27. Juli 2018

Sporthotel Aktivresort Piaski: Masuren im Juli – im Land der Störche

Reisebericht von Natascha – Juli 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sporthotel Aktivresort Piaski, Masuren / Polen

Diesen Sommer ließ ich mich auf das Abenteuer Polen ein.

Die Anreise

Die Anreise war anders wie bei den anderen Frosch Sportclubs. Früh morgens bin ich in Warschau bei strahlendem Sonnenschein und 27 Grad gelandet. Jetzt hatte ich noch 5 Stunden Zeit mir Polens Hauptstadt anzusehen. Also erstmal mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, Koffer ins Schließfach und dann direkt vor der Tür in den Bus für die Stadtrundfahrt. Ein kurzer Überblick musste reichen. Denn schon um 15.30 Uhr traf ich mich mit den anderen Fröschen am Treffpunkt im Hauptbahnhof und es ging 4 Stunden mit dem Bus Richtung Norden. Da bei uns allen die Reise frühmorgens begonnen hatte, nutzten wir die Zeit zum Schlafen. Zwischendurch gab es noch eine kurze Pause an einem Imbiss. Die Strecke führte größtenteils über gut ausgebaute Landstraßen.

Angekommen im Sporthotel

Ausgeruht kamen wir im Aktivresort an und wurden von Reiseleiter Sibi in Empfang genommen und haben schnell unsere Zimmer im Adlerhorst, einem Gästehaus mit 10 Zimmern, bezogen und schon ging es zum 3-Gang-Abendessen und dem ersten richtigen Kennenlernen der Gruppe. Eine bunt gemischte Truppe von 12 Fröschen zwischen 25 und 60 Jahren. Sowohl Alleinreisende wie auch Paare.

Sonnenuntergang vom Restaurant

Das durchweg leckere Abendessen bestand immer aus einer gehaltvollen Suppe, einem leckerem Hauptgang und einem süßen Nachtisch. Für Vegetarier wurden Alternativen gereicht. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns zu einem Infotreffen nach dem Frühstück um alles Wichtige für die Woche zu besprechen.

Schwimmen, Bootfahren und Biken

Der nächste Tag begann vor dem Frühstück mit einer kurze Runde im See schwimmen. Einfach traumhaft. Frühstück gab es in Buffetform immer zwischen 8 und 10 Uhr.

Nach dem Frühstück zeigte uns Sibi alles Wichtige auf dem Gelände wie Sauna, Tretboote und Räder. Im Anschluss ging es erstmal zu einer entspannten kleinen einstündigen Kreuzfahrt über unseren Haussee, den Beldahnsee. Wir konnten schöne Ausblicke auf die umliegenden Wälder genießen. Im Anschluss an die Schifffahrt schwangen wir uns auf die Mountainbikes. Einige nutzten auch dankbar das Angebot, ein Trekkingrad des Ressorts zu leihen. Nach der ersten Tour wechselten auch diese auf die Mountainbikes, da diese doch angenehmer zu fahren waren auf den sandigen Waldwegen.

Mountainbikes auf der Fähre

Kajak

Segeln auf dem Beldahnsee

Mit den Rädern machten wir eine schöne etwa 10 km lange Tour zum Dorf Bärenwinkel. Wir genossen schöne, wenig befahrene Straßen, Waldwege, sahen Störche und fuhren zum größten See der Masuren. Von dem Dorf Bärenwinkel genossen wir einen schönen Ausblick auf den Spieringsee bevor wir uns auf den etwa 15 km langen Rückweg machten. Der Nachmittag war zu freien Verfügung. Einige radelten in den Ort Rucciane und andere machten es sich an der Badestelle gemütlich.

Nach dem Abendessen (immer um 19 Uhr) gab es die Frosch übliche Ansprache für den nächsten Tag und im Anschluss ein kleinen Polnischkurs. Den wir auch alle dringend benötigten, da die deutsche und die polnische Sprache so gar keine Ähnlichkeit haben.

Besonders sportlich: Die Kajaktour auf der Krytina

Am Montag stand uns der sportlichste Tag bevor. Direkt nach dem Frühstück machten wir eine Radtour von 15 km zum Einstieg in die 14 km lange Kajaktour auf der Krytina. Die etwa vierstündige Kajaktour unterbrachen wir zwischendurch noch zu einer Mittagspause bei einem Gasthaus am Fluss. Da mit uns zeitgleich eine größere Gruppe zu Wasser gegangen ist, war das erste Teilstück sehr voll und sehr chaotisch.

Unterwegs trafen wir immer mal wieder Schwan- und Entenfamilien, die sich von uns nicht stören ließen. Am Ziel angekommen, brachte uns ein Shuttlebus zurück zu unseren Rädern und schon ging es die 15 km auf dem Rad wieder zurück. Kurz vorm Abendessen erreichten wir unser Resort, aber Zeit für ein kurzes Bad im See musste noch sein. Nach dem Abendessen testeten wir noch 3 verschiedene Wodka.

