4. Juli 2011

Unsere Mallorca Laufwoche – oder: was man am letzten Tag noch alles sehen kann…

Reisebericht von Claudia Kamprolf und Karsten Putzbach (c.kamprolf at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Hotel Vent-i-Mar auf Mallorca

Nach einigen tollen Bike- und Ski-lastigen Frosch-Urlauben hatten wir uns dieses Mal für eine Laufwoche auf Mallorca entschieden. Für erfahrene Frösche hat Mallorca direkt bei Ankunft auf dem Flughafen eine Überraschung parat…man wird nicht wie sonst mit einem Frosch-Schild abgeholt, sondern muss das Transferunternehmen am Flughafen selbst suchen. Für alle die, die alle Anweisungen gelesen hatten kein Problem, aber wer liest die schon? Aber so hatte man für den ersten Abend direkt spannende Geschichten zu erzählen.

Alles andere läuft auch auf Mallorca gewohnt bekannt und entspannt…freundliche Begrüßung durch die Teamerin Judith im Hotel, Zuteilung der Zimmer und am wichtigsten: die Bekanntgabe der Essenszeiten. Diese sollten UNBEDINGT eingehalten werden, denn das Essen ist wirklich exzellent. Lecker, frisch, abwechslungsreich…

Das Programm der Laufwoche startete auch direkt am ersten Tag, nach der froschüblichen Einweisung in Hotel-, Zimmer-, Fahrrad- und Fahrradkellernutzung. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der „Läufer“ ging es direkt zu einem ersten kleinen Lauf an der Promenade, um die Sonne, den Wind und die anderen Laufpartner kennen zu lernen.

Die Laufgruppe war gut gemischt…routinierte und Hobbyläufer, Springflöhe und eine gemütlichere Fraktion. Alles in einem eine „schöne Gruppe“, deren Name so schon in der Vorstellungsrunde geschärft wurde.  (Die schöne Gruppe durfte sogar für den Frosch-Fotografen Modell laufen: siehe Gruppenfoto!)

Pro Tag gab es zwei Laufeinheiten. Das Programm war Abwechslungsreich. Läufe am Strand wurden kombiniert mit Skippings oder Steigerungsläufen. Längere langsamere Laufeinheiten wechselten sich mit kurzen intensiveren Laufeinheiten ab.

Eins war garantiert…abends waren nicht nur die Beine müde, sondern auch deren Besitzer.

Zwischen dem Laufen war auch noch ein wenig Zeit etwas mehr von Mallorca zu sehen. Zugegebenermaßen ist bei der Laufwoche der Radius um das Hotel auf die eigene Kondition begrenzt, man hat keinen Fotoapparat dabei und schon gar nicht ein Picknick. So haben wir an zwei Tagen die „Laufpause“ für Radtouren genutzt. Eine Tour auf eigene Faust und eine durch Frosch organisierte Tour nach Pollenca. Ich muss sagen…die vielen Stufen in Pollenca haben mein nachmittägliches Lauftraining schon beeinflusst.

Um uns an unserem lauffreien Tag nicht zu langweilen – wer will denn schon entspannen im Urlaub? –haben wir uns bei Experience Mallorca zum Coasteering angemeldet. Die Agentur befindet sich praktischerweise direkt im Hotel, somit bekamen wir die Ausrüstung direkt vor Ort und konnten auch direkt in den Van steigen, der uns zu unserem Abendteuer gefahren hat.

Das Abendteuer begann für mich mit dem Anziehen des Neoprenanzugs…wurde aber schnell getoppt durch die erste Aktivität. Sprünge von den Felsen ins Wasser…zunächst von kleinere Höhen von ca. 3 Metern, dann von 5 und von 8.

Wobei ich zugeben musste, dass ich selbst die 8 Meter nicht hinunter gesprungen bin. Die beiden Guides waren aber super und so durfte ich ein wenig hinunterklettern und hatte meinen höchsten Sprung somit aus 6 Metern Höhe.  Nach dem ersten Programmpunkt schien für mich alles Adrenalin schon verbraucht. Wir haben dann ein wenig beim Abseilen ins Wasser entspannen können. Der letzte Programmpunkt war für mich der schönste, wir sind in eine der Höhlen in den Felsen geschwommen. In der Höhle an sich war es dunkel, durch das Licht im Wasser konnten wir uns orientieren.

Leider gibt’s von der ganzen Aktion keine Beweisfotos, da wir uns den gesamten Vormittag im Wasser herumgetrieben haben…das hält meine Kamera nicht aus.

Für die letzten zwei Tage haben wir uns noch einen Mietwagen geleistet. Die letzte Lauftrainingspause konnten wir so mit einem Besuch beim Cap Formentor perfekt ausfüllen.

Am letzten Tag haben wir die Koffer direkt ins Auto gepackt, da wir durch sehr späte Abflüge noch ein paar Stündchen hatten. Eigentlich hatten wir das Kloster Lluc geplant…wir konnten aber die Straßensperren für den Iron-Man Mallorca nicht komplett austricksen…wir haben durch die Aktion einiges vom Hinterland sehen können und kennen nun einige Orte, die nicht einmal auf den gängigen Karten verzeichnet sind. J Bei der 3. Straßensperre haben wir aber endgültig aufgegeben und uns von anderen Mallorca-Spots überraschen lassen.

Mit 20 Minuten Serpentinen „extrem“ kann man zum Beispiel zum Castell d’Alaró hochfahren und die gigantische Aussicht genießen. Wenn ein Auto die gleiche Idee hatte, wird es auf der engen Straße allerdings ein wenig knifflig.

Das nächste Ziel wurde direkt danach angepeilt: Soller. Auf dem Platz in Soller haben wir lecker gegessen und den „Roten Blitz“ des Öfteren an uns vorbei“sausen“ sehen.

Nach einem Abschied von Soller haben wir die Aussichten der MA-10 gen Süden genossen.

Hinter Valdemossa haben wir schweren Herzens den Weg nach Palma einschlagen müssen…Palma kam aber schneller als erwartet und so haben wir uns noch bis zum Hafen vorgetraut und die Tiefgarage unter der Kathedrale angesteuert. Wie praktisch. J So haben wir auch noch die Kathedrale sehen können, bevor wir unseren Flitzer am Flughafen wieder abgeben mussten.

Fazit: Wer in einer Woche Mallorca erleben, eine Laufwoche machen und sich noch erholen will, gerät ordentlich in Freizeitstress.  Und so waren wir am Ende traurig, die Heimreise antreten zu müssen.

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