17. September 2012

Skiathos 28.08.2012 bis 04.09.2012

Reisebericht von Merle (merle.marie at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Agnadi auf Skiathos, Griechenland

Mein Freund war dieses Jahr im Frühsommer mit Frosch-Sportreisen in Kriopigi und brachte natürlich eine Menge Fotos mit, die akutes Fernweh bei mir auflösten. Nachdem ich den Frosch-Sommerprospekt eine halbe Ewigkeit gewälzt hatte, fiel die Wahl letztendlich auf die Insel Skiathos.

Wie sich herausstellen sollte, war das eine prima Entscheidung. Denn schon der Anflug nach Skiathos ist traumhaft! Jede Menge Inseln verstreut in türkisem bis tiefblauem Wasser, da schlägt das Reiseherz schon deutlich schneller. Der Landeanflug nach Skiathos ist ziemlich spektakulär, da das Flugzeug in den Hafen einfliegt und kurz hinter dem Strand aufsetzt. Wer mehr sehen will, findet bei Youtube einige Videos. Der Flug erfolgte mit der Fluggesellschaft NIKI von Frankfurt aus via Wien, was problemlos und ohne lange Wartezeiten klappte.

Am Flughafen wurden wir direkt von dem MTB-Guide Tim abgeholt, der uns mit einem Bus zum Hotel brachte. Vor Ort machten wir direkt Bekanntschaft mit unserem „Hausberg“, der uns später noch ans Herz wachsen sollte. Der Bus schafft den steilen Anstieg nämlich nicht, so dass die letzten Meter zu Fuß zurück gelegt werden mussten. Das Gepäck wurde jedoch bis zum Hotel gebracht.

Der erste Eindruck am Hotel war: Wow, was für ein toller Pool! Ein genialer Ausblick sowohl vom Pool als auch von der Terrasse aus auf das Meer und verschiedene Inseln.  An der Poolbar gab es auch direkt einen fruchtigen Begrüßungscocktail, einen „Ouzo-Sunrise.“

Meerblick hat man auch von den Zimmern aus. Unser Doppelzimmer war groß genug und von der Einrichtung her in Ordnung. Das Badezimmer war schon recht einfach und verwandelte sich nach dem Duschen im wahrsten Sinne des Wortes in eine Nasszelle. Geputzt wurde jeden Tag und so war alles immer sauber. Gewöhnungsbedürftig war, dass man, wie in Griechenland üblich, das Toilettenpapier nicht in die Kloschüssel, sondern in einen Eimer werfen musste.

Zu den Zimmern ist noch zu sagen, dass die Zimmer im Erdgeschoss nur auf einer Seite Fenster haben, während oben auf zwei Seiten Fenster sind, so dass man besser durchlüften kann. Die Nächte waren jedoch eher angenehm kühl, so dass ich immer gut schlafen konnte.

Die drei Teamer stellten ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Fast jeden Tag gab es eine Wanderung, die meistens einen Badestopp an kleinen und nur zu Fuß oder mit dem Boot zugänglichen Buchten beinhaltete. Diese Touren haben durchweg Spaß gemacht und wurden von Michaela, unserem Wanderguide, sicher und mit ausreichend Trinkpausen geführt. Desweiteren wurde fast täglich eine MTB-Tour angeboten. Hier habe ich nicht teilgenommen, da Skiathos sehr bergig ist und die Touren daher, insbesondere bei den dort herrschenden 25 bis 30 Grad, doch eher für Fortgeschrittene geeignet waren. Von den Teilnehmern der Touren habe ich allerdings nur Positives gehört. Außerdem gab es tolle Fitnesskurse am und im Pool, einen Bootsausflug und Nordic Walking.  Das Programm ist immer auf zwei Wochen ausgelegt, so dass sich auch die Leute, die schon die zweite Woche da waren, nie gelangweilt haben.

