27. Juni 2018

Mein 1. Mal Frosch, mein 1. Mal Toskana & einer meiner schönsten Urlaube!

Reisebericht von Ines aus Dresden – Juni/Juli 2017
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Villa da Filicaja in Montaione, Italien

Vor den Reisedetails ein ganz herzliches Dankeschön an das tolle Team der Villa da Filicaja! Ihr seid ein tolles Team: Dany – die mit Herz und Seele die Destination in Montaione leitet, sich um alles liebevoll perfetto kümmert und immer strahlt; tolle Wanderungen mit Laura – sportlich, motivierend, unkompliziert, absolut sympathisch; tolle Tipps vom Radprofi Niko – immer ein herzliches Lachen im Gesicht (leider konnte ich keine Radtouren mitfahren – ich war aber sportlich beim Wandern dabei); super leckeres Essen von Gayane – einmalig, fröhlich, Energiebündel pur; und völlig entspannte Atmosphäre auf Terrasse & Co. dank „SKR“ Lukas; alles top organisiert oder spontan umgesetzt, immer gut drauf, immer ein offenes Ohr – bei Euch fühlte ich mich willkommen, herzlich aufgenommen und einfach total wohl.

Die Lage: Eingebettet in die traumhafte toskanische Landschaft mit Weinbergen, Wäldern & Hügeln, kleinen Städtchen in naher Ferne, liegt das Anwesen der Villa da Filicaja – ein alter Herrschaftssitz aus dem 15. Jahrhundert. Der Blick schweift in die Ferne ins Elsatal und bis zu den hohen Bergen der Apennin.

Sonntag – Anreisetag

Nachdem ich mit den anderen Fröschen auf der Fahrt vom Flughafen im Kleinbus einen ersten Eindruck der schönen toskanischen Landschaft bekam, eine lange Baumallee zur Villa Filicaja entlang fuhr, wurden wir von der Destinationsleitung Dany herzlich willkommen geheißen.

Vorbei an den Casa’s Antonio – den stilvoll eingerichteten Appartements, steht man staunend vor der herrschaftlichen Villa von Conte Antonio – umrahmt von Blumenkübeln, die größer als ich sind – und kann es kaum glauben, dass man hier seinen Urlaub verbringen darf. Eine wunderschöne große Terrasse, ein Garten mit Pool, alter Baumbestand (Naschen der reifen Früchte wie z.B. Feigen inbegriffen), sowie die Cantina mit offener Küche – alles im toskanischen Stil – man fühlt sich sofort entspannt hier.

In der Begrüßungsrunde am Abend stellte sich das Team locker & lustig vor: Dany, Laura und Niko, Gayane und Lukas kündigten voller Inbrunst und Fröhlichkeit uns das Abendmenü an, was wir in 3 Gängen in italienischer Manier über 2h zusammen mit dem Frosch Team auf der Terrasse genießen – wie in einer großen Familie. Zwischendrin gab es einige Infos allgemein und zu den Programm-Möglichkeiten des nächsten Tages.
Das Schöne ist, das gibt es jeden Abend, man freut sich schon immer richtig drauf.

Montag – Einführungswanderung in die Umgebung

Am Montag lernte ich mit der Wandergruppe die unmittelbare Umgebung in der Einführungswanderung kennen, wer bis jetzt dachte „Toskana – flaches Land mit ein paar Hügeln“ (ich), freute sich auf die kommenden Wanderungen, denn hier gibt es nur Hügel, gefühlt geht es immer ordentlich bergauf, aber man wird auch mit wundervollen Ausblicken belohnt. Laut einem Reiseführer setzt sich die Fläche der Toskana aus 70% Hügel, 20% der Berge und 10% Ebene zusammen.

Angekommen in Montaione – einem kleine alten Städtchen, mit schönen alten Häusern, schmalen Gässchen, ließen wir uns im kleinen Alimentari bei Mama Lucia die frisch belegte Foccacia schmecken und genossen den traumhaften 180°-Rundblick in die weite Ferne.Zurück in der Villa da Filicaja gab es die Einweisung in die E-Bikes, mit denen schafft man jeden Berg. 😉 Am Nachmittag lernten wir das Frosch Team bei Kaffee und frisch gebackenen Kuchen näher kennen und sie plauderten aus ihren eigenen Nähkästchen bzw. wie sie zu Frosch kamen. Im Anschluss gab es bei Yvonne eine Yoga-Einführungsstunde, die sehr eeeeentspannnnend war.

