11. Oktober 2010

Sportliche Woche auf Samos Ende August Anfang September 2010

Reisebericht von Cordula Ziert
FROSCH Reiseziel Sportclub Helen Yolanda in Kokkari auf Samos

Relativ spontan entschied ich mich mit einer Freundin dieses Jahr nochmal schnell eine Woche wegzufliegen. Da ich die Frosch Reise nach Samos wirklich empfehlen konnte, musste nicht lange über das Reiseziel diskutiert werden. Gesagt, gebucht und Radlerhose gekauft und schon ging es los.

Montag, Anreise: Nun hiess es wahnsinnig früh aufstehen, da der Flieger schon um 6 Uhr abhob. Zum Ausgleich kamen wir aber auch früh dort an und sogar unser Zimmer war bereits einzugsbereit. Wir machten uns also frisch und packten aus bevor wir los zogen.

Von unserem Zimmer mit Terasse aus gab es sowohl Pool als auch Meerblick zu bewundern. Das Zimmer selbst war sehr klein, weshalb wir uns nie länger als absolut notwendig dort aufhielten.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten drehten wir erstmal eine Runde durch Kokkari, vorbei an der Surfstation und über die Parallelstrasse vom Long Beach Richtung Hafenbecken. Da es in Deutschland 10 Grad und Regen gab waren wir mit dem sonnigen, aber nicht zu heissen Wetter sehr zufrieden. Zum Abendessen trafen sich alle am Hotel wieder und es wurde gemeinsam gegessen.

Dienstag: nach dem Frühstück gab es die Infoveranstaltung auf der Terese durch die beiden Teamer Simone und Mario. Nach ein paar grundsätzlichen Infos über Griechenland und die Griechen und Samos und die Samioten, sowie zu Notfallnummern und Verhaltenstipps kam noch die Bikeeinweisung, bei der Mario uns die Mountainbikes erklärte. Wer wollte konnte noch zur Schnuppertour durch Kokkari mitfahren (alternativ mit Simone wandern), bei der die wichtigsten Punkte gezeigt wurden wie Geldautomat, Briefkasten und Autoverleih. Da die Schnuppertour wirklich nur zum Schnuppern ist sind wir mit einer kleinen Gruppe von Freiwilligen noch selbstständig zur berühmten Eisdiele, die Sorten wie Ferrero und Nutella hat, gefahren. Auf dem Rückweg legten wir einen Zwischenstopp am Strand ein. Abends gasb es wieder gemeinschaftliches Essen im Garden Restaurant, dass etwas unterhalb des Hotels liegt und echt hübsch gemacht ist.

Danach gingen wir noch Cocktails trinken in einer Bar am Hafen mit traumhaftem Blick über das kleine aber feine Hafenbecken.

Am Mittwochmorgen sind wir bei der Biketour Richtung Samos Stadt mit Zwischenstopp auf dem malerischen Marktplatz und Sandwich-Empfehlung von Mario (mit getrockneten Tomaten – wirklich lecker!) mitgefahren. Auf dem nahegelegenen Markt bekamen wir Feigen geschenkt als Souvenir. Nach der Tour haben wir Mario beim surfen zugesehen und es uns am Strand der Surfstation gut gehen lassen. Andere aus unserer Gruppe verlängerten die Radtour und fuhren noch eine Extra Tour, auf der sie 5 von 6 Reifen plätteten und zum Glück einen Barbesitzer mit Pick-up trafen, der sie wieder nach Kokkari fahren konnte. Sie hatten zwar Ersatzschläuche dabei, aber nur für 2 Reifen. Sowohl die Radfahrer als auch Mario, der die 5 Schläuche wechseln musste, nahmen es locker.

Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es Richtung Surfstation zur Mitbring – Sterneguck Party, die für mich ziemlich Ouzo lastig wurde, aber sehr witzig.

Donnerstag: Extrem Beaching am Surfer Strand und für uns Sportfreier Tag (ich war absolut nicht in der Lage – schieben wir es auf den Ouzo). Das Abendessen war eines der selbst zu gestaltenden. Wir hatten uns mit einigen anderen bei Spyra verabredet. Das Essen war prima, und zum Glück für mich gab es keinen Ouzo hinterher. Witzig war dass der Kellner beim Bezahlen für jeden einzeln zur Kasse gelaufen ist. Die Griechen kennen das getrennt bezahlen nicht, dort wird üblicherweise pro Tisch berechnet. Ich glaube sie nennen getrennt zahlen „Deutsches Bezahlen“.

Freitag: Eines meiner Highlights des Urlaubs die Jeep Tour stand auf dem Plan. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß mit den Allrad Jeeps und übten ganz fleissig den Bäumen auszuweichen (mit dem Kopf nicht mit dem Auto).

Mit Mario kann man viel Spaß haben, wenn er beim erzählen mal eben einen Keks hochhält und fotografiert oder sich sonst was Lustiges ausdenkt.

Mittagspause wurde im Bella Vista gemacht, das einen wirklich sehenswerten Ausblick hat und gutes Essen, das sogar ungefragt vom Haus kam und durch üppiges Trinkgeld gewürdigt wurde.

Nach dem Essen lagen wir noch ein wenig am Strand und stellten uns den wichtigen Fragen des Lebens: Erst schwimmen oder erst eincremen oder doch in den Schatten?

