2. Oktober 2009

Skiathos – die sportliche Insel mit Dauermeerblick

Reisebericht von Heike Georg (heike.georg at linnig.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Agnadi auf Skiathos, Griechenland

Wer bei der Katalogbeschreibung erwartet hat, dass die Sporaden-Insel ein fantastisches Beachziel mit leichten Biketouren und gemütlichen Wanderungen ist, der wurde vom ersten Anstieg am Hausberg gleich eines Besseren belehrt. Skiathos steht für anspruchsvolle Biketouren, knackige Wanderungen und Badespaß mit Knackpopoeffekt.

Runter vom Transferboot geht es für die Frösche in den Bus und  nur wenige Minuten bis zur Busstation 9. Dort startet  der Hausberg und mit diesem der erste Anstieg des Urlaubs. Doch das Hochlaufen lohnt, der Ausblick ist – wie schon beschrieben –  ein Traum. In den Maisonette-Wohnungen mit extraweitem Blick. Wahnsinnig schön, ganz besonders die grandiosen Sonnenaufgänge, die wir an fast jedem Tag genießen durften.

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Täglicher Ausblick vom Balkon am frühen Morgen (ca. 7.00 Uhr)

Zu den Maisonettes sollte gesagt sein, dass sich „upstairs“ ein Doppelbett mit durchgängiger Matratze (140 oder max. 160 cm Breite, je nach Zimmer unterschiedlich) befindet und „downstairs“ zwei Schlafsofas (ca. 90 cm breit, Länge unterschiedlich).

Ein kleine Kommode mit 3 Schubladen und der Kleiderschrank ohne Regalbretter sind sehr wenig Platz für das Gepäck.

Zu zweit sind die Maisonette-Wohnungen absolut perfekt, wenn auch so kaum Möglichkeit besteht das alle Habseligkeiten für 14 Tage richtig zu verstauen. Zu dritt wird das sicher schon richtig eng, zu viert möchte ich mir das gar nicht vorstellen.

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Impressionen Maisonette-Wohnung Nr. 7

Biken: kleines Blatt und knackige Abfahrten
Biken auf Skiathos ist intensives Intervalltraining pur. Der Puls schlägt direkt am oberen Anschlag und darüber hinaus, dann geht es oft gleich wieder rein in die Abfahrt. Nach dem Regen waren die Pisten ausgewaschen und auch bergab anspruchsvoll. Doch keine Sorge: auch Freizeit-Biker, die ein wenig Biss haben, kommen mit. Oben wird gewartet bis auch die weniger wilden Biker ihr Gefährt an den steilsten Passagen per Schiebetechnik nach oben gebracht haben. Bedingt durch die Fährzeiten klappt das mit dem Bikeausflug nach Skopolos leider nicht, was aber nicht so viel  ausmacht, da es auf Skiathos ausreichend Touren für 14 Tage „Bergziegendasein mit kleinem Kettenblatt“ gibt.

Auf den Touren hatte Mike für die Hardcore-Biker gerne auch mal eine extrasteile Verlängerungen oder zur kleinen Ergänzung den Singletrail mit Wasserpassagen als „Extrakick“ angeboten.

Für alle Biker gibt es als Belohung nach den steilen Anstiegen wunderschöne Panoramawege und immer wieder traumhafte Ausblicke.

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Bike-Teamer Mike auf dem Panoramaweg

Wandern: vielseitig und auch recht knackig.
Auch beim Erkunden per Fußmarsch ist die Insel nicht gerade ein gemütliches Eiland. Die „sanften Hügel im Inselinneren“ werden über wadenmuskelintensive Anstiege erreicht – eine gewisse Grundfitness sollte man insbesondere für die Wanderungen mit Ortwin mitbringen.  Darüber hinaus werden auch leichte und mittelschwere Touren angeboten. Im September 2009 mit Kerstin ein ganz besonders herzlicher Genuss.
Kulturell für uns eine echte Überraschung: Skiathos ist die Wiege Griechenlands, hier wurde die erste griechische Fahne gewebt und das Kloster der Entstehung ist inzwischen auch Weltkulturerbe. Dies und noch viel mehr Interessantes über die Kultur und Geschichte der Insel erfährt man auf den Wanderungen mit Ortwin.
Mein persönliches Highlight zu Fuß war der Zauberwald. Ein freigelegtes Bach-Tal mit alten, wunderlich ausschauenden Bäumen und in allen Grün-Schattierungen – kaum vorstellbar dass es solche Plätze auf einer griechischen Insel überhaupt geben kann.