Dienstag

Den Dienstag starteten wir mit einem dreistündigen Segelausflug auf dem Beldahnsee. Da fast kein Wind war, war es eine zähe Angelegenheit. Das Angebot einen weiteren Törn am Nachmittag zu unternehmen, lehnten wir alle dankend ab. Stattdessen unternahmen einige von uns einen Ausflug nach Rucciane. Ich war sehr überrascht über das touristische Angebot wie Hüpfburg und Hochseilgarten. Außerdem reihte sich hier ein Restaurant ans nächste. Den Abend nutzten wir für einen Busausflug in den 25 km entfernten Urlaubsort Nikolaiken. Da wir erst nach dem Abendessen starteten, erreichten wir Nikolaiken erst als dort schon die Bürgersteige hochgeklappt waren. Ein Schnaps im Hinterhof und ein Bier in einer Kneipe und schon ging es in die Disco, wo wir Frösche die einzigen Gäste waren. Gegen 1.30 Uhr erreichten wir müde unsere Unterkunft. Leider haben wir nicht viel von Nikolaiken gesehen.

Nikolaiken im Regen

Mittwoch

Den Mittwoch verbrachten wir auf einer Sightseeingtour mit dem Bus durch Masuren bzw. Ermland. Wir erhielten eine Führung über das Gelände der Wolfsschanze, wir genossen ein Orgelkonzert in der Heiligen Linde und wir erklommen die Burg Reszel. In einem Restaurant bei der Heiligen Linde machten wir Mittagspause und hatten so die Möglichkeit, Pirogen oder ähnliches zu genießen. Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder unser Resort und viele nutzten die kurze Zeit bis zum Abendessen noch für ein erfrischendes Bad im See. Nach dem Abendessen gab es noch die Möglichkeit eines der Fußballspiele der WM anzuschauen und den Abschluss des heutigen Tages bildete ein gemütliches Lagerfeuer am See. Trotz schwarzer Wolken blieb der Tag trocken.

Heilige Linde

Donnerstag

Der Donnerstag stand wettertechnisch unter keinem guten Stern. Bereits zum Aufwachen prasselte der Regen gegen unsere Fenster. Rechtzeitig zum Beginn unserer geplanten Tour war es aber trocken. Somit schwangen wir uns alle auf die Räder und machten uns auf den Weg nach Nikolaiken. Zwischendurch trafen wir freilebende Wildpferde und besuchten das Museum in Popielno. Hier trafen wir Brutus eine Mischung aus Wisent, Bison und Kuh außerdem leben hier Hirsche und Biber und der nächste kurze Regenschauer ließ nicht lange auf sich warten.

Anschließend ging es mit einer kleinen Fähre weiter Richtung Nikolaiken. In Nikolaiken überraschte uns dann ein erneuter Regenschauer, so dass wir froh waren, mit dem Kreuzfahrtschiff der Classic Lady die Heimfahrt im Trockenen antreten zu können. Während wir über den See fuhren, klarte es auf und wir konnten zum Abschluss des Tages einen Grillabend mit Live Musik auf der Terrasse genießen. Nach dem sich die deutschen und polnischen Gäste gegenseitig versuchten mit ihren Gesangskünsten zu übertrumpfen, fand der Abend mit einem erneuten Regenschauer ein jähes Ende.

Freitag

Und schon war unser letzter Tag da. Trotz Donnergrollen brachen wir nach dem Frühstück auf zur 7-Seenwanderung. Nach rund 12 km quer durch den Wald erreichten wir Rucciane zur Mittagspause in einem Restaurant. Währenddessen sahen wir das Gewitter aufziehen. Mutig eilten wir die letzten 4 km zurück zum Resort. Die angebotene Alternative Taxi nutzten nur wenige. Als wir am Tor des Resorts ankamen, fielen die ersten Tropfen. Für etwa 1,5 Stunden war Weltuntergang. Leider also kein Abschlussbad im See. Die Reise klang gemütlich mit dem so genannten Candlelight Dinner erstmals im Restaurant aus.

Die Abreise

Auch der Abreisetag begann feucht. Entgegen des Transferplanes fand der Bustransfer nach Warschau nicht um 6 Uhr sondern erst um 8 Uhr statt. So konnten wir noch frühstücken und dann ging es die 4 Stunden zurück nach Warschau. Zwischendurch lief sogar das Wasser durch die Lüftungsschächte in das Innere des Busses.

Mein Fazit

Da die Woche vollgepackt mit Programm war, verging die Zeit wie im Flug. Wir haben viel gesehen und viel erlebt. Die Gruppe blieb während der gesamten Zeit zusammen und machte sämtliche Aktivitäten gemeinsam.

Zum Ende noch der Hinweis, dass auch im Restaurant des Resorts inzwischen WLAN vorhanden ist, wenn auch sehr schlechtes. Außerdem gibt es im Restaurant auch die Möglichkeit, die Getränke-, Kuchen- und Eisrechnung am Ende der Woche mit Kreditkarte zu bezahlen. Während des Aufenthalts wurden die Getränke auf das Zimmer geschrieben.

Insgesamt kommt man mit wenig Bargeld über die Runden sollte aber sowohl EUR für die Busausflüge wie auch Zloty für die Kleinigkeiten wie Getränke und Essen unterwegs, Eintritte und Trinkgelder dabei haben.

Fazit: Polen und insbesondere Masuren ist eine Reise wert, gerade wenn man es aktiv mag!

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