24. Juli 2009

Skiathos – 60 qkm Griechenland vom Feinsten

Reisebericht von Brigitte Brand (b.brand07 at web.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Agnadi, Skiathos – Griechenland

Skiathos? – Wie viele andere hatte auch ich bisher nicht wirklich viel von dieser Insel gehört. So lautete meine Devise: Lass dich überraschen!
Der Hinflug ab Nürnberg nach Volos verlief problemlos. Am Flughafen stand Teamer Mike auch schon bereit, uns neuen Gäste in Empfang zu nehmen. Per Bus ging es eine gute halbe Stunde dem griechischen Festland entlang zum Hafen von Pteleon, wo das exklusiv für Frosch gecharterte Boot bereits startklar war. Die 3-stündige Überfahrt würde ich bereits als „angekommen“ bzw. Urlaubsfeeling bezeichnen. Von Vorteil fand ich, dass alle neuen Gäste einen Großteil der Anreise bereits gemeinsam absolvierten und so schon die Möglichkeit zum ersten kennen lernen gegeben war. Trotzdem war ich froh, am Nachmittag das Hotel zu erreichen – nachdem wir als erste kleine sportlich Betätigung noch den netten Hausberg gemeistert hatten.

Dort stand nicht nur Teamerin Kerstin sondern angenehmer Weise auch Wasser und Kaffee für uns bereit. Und der versprochene Ausblick auf’s Meer? Einfach nur super schön!
Nach kurzer Begrüßung und Zimmerzuteilung war unbedingt eine Abkühlung von Nöten – das Meer war nah und der Pool noch näher, frei Auswahl!
Das Hotel inkl. Anlage fand ich total nett und gemütlich – so richtig zum wohl fühlen!
So endete der erste Tag auch mit entspanntem Zusammensitzen an der Bar bzw. auf der (Frühstücks-)Terrasse und voller Erwartungen an den nächsten Tag.

Zimmerausblick

Skiathos_GassenProgrammpunkt für Samstag war eine kleine Wanderung bzw. Radtour rund um Skiathos Stadt. Dabei fuhren wir Wanderer (wie des öfteren) zuerst mit dem Bus zum Busbahnhof (ca. 3 km). Wir wanderten am Hafen entlang, weiter bergauf durch Olivenhaine bis zu Ag. Giannis Kirche, von wo man einen herrlichen Blick über die Stadt genießen kann. Zu Mittag trafen wir und mit den Radlern in einer Taverne und danach gab es noch eine kleine Stadtführung. Skiathos ist teils ein Städtchen mit vielen gemütlichen Gassen, Geschäften und Tavernen, ganz für den Tourismus ausgelegt. Andererseits gibt es aber auch Teile, in dem man das ursprüngliche griechische Leben wahrnehmen kann.
Vor dem Abendessen bot uns Kerstin noch eine Einweisung in das Nordic Walking. Wir Anfänger nahmen uns voller Eifer vor, das Gelernte beim nächsten Termin früh am Morgen auf jeden Fall zu vertiefen – es blieb dann allerdings bei dem Vorhaben (Irgendwie kam keiner aus den Federn!).
Nachdem wir erneut in den Genuss von Christines Kochkünste gekommen waren, kam der „eigentlichen“ Welcomeabend. Viele kannten sich ja dank gemeinsamer Anreisetour schon bestens, dementsprechend gut war die Stimmung – dementsprechend war es stundenlang 24.00 Uhr! Kurze Erklärung: Normalerweise sollte/musste zu diesem Zeitpunkt die Musik abgedreht werden (der lieben Nachbarn wegen!) … Normalerweise!

Am Sonntag gab’s für mich die 2. Wanderung. Diesmal ging es an die Westküste. Zum Aufwärmen den Hausberg hoch, über eine Offroad-Piste und durch Kiefernwälder in den Nordwesten der Insel. Erster Stopp war der Lighariesstrand, wo wir uns eine Abkühlung gönnten – sowohl von innen als auch von außen.