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Der Zauberwald fasziniert

Bootstouren: die Marktlücke für zukünftige Aussteiger
Ausflugsschiffe gibt es ohne Ende, aber die schönen Holzboote mit großen Liegeflächen, wie man sie auf Kos, in Fourka und Sarti oder auch in der Türkei vielerorts findet, die sind eine klare Marktlücke. Auf Skiathos gilt hier leider Masse statt Klasse, Bank an Bank oder Stuhl an Stuhl, keine Bereiche mit weichen Liegematten zum Chillen und Sonnenbaden. Schade eigentlich – wer also noch einen Aussteiger-Job sucht … 😉

Bei Frosch gibt es per Boots das Inselhopping (Ausflug auf die beiden Nachbarinseln)  und die Traumstrand-Exkursion mit Stopp berühmten Lalaria-Strand (wenn das Wetter mitspielt, hier hatten wir den passenden Tag erwischt).

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Blick vom Lalaria-Strand auf das Meer

Quad-Spezial: viel Fun – besonders im Schlamm
Für schlappe 35 Euro pro Spaßmobil (inkl. Vollkasko) gab es in der Nachsaison 24 h Quadspaß pur. Buchbar direkt bei den Teamern (Kerstin und Mike), die sich überhaupt um alles ganz super gekümmert haben. Die Leihfahrzeuge werden morgens bis 10.00 Uhr ins Hotel gebracht und am nächsten Tag ab 10.00 Uhr wieder abgeholt. Da die ersten beiden Septemberwochen 2009 wettertechnisch viel Abwechslung und somit auch einige heftige Regenschauer boten, waren die Bäche voll mit Wasser und die Schlammlöcher reichlich. Das gesamte Inselinnere besteht aus Offroad-Pisten und diese mit dem Quad zu erkunden hat einfach nur riesigen Spaß gemacht und ist damit mein persönlicher „Ausflugstipp“ für die Insel.

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Das Inselinnere lässt sich per Quad mit viel Spaß entdecken

Strände: große Auswahl mit kleinen Highlights
Es gibt ganz viele Strände auf Skiathos und einige wenige sind wirklich sehr schön. Nicht so lang und so breit wie auf den Kanaren oder in Italien, aber dafür einige mit ganz besonderem Charme. Der berühmte Koukounaries ist  – wie zu vermuten war –  touristisch übererschlossen. Dafür bieten die Strände Mandaraki, Banana und Agia Eleni wirklich tolles Strandfeeling. Weitere kleinere, weniger bekannte Beaches haben witzige, urige Strandbars und werden bei den Beach-Wanderungen und Beach-Biketouren angesteuert.

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Kleiner, feiner Strand mit typischer windschiefen Taverne

Das Essen: kreative Küche mit stolzem Koch
Das weit erhobene Haupt trugt der Koch Phillip zu recht: das Essen war einfach gesagt ein Kracher. Superlecker, kreativ, abwechslungsreich. Und das gesamte Küchenteam (Claudia, Lars und Nicole) superschnell, megafreundlich und einfach gesagt: super. Sehr schön war auch die allabendlich abwechselnde Deko im „Outdoor-Speisesaal“, immer mit Kerzenschein und gedämpftem Licht.

Fazit: nach 14 abwechslungsreichen Tagen:
Wer gerne aktiv ist und eine sehr abwechslungsreiche, grüne Insel im Land des Greek-Salat und Tzaiziki satt sucht, für den ist Skiathos das richtige Ziel.

Das Agnadi liegt halt nicht „direkt“ am Meer dafür ist der Ausblick von allem Zimmern und der Terrasse einfach ein Traum, die Einrichtung für griechische Verhältnisse sehr geschmackvoll und das Gesamtpaket einfach fein.

Viel Spaß den nächsten Fröschen, uns hat es gut gefallen.

aganadi-terrasse

Ganz früh am Morgen lohnt sich ein kleiner Moment der Ruhe

2 Gedanken zu „Skiathos – die sportliche Insel mit Dauermeerblick

  1. Petra

    Dieser schöne Reisebericht und die vielen tollen Fotos machen einfach Lust auf noch mehr Meer!
    Die steilen Anstiege und die Anreise mit Boot schrecken mich zwar immernoch etwas ab, aber mich reizt die Insel, die Ausblicke und das Agnadi schon sehr… ich glaub, da will ich dieses Jahr wirklich hin!
    VLG, Petra

  2. Eva

    Hallo Heike,
    dein Reisebericht mit den tollen Fotos weckt Vorfreude!!!
    Ich fahre am 09.05.hin und bin schon gespannt, was mich erwartet und wer mitreist.
    LG, Eva

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