15. April 2014

Sunny Skies – Arlberg 08.-15.03.2014

Reisebericht von Roland Müller
FROSCH Reiseziel Sportclub Arlberger Hof in Klösterle, Österreich

Wieder einmal sollte es zum Skifahren ins Klostertal in den Arlberger Hof gehen. Das als besonders schneesicher bekannte Gebiet bietet sehr abwechslungsreiche Abfahrten und ich komme immer wieder gerne hierher.
St. Anton, Rendl sowie Stuben bieten schon einiges an Pisten-Möglichkeiten und dreimal die Woche fährt ein von Frosch gecharterter Bus direkt von der Haustür nach Lech und Zürs. Für den An- und Abreisetag bietet sich der Sonnenkopf an, so ist für Abwechslung gesorgt und es wird nie langweilig!

Dieses Jahr hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen und wollte lernen, wie man sich denn auch abseits der gekennzeichneten Skipisten sicher bewegt und habe das Freeridecamp „Basic“ gebucht.
Der milde Winter hat dem Vorhaben dann beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht, und der frühe Märztermin bot ein völlig überraschendes Erlebnis: Mittags 6°C plus auf der Valluga, dem mit 2809 Meter höchsten Gipfel im Arlberggebiet auf der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg.
Da konnte der Schnee nicht so richtig mithalten und spätestens ab mittags musste man mit ziemlich sulzigem Schnee klar kommen. Im Tal war es dann auch schon eher grünbraun als weiß…
Ich war also skeptisch, was mich zum Freeriden erwarten würde, der Guide der örtlichen Skischule in Stuben hat aber immer noch interessante Strecken gefunden. (Freeriden heißt ja auch nicht zwingend Tief- oder Neuschnee…) Ich habe mich weit abseits von den mir bekannten Pisten bewegt und konnte trotz (oder wegen) nicht vorhandenem Pulverschnee neue Erfahrungen sammeln. Auch wurden wir in die obligatorische Freeride-Ausrüstung bestehend aus Schaufel, Sonde und Piepser eingewiesen und durften einen im Rucksack vergrabenen Piepser wiederfinden als Übung für einen Lawinenabgang. Auch ein Schneeprofil haben wir erstellt und überhaupt habe ich etwas mehr über unterschiedliche Schneearten und die Geländebeschaffenheit gelernt. Alles in allem eine sehr schöne Erfahrung!

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Wie immer hat alles aber auch seine Schattenseiten: Dadurch, dass der dreitägige Kurs am Beginn der Woche durchgeführt wird, verpasst man die Skiguidings die von den Fröschen durchgeführt werden und die für mich auch immer eine gerne angenommene Möglichkeit waren Kontakte zu knüpfen. Dass direkt nach dem Kurs ein Tag freies Fahren (also ohne Guiding) auf dem Programm steht ist dann suboptimal organisiert. Und zu guter Letzt waren auch zwei der organisierten Transfers ins Skigebiert von Lech und Zürs an den Kurstagen gleich zu Beginn der Woche… Wenn ich alleine oder zum ersten Mal am Arlberg gewesen wäre – ich hätte mich geärgert, aber man kann wohl nicht alles haben.

Ansonsten verlief die Woche wie von Frosch gewohnt: gute Mahlzeiten, Hüttenabend, Fackelwanderung und Kickertunier. Am Arlberg darf natürlich auch ein Besuch beim Mooserwirt zum Après-Ski nicht fehlen – immer wieder erstaunlich, was hier täglich an Party stattfindet. Da kann man zu stehen wie man möchte, einmal muss man dabei gewesen sein!

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Eine Besonderheit gab es in unserer Woche auch: Das Funkenfeuer – kurz Funken – lockte viele Leute in den Ort und war vermutlich ein Highlight des Jahres! Es handelt sich hierbei um einen alten Feuerbrauch, der heute hauptsächlich noch im schwäbisch-alemannischen Raum verbreitet ist. Jedes Jahr am Funkensonntag (dem ersten Sonntag nach Aschermittwoch) werden die so genannten Funken abgebrannt. Der Funken in Klösterle war ein ca. 10 m hoch aufgeschichteter Holzturm, der nach Einbruch der Abenddämmerung unter den Augen der Dorfbevölkerung angezündet wurde. Zum Abschluss gab es dann sogar noch ein Feuerwerk!

Ansonsten sind die Partys diesmal ein wenig kurz gekommen, ich vermute mal, weil nur ca. ein Fünftel der Teilnehmer weiblich war. Hier wäre es schön, wenn Frosch ein wenig mehr auf Ausgewogenheit schauen könnte – das wird aber natürlich nirgendwo versprochen ;o)
Auch hatte ich den Eindruck, dass die Reisenden bei Frosch immer älteren Semesters werden, aber ich werde selbst ja auch nicht jünger…

Als letzten Kritikpunkt hätte ich noch die Skibuszeiten anzumerken, auf den man morgens zwingend angewiesen ist: Sowohl in Richtung Sonnenkopf, wie auch Richtung Stuben fuhren die Busse dieses Jahr nur stündlich (ich meine, dass dies bei meinem letzten Besuch im Arlberger Hof anders gewesen ist). Das schränkt natürlich ein wenig ein bzw. man muss sich morgens ein wenig besser organisieren.

Genug gemeckert! Die Woche hat Spaß gemacht! Die Sonne hat es so gut mit uns gemeint wie noch in keinem anderen Skiurlaub zuvor. Ich habe etwas Neues gelernt, viele Pisten abgefahren und mich trotzdem gut erholt. Ich komme bestimmt wieder.

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