LigharieStrand
Danach ging es weiter an einem Flussbett mit üppiger Vegetation entlang. Wir erlebten erneut wie grün diese Insel ist – und wie viele verschiedene Kräutern und Pflanzen hier wachsen, von deren Duft wir immer wieder begleitet wurden. Nach ca. 11 km erreichten wir unseren Mittagsstopp – eine gemütliche kleine Bar. Nach einer Stärkung gab es die Möglichkeit mit dem Bus zurückzufahren oder sich noch einmal ca. 1 Stunde die Beine zu vertreten und zum Hotel zurück zu wandern.
Zum sportlichen Ausklang sollte am Hotelpool ein Aqua Fitness stattfinden. Doch es war wie des öfteren gegen Abend bewölkt und kühl. Pünktlich zu Beginn fing es dann auch noch an zu regnen, so dass diese Veranstaltung mangels wärmender Sonnenstrahlen ausfiel

Am Montag stand eine Bootstour zu den Nachbarinseln Skopelos und Alonissos auf dem Programm. Nach erneuter kurzer Busfahrt ging es auf’s Boot. Dank Kerstin konnten wir uns die besten Plätze auf dem Vorderdeck sichern – wir wollten die Sonne genießen! Es blieb allerdings beim wollen, denn es zog ein Gewitter auf, es fing an zu regnen und es wurde ziemlich kalt. Ich dachte nicht jemals so in Griechenland zu frieren!

Skopelos
Bei unserer Ankunft auf Skopelos regnete es noch immer, so dass wir die geplante Stadtbesichtigung nach hinten schoben und uns erst mal ein trockenes Plätzchen in einem Café suchten. Mit der Zeit riss die Wolkendecke glücklicherweise mehr und mehr auf und zum Ende unserer Besichtigungstour war es wieder angenehm warm und trocken. Wir schlenderten durch die malerischen Gassen und erfuhren einiges über die Geschichte der Insel.
Weiter ging es dann noch nach Alonissos, wo wir baden, die Sonne genießen und es uns in einer Taverne gemütlich machen oder wieder die Stadt entdecken konnten.

Alonissos_2
Diese zwei Inseln haben ihren ganz eigenen Reiz und sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Für meine Begriffe war die Zeit für beide Inseln relativ knapp bemessen. Man hätte ohne weiteres noch einige Stunden dort verbringen können. Doch das Boot fuhr nun mal – ob es uns passte oder nicht.
Auf der Rückfahrt entlang der Westküste von Skopelos wurden wir nicht nur wettermäßig für die üble Hinfahrt belohnt. Bei strahlendem Sonnenschein sicherten wir uns erneut die Plätze vor der Kapitänskajüte, sonnten uns und konnten Delfine voll in ihrem Element erleben und beobachten! Sie kamen quer zum Boot angeschwommen, tauchten auf, sprangen immer wieder durch die Luft um schließlich zum Bug des Schiffes zu schwimmen und uns minutenlang zu begleiteten. Wir waren begeistert!
Am Abend war Filmabend bei Frosch – nun, eher etwas unübliches. Der Grund war, dass wir auf unsere Inseltour einige Originaldrehorte des Filmes „Mama Mia“ erleben konnten. Der Film wurde hautsächlich auf der Insel Skopelos gedreht. So war es ganz witzig den Film zu sehen und manche Plätze wieder zu erkennen.

Programmpunkt für Dienstag war die Kastro-Wanderung, die so toll sein sollte. Aber ich wollte auch biken – und nu? Da war es wieder, mein übliches Dilemma bei Frosch … ich musste mich entscheiden! Diesmal hatte ich Glück, Mike verschob seine Radtour. Von hier aus nochmal ein Danke!