Nach dem Abendmenü gab es ein weiteres Highlight – eine exklusive Weinprobe mit Conte Antonio, auf der wir alle seine Weine bis hin zum Vin santo und seinen guten Olivenölen probieren durften.

Auch wenn sich dieser Tag voll anhören sollte, es gibt hier so viel zu entdecken und erleben, aber wie sagt Dany: „alles kann – nix muss“.

Ausflüge

Pro Woche wird von Frosch ein Ganztagesausflug angeboten, sowie zusätzlich freitags ein Halbtagesausflug. Diese sollte man nicht verpassen, bei 2 Wochen Aufenthalt hat man so die Möglichkeit, 4 schöne alte italienische Städte kennenzulernen (zzgl. die Orte, die man auf den Wander-/Bikeausflügen besichtigt), ein bisschen die alte Geschichte zu fühlen und durch die Gässchen der Cittas zu schlendern. Jede Stadt ist an sich wieder völlig anders, ich gehe hier nur kurz drauf ein, die Städte sprechen ja schon für sich selbst. Interessant ist auch der Weg an sich, man kommt durch verschiedene Bereiche der Toskana, wo sich die Landschaft verändert – von den Weinbergen und Wäldern um Montaione bis zu riesigen Feldern, die goldgelb bis braun leuchten, und die für die Toskana typischen Zypressenalleen, die ein tolles Muster in die Landschaft zaubern.

Dienstag – Wanderung nach Certaldo

Heute stand eine tolle, aussichtsreiche Wanderung auf dem Programm. Bei 30° im Schatten wanderten wir von Gambassi Therme über Geröllwege, ins tiefe Tal und auf die Höhen, an Weinbergen entlang – immer fantastische Ausblicke genießend – nach Certaldo, wo der Dichter Giovanni Boccaccio Spuren hinterließ und wo wir in der schönen kleinen, sehr alten Altstadt hoch auf dem Hügel verschnauften und froh waren, dass der Rückweg mit Zug und Bus geplant war..
Tipp: Aufstieg auf den Turm des Boccaccio-Hauses, von da hat man einen tollen Rundum-Blick in die gesamte Region.

Mittwoch – Ausflug nach Florenz

In Florenz – der Hauptstadt und größten Stadt der Toskana – pulsiert das Leben und der Tourismus. Florenz war eine der reichsten Städte im Mittelalter, das spiegelt sich in den zahlreichen Prachtbauten der Renaissance wieder. Durch die einflussreiche Familie der Medici gehörte Florenz zu einer der wichtigsten Metropolen Europas, auch viele Künstler und Geistliche fanden den Weg nach Florenz.

Nach einer sachkundigen Führung kann man auf eigene Faust die vielen Sehenswürdigkeiten auf sich wirken lassen – die Kathedrale Santa Maria del Fiore, die berühmte (Brücke) Ponte Vecchio, die Uffizien sowie unzählige Pallazis … alles kann man nicht an einem Tag besichtigen, aber man bekommt einen bleibenden Eindruck von dieser schönen Stadt und ihren vielen Gassen. Nicht verpassen sollte man den Blick vom Piazzale Michelangelo mit der mittig am Platz stehenden Kopie des Davids von Michelangelo, von dem man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt von Florenz hat. Danach kann man ganz entspannt entlang des Arnos zurück in die Altstadt schlendern.

Freitag – Ausflug nach Volterra

Eine kleine alte Stadt der Etrusker mit einem ganz eigenen mittelalterlichen Charme der italienischen Gotik – schlicht – glatt – geradlinig, mit vielen Gassen und natürlich Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Palazzo dei Priori – gleich neben der Touristeninfo gelegen, Überreste eines alten römischen Theaters und nicht zuletzt dem Gefängnis, welches sich in einem schönen, höher gelegenem Stadtpark befindet, von dem man einen Blick auf die Altstadt von Volterra erhaschen kann. Atemberaubend ist der Ausblick von der Stadtmauer von Volterra, wo man seinen Blick weit in die Ferne schweifen lassen kann.
Tipp: Hier kann man sich Audio-Guides ausleihen, allerding sind diese per Hörer (ähnlich eines Schnurtelefons) mit dem Guide verbunden – besser ein Paar eigene Kopfhörer mitnehmen, damit man die Hände zum Fotografieren frei hat.

Samstag – Wanderung nach San Vivaldo

Da der Anspruch der Wanderungen sich stetig steigert, hatten wir hier eine ordentliche Tour, die größtenteils durch die Wälder um Montaione ging, gefühlt ging es stetig bergauf, die Anstiege nahmen kein Ende … aber letztlich waren wir stolz die Tour geschafft zu haben. Und abends konnten wir trotzdem beschwingt das Tanzbein schwingen zur Abschlussparty in der Villa da Filicaja.