Wie Ihr seht muss man dort schwer wiegende Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen leben 😉

Die Jeep Tour kostet zwar Extra, weil die Autos angemietet werden müssen, lohnt sich aber meiner Meinung nach total. Dieses Jahr hab ich mich sogar auch getraut den Jeep zu fahren und es war ziemlich cool. Wann kommt man schon in den Genuss ein Auto mit Allrad zu fahren? Und wieviel Spaß macht das in der Stadt???

Meine besondere Herausforderung war, dass ich mitten im Gelände wenden musste nachdem wir anscheinend falsch abgebogen waren. Hat aber alles super geklappt.

Der neu gebaute Hotelpool ist wirklich schön geworden und wird von den Froschgästen trotz der anderen sportlichen Aktionen noch genutzt, von einigen sogar schon vor dem Frühstück.

Da wir uns in der B-Woche befanden wurde zu meiner grenzenlosen Enttäuschung die Wasserfall Tour nicht angeboten, die war mir aus dem Jahr 2007 noch lebhaft im Gedächtnis. Mario schrieb uns aber anschaulich den Weg auf und betonte was die Spezialität der Taverne war. Also machten wir uns in unserer Kleingruppe, die sich mittlerweile zusammengefunden hatte, auf den Weg. Nach Marios Beschreibung war es echt einfach zu finden und von der sportlichen Schwierigkeit her auch überhaupt nicht schlimm. Es ging meistens an der Küstenstrasse entlang ohne viele Höhenmeter.

Beim Bächlein angekommen gingen wir zuerst zur Taverne um uns Badesachen anzuziehen, denn wir wussten dass wir dort auch ein Stück schwimmen mussten. Leider kann man dort keine Fotos machen, weil die Kameras nass werden. Ich hatte eine Einweg Unterwasser Kamera mit, die aber nur sehr wenige schöne Bilder zustande gebracht hat, weil es teilweise zu dunkel war. Durch den Bach zu waten, oder besser wie ein Storch zu gehen (Marios Anweisung), weil immer wieder Steine oder Äste unter der Wasseroberfläche versteckt waren, war ein super Erlebnis mit dem Wasserfall als Krönung.

Danach gab es lecker Omelett in der Wasserfall Taverne.

Von meinem letzten Samos trip kannte ich auch noch die Hippis Bar am Strand von Potami, die nur ein paar Meter vom Wasserfall entfernt und wirklich süß und liebevoll eingerichtet ist. Besonders genossen wir das Himmelbett am Strand – mal was anderes als eine Liege. Extremen Spaß hatten wir als ein Grieche ein Foto von uns machen sollte und er erstmal die Kamera andersrum hielt und wir seine Nase in Grossaufnahme auf dem Bildschirm bewundern konnten. Als kleine Herausforderung  war dann einer unserer Reifen (zum Glück nicht meiner) platt. Wechseln war aber gar kein Problem dank meiner kompetenten Reisebegleitung.

Auf dem Rückweg gönnten wir uns ein Eis und ich fand es extrem freundlich, dass wir uns in der Backstubenküche (die Eisdiele ist auch ein Bäcker) die Hände waschen durften, denn die waren vom Reifenwechsel etwas mitgenommen. Wahrscheinlich kann ich mich deswegen nicht mehr an das Abendessen erinnern – hatte bestimmt keinen Hunger mehr nach der Rieseneiskugel?!

Sonntag wollte ich unbedingt die letzte Radtour mitmachen um nochmal richtig schön einen Berg runter zu fahren. Dummerweise musste ich zuerst da rauf. Es ging über Vourliotes, am Kloster vorbei und ganz nach oben (oder kam es mit nur so hoch vor?) – Oben angekommen konnte man schön auf Kokkari runterschauen und es wurden viele Fotos gemacht. Danach ging es endlich den Berg runter über Schotter, wo Mario mir wertvolle Tipps zum sicheren und spaßigen Runterkommen gegeben hat.

Nach dem gemeinsamen Essen gab es Popowackeln in der Odissey Bar (Abschiedsfete)

Nach ca. 3 Std Schlaf musste ich Koffer packen und nach Hause fliegen.

Fazit: Eine tolle Woche die viel zu schnell vergangen ist.

Habe einige sehr nette Leute kennengelernt.

Die Teamer auf Samos sind wirklich engagiert und kennen sich gut aus, sie sind immer ansprechbar, sogar an ihrem freien Tag.

Ausserdem ist es eine tolle Insel, auf der man viel sehen und erleben kann.

2 Gedanken zu „Sportliche Woche auf Samos Ende August Anfang September 2010

  1. Carsten

    Hallo Cordula,
    schöner Bericht. Ich glaube das Zimmer kenne ich. EG Zi 14? Dort habe ich eine Woche später (Die 6 Platten auf der Sonderrunde waren exakt eine Woche vorher!) ebenfalls einen tollen Urlaub verlebt.
    Gruß
    Carsten

  2. uschi

    Hallo Cordula und Carsten,

    Euren Berichten entnehme ich, dass Ihr auch als Einzelreisende unterwegs wart. Dies möchte ich dieses Jahr Ende Sept. in Angriff nehmen und hab mir auch Somos oder alternativ Lesbos angesehen. Ich bin noch entwas unschlüssig, ob man dort auch Ende Sept. noch gut Urlaub machen kann und als Alleinreisende (Mitte 50) dort Anschluß findet. Könnt Ihr mir dazu was berichten? Vielen Dank

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