Kastro_Wanderung

Cape_Kastro
Wir wanderten also los ab Skiathos Stadt, als Wanderführer hatten wir Ortwin dabei. Für ihn, vor über 10 Jahren aus Deutschland hierher gekommen, ist die Insel zweite Heimat geworden. Er kennt sich super gut aus und ist der Wanderer schlechthin. Die historisch-kulurell angehauchte Wanderung führte uns erneut durch die vielfältige Natur der Insel, über Eselspfade und Nadelwälder vorbei an der Stamelos-Quelle zum Kloster Evangelistria. Nach dessen Besichtigung ging es weiter durch Olivenhaine, vorbei am Kloster Ag. Charalambos bis nach Ag. Kardhasi und von dort weiter zu unserem Ziel Kastro, wo wir die Ruinen des Dorfes, in dem die Insulaner während verschiedener Invasionen lebten, besichtigen konnten. Ortwin erzählte während der gesamten Tour in lockerem Stil aus der Geschichte der Insel. Beeindruckend fand ich auch immer wieder wie gut gepflegt die von uns besuchten Klosteranlagen waren.
Zu Ende der Anstrengungen machten wir unsere Mittagsrast an einer schönen Badebucht – inkl. Taverne. Leider fiel diese Pause etwas zu kurz aus. Da wir aber auch hier mit dem Boot zurückfuhren (bzw. fahren wollten!) war das nicht zu ändern!
Am Abend war Motto-Party – karibisches Feeling inkl. Kostüme erwünscht! Mit Prämierung und wieder jede Menge Spaß – wenn man denn wollte.

Am Mittwoch nun endlich meine erste Radtour! Auch wenn es „nur“ eine Badetour war. Bisher hatte ich mich nicht so recht getraut, sollte es ja fast keinen ebenen Strecken auf der Insel geben – nur bergauf, bergab! Trotzdem riskierte ich es – und habe es keine Minute bereut! Mann muss sich schon ein bisschen (natürlich je nach Kondition und für Cracks ein Pappenstiel!?) anstrengen, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Wir fuhren quer über die Insel in den Westen, machten eine erste Rast in einer Taverne, fuhren weiter zu einem der vielzähligen Strände, machten einen ausgiebigen Bade- und Tavernenstop ehe es zurück zum Hotel ging. Mein einziges Manko beim radeln ist immer wieder, dass ich doch sehr auf den Weg achten muss und dementsprechend manche Eindrücke von Natur und Flora verpasse. Da aber immer wieder Pausen bzw. Wartestopps eingelegt werden und man auch mal langsamer fahren kann um Natur, Landschaft und Ausblick wahrzunehmen, bekommt man doch eine Menge zu sehen.

Radtour
Am Abend war die Küche kalt und wir mussten/durften uns adäquaten Ersatz für Christines hervorragende Kochkünste suchen. Die Auswahl war groß und vielfältig und auch Skiathos bei Nacht war eine nette Abwechslung. Die beleuchteten Gassen, der Hafen, die Tavernen und Bars – richtiges Urlaubsfeeling. Und Taxen fuhren ja die ganze Nacht …

Strand_Rad_West

Am Donnerstag war schon mein letzter Tag und ich schloss mich der von Wanderguide Kerstin angebotenen kleine Badewanderung an. Es ging etwas westlicher zur Halbinsel Kanapitsa. Wieder mit herrlichen Ausblicken, wieder mit Badestop und wieder an einen anderen der vielen schönen Strände der Insel. Schwimmen im klaren Wasser, die Möglichkeit zum schnorcheln oder einfach nur die Sonne und das Nichtstun genießen – so richtig Urlaub „halt“. Nach einem zweiten kleinen Wanderabschnitt erreichten wir unsere „Mittagstaverne“, wieder direkt am Strand und mit Bademöglichkeit.