Sonntag – Ende der 1. Toskana-Woche

Für die meisten bedeutete dies die Ab- und Heimreise, für einige Halbzeit und es war interessant, einen Wechsel der Gruppe zu erleben, wir verabschiedeten alle in mehreren Etappen und genossen ansonsten den Tag ganz relaxed in der Villa da Filicaja.

Dienstag – Wanderung nach Gambassi Therme

Eine schöne Wanderung in den Nachbarort Gambassi Therme, ebenso wie Florenz mit Siena stetig im Wettstreit steht, ist’s bei Montaione und Gambassi Therme das gleiche. Ich finde beide Orte schön, jeder hat kleine Eigenheiten. Hier kann man auf der Kirchturmspitze Pinocchio bewundern, der zur Mittagszeit um 12 Uhr tanzt.

Ausflug nach Siena

Muss man besucht haben, für viele Toskaner ist es die heimliche Hauptstadt der Toskana. Nach einer sehr interessanten Führung durch eine sehr angenehme Seneserin (ich hoffe ich erinnere mich richtig …), wo man viel über den Palio und die Contraden erfährt, lädt diese schöne alte Stadt zum Schlendern durch die vielen Gassen ein. Auf der Piazza del Campo – dem Herzstück von Siena – kann man ein Gefühl vom Palio erahnen. Unzählige Cafés laden hierzu ein, ebenso kann man sich einfach auf den Platz setzen – und seinen Blick 360° schweifen lassen.
Wenn man auf den Rathausturm möchte, muss man sich vorab ein Zeitticket holen, ebenso und mit weniger Wartezeit kann man auf den Turm im Museum neben der Kathedrale steigen, auch von hier hat man einen tollen Blick über die Dächer der Stadt und kann sogar die Piazza del Campo von oben sehen.

Siena hat viele tolle Sehenswürdigkeiten wie den Dom von Siena (es gibt auch hier eine unendliche Warteschlange, aber für 1€ mehr kann man an der Kasse für vorbestellte Eintrittskarten sofort ein Ticket holen), die Accademia Musicale Chigiana sowie viele schöne alte Pallazis.

Donnerstag – Wanderung nach San Gimignano

Nach einer schönen Wanderung per pedes kommt man in San Gimignano an. Erschöpft vom Laufen in der Juli-Hitze, haben wir erst einmal Erholung im Park oberhalb der Stadt gesucht (Rocca Burgruine mit Garten).
San Gimignano – die Stadt der Geschlechtertürme – muss man auf jeden Fall mitnehmen, eine wunderschöne kleine Stadt, wo man sich sofort wohlfühlt. San Gimignano hat die meisten noch vollständig erhaltenen Türme der Toskana, die letztlich Wahrzeichen von mittelalterlichen Machtkämpfen darstellen – je größer/höher desto einflussreicher war die Familie. Von insgesamt 72 Türmen sollen heute noch 15 Türme existieren, ich selbst bin beim Zählen auf 13 gekommen. Der historische Altstadtkern ist sehr klein, doch kann man durch unzählige Gassen schlendern, viele schöne kleine Lädchen entdecken – ebenso das „weltbeste“ Gelato probieren, insofern die Schlange davor nicht zu lang ist. 

Ausflug nach Lucca

Auch Lucca ist eine Ausflug wert, eine schöne alte Stadt, aber ganz anders als Siena. Rings um die Altstadt führt der Stadtwall, auf dem man die gesamte Altstadt umrunden kann und in Richtung Altstadt wie auch nach außerhalb schöne Ausblicke hat.
Auch hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten, hervorheben möchte ich hier den Torre Guinigi – einen Turm, auf dem oben auf der winzigen Aussichtsfläche Bäume gepflanzt wurden, die herrlich Schatten spenden. Ganz bezaubernd ist die Piazza dell’anfiteatro, gleich in der Nähe des „Baumturmes“. Auch wer shoppen gehen mag, findet in Lucca viele Möglichkeiten.
Alles in Allem ist Frosch Urlaub in der Villa Filicaja in der Toskana ein ganz besonderes Erlebnis – ich komme wieder, versprochen! 

Ein Gedanke zu „Mein 1. Mal Frosch, mein 1. Mal Toskana & einer meiner schönsten Urlaube!

  1. Ines

    ..und ich habe mein Versprechen wahr gemacht, war bereits ein 2. Mal im Frosch Sportclub Villa Filicaja und ich werde wiederkommen 🙂 a presto, cari saluti, ines

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