Wer keine Lust auf das Programm hatte, konnte entweder einen Pooltag einlegen und auf den bequemen Liegen dösen, in Skiathos-Stadt shoppen gehen, einen der über 60 Strände besuchen oder auf eigene Faust Ausflüge mit dem Bus oder mit dem Schiff machen. Die Strände sind alle toll und das Wasser ist traumhaft schön, ganz klar, türkis und blau wie in der Karibik. Auf der Insel gibt es eine Buslinie, die die komplette Länge der Insel abdeckt, so dass es sehr einfach und kostengünstig ist, von A nach B zu kommen (Ticket ca. 1,60 EUR). Am Hafen fahren sehr viele verschiedene Fähren, Ausflugsschiffe und Taxi-Boote. Wir haben zum Beispiel eine „Mamma Mia“-Schiffstour für 15,- EUR pro Person mitgemacht, die uns zu den einzelnen Schauplätzen des bekannten Films brachte, der auf Skiathos und der Nachbarinsel Skopelos gedreht wurde. Das hat sich wirklich gelohnt, auch wenn der Wellengang schon ziemlich stark war und man somit besser einen stabilen Magen haben sollte.

Abends wurde oft in der Gruppe zusammen gesessen. Dazu ist es nicht verkehrt, Autan mitzubringen, da es schon so einige Mücken gab. An einem Abend waren wir gemeinsam auf einer Party am Banana Beach, eine sehr lustige Erfahrung mit viel Sonne, Wasser und braungebrannten Leuten. Skiathos Stadt ist ebenfalls sehr schön abends, man kann zum Beispiel am Hafen in wunderschönen, allerdings auch teuren, Bars sitzen oder auch in Diskos gehen. Allerdings muss man dazu sagen, dass gegen Ende unserer Ferienwoche dort auch Saisonende war, wer also im September oder Oktober nach Skiathos fährt, wird weniger Nachtleben erwarten können. In Skiathos Stadt gibt es auch ein ziemlich uriges Open Air-Kino, in dem englischsprachige Filme mit griechischen Untertiteln gezeigt werden.

Die Verpflegung sah so aus, dass es morgens von 8:00 bis 9:30 Uhr ein Frühstücksbuffet gab mit Brot, Müsli, Cornflakes, diversen Aufstrichen, Aufschnitt, Obst, Säften etc. und abends ab 19:30 Uhr ein dreigängiges Menü, bei dem sich jeder an der Theke sein Essen selbst auftun konnte. Es hat fast immer gut geschmeckt, vielleicht hätte die Auswahl etwas größer sein können. Auf spezielle Bedürfnisse (z.B. Vegetarier) wurde Rücksicht genommen. An der Poolbar konnte man zu annehmbaren Preisen alkoholische und nichtalkoholische Getränke erwerben. Praktischerweise konnte man dort auch Sixpacks Wasser kaufen, so dass man diese nicht im Supermarkt kaufen und mühsam den Hausberg hochschleppen musste. Die Eisauswahl dagegen wäre aus meiner Sicht ausbaufähig.

Insgesamt waren wir knapp unter 20 Teilnehmern, so dass das Hotel nicht ausgelastet war. Das war natürlich sehr angenehm! Wir waren das einzige Pärchen auf der Reise, ein paar Leute waren zu zweit mit Freunden angereist, die überwiegende Anzahl der Teilnehmer kam jedoch allein. Vom Alter her war ich mit 30 Jahren eine der Jüngsten. Andere deutsche Reisgruppen haben wir auf der Insel nicht getroffen, die Insel wird eher von Festland-Griechen, Briten und Österreichern besucht. Ich fand Skiathos aber in keinster Weise überlaufen, insbesondere haben die Touristen sich sehr gut auf die Strände verteilt.

Alles in allem war es ein toller Urlaub, was natürlich auch an den netten Teamern lag. Ich kann die Reise nach Skiathos daher sehr empfehlen und werde selbst hoffentlich im nächsten Jahr wieder mit Frosch nach Griechenland fahren!

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