25. Februar 2009

Skifahren wie Sissi und Franz Josef (Bad Hofgastein 02.01. – 11.01.2009)

Reisebericht von Jens Merker [jensmerker at gmx.net]
FROSCH Reiseziel Sportclub Parkhotel, Bad Hofgastein – Österreich

Mit einer Woche Resturlaub muss man doch etwas sinnvolles anfangen können dachten wir uns Mitte Dezember. Und tatsächlich haben wir noch das letzte Zimmer im Parkhotel in Bad Hofgastein für die erste Januarwoche ergattert. Ich wollte mal wieder ein neues Skigebiet ausprobieren und wurde auch nicht enttäuscht. Auch wenn man am Anfang vom Image her etwas an die alten Sissi Filme denkt, bietet Bad Hofgastein doch ein modernes Skigebiet mit teilweise gediegenem Jahrhundertwendestiel.

Es herrschte ein ganz schönes Chaos am Frankfurter Flughafen, aber Dank der guten Kennzeichnung haben meine Freundin und ich dann unter den mindestens 30 Bussen doch den richtigen gefunden und nach einigen Umsetzaktionen auch noch zwei Plätze nebeneinander gefunden. Die Busfahrt verlief problemlos mit einem Umstieg ca. eine Stunde vor dem Ziel und so wurden wir pünktlich von der Eiseskälte in Hofgastein empfangen. Die Tageshöchsttemperaturen lagen bei -12°. Allerdings war es daheim in Deutschland in der Woche wohl noch kälter.

Unser Zimmer war klein, aber Top in Schuss. Die Bäder sind wohl erst im Sommer komplett neu renoviert worden. Auch die Heizung war den sibirischen Temperaturen voll gewachsen. Ein Fernseher auf dem Zimmer gehört bei Frosch inzwischen zum Standard. Im Aufenthaltsraum mit großem Wintergarten war es meist ein bisschen kalt. Kein Wunder bei den Außentemperaturen. Wenn im März so richtig die Sonne scheint ist das bestimmt kein Problem mehr. Skier und Schuhe kann man in einem kleinen Nebenhaus abstellen. Die Plätze auf der Skischuhheizung können allerdings knapp werden, wenn man zu spät kommt.

Am Sonntag wurde dann die erste Skigebietsführung in unser Hausskigebiet die Schlossalm angeboten. Neben der Panorama Gruppe und der schneller Gruppe, bot Barkeeper Timm für die ganz harten noch eine ganz schnelle Gruppe an, was von den vielen richtig guten Skifahrern auch gerne angenommen wurde. Mittags trafen sich dann alle die wollten auf einer morgens bestimmten Skihütte. Timms Fahrweise kam so gut an, dass bei der zweiten Skigebietsführung gleich 23 Leute mitfahren wollten. Wir haben uns dann mit einer kleinen Gruppe selbstständig gemacht, denn das war uns dann doch etwas zuviel.

Das Skigebiet besteht aus vier Teilgebieten. Unser Hausgebiet Schlossalm/Stubnerkogel ist das größte und bietet für den Normalfahrer eigentlich schon alles was man braucht. Dorthin ist es auch nur eine Station mit dem Skibus. Notfalls kann man auch in 10 Minuten laufen. Da von dort nur eine Zahnradbahn ins Gebiet führt, gibt es morgens leider meist eine Schlange. Man kann aber von der Talstation auch einen Bus ins Angertal nehmen. Vor dort gelangt man ohne Wartezeit ins Skigebiet. Von der Talstation der Schlossalm fahren auch die Busse zu den anderen Skigebieten.

Das Gebiet Dorfgastein/Großarltal bietet ebenfalls schöne Pisten und ein paar knackige Routen, auf denen wir trotz langer Zeit ohne Schneefall noch super Verhältnisse hatten und teilweise ganz allein unterwegs waren. Auf jeden Fall lohnenswert ist trotz 45 Minuten Anfahrt der Abstecher nach Sportgastein. Das Skigebiet wirkt mit nur drei Liften zunächst zwar klein, hatte aber aufgrund der Höhe den besten Schnee und die meisten Varianten abseits der Piste. Am letzten Tag habe ich mir dann noch das kleinste Teilgebiet, den Graukogel angeschaut. Das lohnt sich allerdings nur für „Jäger und Sammler“, die wirklich alles gefahren sein wollen. Ansonsten kann man sich die drei uralten Klapperzweiersessel gerne schenken.

Die Abende wurden von Frosch abwechslungsreich gestaltet, auch wenn das Gebiet Apres Ski mäßig nicht zu den Highlights gehört. Es gab Glühwein an der hauseigenen Schneebar, Partys, Kicker- und Nagelturnier und einen Hüttenabend, auf dem man zwischen Rippchen mit Sauerkraut und Kloesen (lecker) oder Kässpätzle wählen konnte. Für die Skisprungbegeisterten haben die Teamer sogar den Besuch des 4. Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen organisiert. Die, die mitgefahren sind, waren total begeistert. Schnell fand sich auch eine regelmäßige Saunagemeinde. Die Sauna ist zwar klein, aber brandneu, wie auch die zugehörigen sanitären Anlagen. Nur bei dem winzigen Ruheraum mit nur 4 Liegen darf sich Frosch noch etwas einfallen lassen.

Für die Nichtskifahrer oder die Abwechslung Suchenden gab es einen Langlauftag und eine Schneeschuhwanderung, welche für Lutz leider mit einem Gipsbein endete. Wir haben ihn an den Resttagen in unserer Skigruppe schmerzlich vermisst. An dieser Stelle noch gute Besserung.

Das Essen war für Frosch Verhältnisse leider nur durchschnittlich. Da der Koch krank wurde, kam zur Wochenmitte ein Ersatz und es zeigte sich eine leichte Verbesserung. Dafür gab es immer genug und der exzellente Service sah einem an den Augen, wenn man noch einen Nachschlag wünschte. Überhaupt zeigte sich das gesamte Team sehr engagiert und war jederzeit für die Gäste da. Für eine tolle Woche danke ich dem ganzen Team und grüße alle Mitfahrer, besonders Peter, Michael, Lutz, Freya und Schneewittchen. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den nächsten Frosch-Skiurlaub.

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