an allen Ecken und Enden blühende Insel haben dazu beigetragen! Und laut Kerstin und Ortwin soll es zum Saisonende immer noch überall so grün sein. Vielleicht sollte ich mich mit eigenen Augen davon überzeugen…. 😉

So long

Conny

4 Gedanken zu „Skiathos – 16.-30.5.2010

  1. Nadine

    Hallo Conny,

    ein schöner Bericht. Liest sich nach einem phantastischen Urlaub! Werde mich Ende Juli 2010 dann mal selbst davon überzeugen, wie es auf Skiathos ist! Und werde berichten, ob es noch grün war 😉

    LG Nadine

  2. Sonja

    Hallo! Schöner Reisebericht. Und siehe da…, ich bin sogar darin integriert. Danke für deine Mühe! Schön war´s. Hoffentlich kommt bald der nächste Urlaub.
    Viele Grüße Sonja

  3. Heike

    Hallo Conny,
    toller Bericht. War im September 2009 dort und bin der gleichen Meinung:
    Skiathos lohnt! Vor allem mit dem Extraplus Ortwin und Unwetter 😉

  4. martina

    Hallo Conny,
    Dein Bericht ist super geworden, wirklich schade das ich nur in der ersten Woche da war. Die Import Firma für das Eis sollten wir doch gründen :))))

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