Wand_Kanapitsa

Während ich zu Anfang – und vor allem vom Lesen der Katalogseiten (die „griechische Karibik“ ) „geprägt“ – über die beiden Strände in unmittelbarer Hotelnähe doch etwas enttäuscht war und sie auch nicht zu den Top 5 der Insel rechnen möchte, kann ich im Nachhinein nur sagen, dass ich durch die Touren und Ausflüge so viele andere Strände der Insel kennenlernen und nutzen konnte, dass dies gar nicht mehr ins Gewicht fiel. Ich hatte fast gar keine Zeit für die Hausstrände! Und für einen kurze Erfrischung am Nachmittag oder Abend waren sie völlig o.k. Zudem sind viele der schönsten Strände ganz bequem und in kürzester Zeit per Bus zu erreichen.
Am Abend war dann auch schon wieder Abschied angesagt. Wieder mal eine Woche die viel zu kurz war, die viel zu schnell vorbei ging und die vor allem viele, viele schöne Erinnerungen hinterlässt.
Ich finde Frosch hat ein sehr schönes neues Ziel gefunden, das nicht nur mich in vieler Hinsicht begeistert hat. Sowohl die Hotelanlage, als auch die angebotenen Wander- und Biketouren fanden sehr guten Anklang – und die bei den Unternehmungen oft eingebauten Zwischenstopps mit Bademöglichkeit fand ich persönlich total nett und angenehm. Zudem sind die Routen noch lange nicht ausgereizt – vor allem auf den Nachbarinseln. Dass es außerdem ein – zumindest kleines Aktiv- und Rahmenprogramm gab – fand ich ebenfalls positiv. Schade war, dass es (noch?) kein Volleyballfeld gab.
Wir waren Ende Juni/Anfang Juli eine noch relativ kleine Gruppe und es war alles ruhig und übersichtlich. Wie sich das Ganze mit der doppelten Anzahl Gäste entwickelt (Touren, Fahrräder, Anlage …) kann ich natürlich nicht sagen. Für mich galt auf jeden Fall: Bei einem so netten Urlaubsziel und einem so netten, engagiertes Frosch-Team kann es nur Spaß machen! Nun denn: Macht weiter so!

brigitte

6 Gedanken zu „Skiathos – 60 qkm Griechenland vom Feinsten

  1. Heike

    Hallo Brigitte,
    ein schöner Bericht von der Insel,
    steigert die Vorfreude auch den Urlaub im September
    (da wird es dann voll, wir sind gespannt).
    Viele Grüße
    Heike

  2. Elfi

    Hallo Brigitte,
    einen sehr schönen, informativen Bericht hast Du geschrieben. So weiß ich jetzt auch wie die Klöster auf den Touren hießen. War wirklich eine wunderschöne Zeit auf Skiathos. In der zweiten Woche wurde es gegen Ende allerdings schon ungeheuer heiß und Mike und Kerstin hatten Probleme ihre Leute zu Aktivitäten zu überreden.
    Liebe Grüsse
    Elfi

  3. Petra

    Vielen Dank für den sehr anschaulichen Bericht und die tollen Fotos!
    Ich bin fast entschlossen, dieses Jahr auch dorthin zu fliegen!
    Mal sehen…
    VLG, Petra

  4. Eva

    Hallo Brigitte,
    du hast einen sehr ausführlichen und interessanten Bericht geschrieben, „garniert“ mit tollen Fotos.
    Ich fliege in diesem Jahr Anfang Mai hin und freue mich schon riesig darauf.
    LG, Eva

  5. Stefanie

    Danke Brigitte und den anderen für ihre schönen Berichte. Jetzt möchte ich aber doch mal wissen, was ihr denn alle so nach der Erklimmung des Hausberges als erster Herausforderung empfehlt: Rollkoffer ist bestimmt mega ungünstig oder?? Ein Trekkingrucksack für 1 Woche scheint beser zu sein, oder?
    Gruß
    Stefanie

  6. Verena

    Danke für deinen Bericht. Mich würde mal interessieren, ob man für die Mountainbiketouren so eine gepolsterte Radfahrhose braucht, oder ob es auch mit einer normalen Hose -einigermaßen schmerzfrei – geht? Ich fahr nämlich bald nach Skiathos und weiß nicht, ob ich mir jetzt noch extra so ein Ding kaufen soll:-)
    Gruß Verena

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