21. Juli 2008

Von Toreros, Brandy und Affen

Reisebericht von Oliver (oliwin200 at yahoo.de)
FROSCH Reiseziel Sporthotel Diufain in Conil, Andalusien – Spanien

13 Grad Celsius, ein grauer Himmel und strömender Regen. So stellt man sich die Ankunft im sonnenverwöhnten Andalusien eigentlich nicht vor. Aber unser Optimismus wurde belohnt: Am nächsten Tag war schon wieder alles anders. Somit machte es Spaß, an den von Frosch angebotenen Wanderungen teilzunehmen. Sei es zum weißen Dorf Vejer de la Frontera oder der Steilküste entlang bis zum Hafen. Dort konnte man beim Anlegen der Fischerboote zuschauen und Hummer sowie kleine Haie bestaunen. Bei der Zubereitung dieser Köstlichkeiten sparten die Andalusier – sei es im Hotel oder in den Restaurants – im Übrigen nicht mit Knoblauch: des einen Leid des anderen Freud.

Andalusien

Andalusien

Historisches in Sevilla
Wer schon mal in Andalusien ist, sollte sich einen Ausflug nach Sevilla – der wärmsten Stadt Europas – nicht entgehen lassen. Ein Besuch der Kathedrale und der Marsch auf den Turm, um die schöne Aussicht über die Dächer zu genießen, ist auf jeden Fall ein Muss. Genauso wie die Besichtigung des Sarges von Christoph Kolumbus. Unweit von der Kathedrale entfernt wartete der Alcazar – ein mittelalterlicher Königspalast – als nächstes Highlight auf uns. Eine Rundfahrt mit einem offenen Doppeldeckerbus vermittelte uns einen guten Eindruck von der Größe und Vielfältigkeit der Stadt. Alte Paläste und Reste der gut erhaltenen Stadtmauer wechselten sich mit modernen Monumenten, eindrucksvollen Brücken und Sportstadien ab. Was in keiner typisch andalusischen Stadt fehlen sollte, ist natürlich eine Arena. Durch die Teilnahme an einer Führung in der Arena erhielten wir vielfältige Eindrücke von der Tradition des spanischen Stierkampfes.

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Cadiz – Stadt auf einer Landzunge
Aber nicht nur Sevilla ist eine Reise wert, sondern auch Cadiz. Cadiz ist zwar kleiner, aber aufgrund seiner Lage am Meer und seiner gepflegten Innenstadt beeindruckend. Der Hafen mit seinen vielen verschiedenen Schiffen weckte sowohl das Interesse von Laien als auch das von Bootsfreunden. Interessant und hilfreich beim Cadiz-Besuch waren die farblich markierten Routen auf dem Boden, um die Altstadt besichtigen zu können, ohne sich dabei zu verlaufen.

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Zu Gast beim Osborne-Stier
Mit unserem Cadiz-Ausflug war auch eine Besichtigung von El Puerto de Santa MarĂ­a verbunden – dem Ausgangspunkt der zweiten Amerikareise von Christoph Kolumbus. Ein Rundgang durch die kleine, aber interessante, mit einer Burg versehenen Stadt führte uns zum Firmensitz der Osborne-Gruppe, die vor allem durch ihren Brandy bekannt ist. Das im Jahr 1772 gegründete Traditionshaus lud zu einer Besichtiguung der Lagerhäuser mit einer unüberschaubaren Menge alter Eichenfässer ein. Die deutschsprachige Führerin erläuterte uns die Herstellung von Brandy und weiteren Spirituosen, die anschließend natürlich probiert wurden. Das Markenzeichen – der Osborne-Stier – ist an etlichen Straßen in Spanien in Übergröße aufgestellt und gilt schon fast als inoffizielles Nationalsymbol Spaniens.
Aber auch in El Puerto de Santa MarĂ­a durfte eine Arena nicht fehlen. Diesmal sahen wir den Toreros beim Üben zu – allerdings ohne Stier.

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Großbritannien ganz nahe
Mit einem Mietwagen hatten wir uns auf den Weg nach Gibraltar, dem britischen Überseegebiet, gemacht. Beeindruckt von dem Kalksteinfelsen, der 426 m in die Höhe ragt, hatten wir uns entschlossen, den dort hausenden Affen einen Besuch abzustatten. So niedlich wie sie auf den ersten Blick wirkten, so frech waren sie beim näheren Kennenlernen. Kein Rucksack mit Vesper war vor ihnen sicher. Mit einem tollen Blick nach Afrika verabschiedeten wir uns und fuhren mit dem Auto über die Rollbahn der Gibraltar Airforce weiteren Sehenswürdigkeiten entgegen.

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Wer die kulturelle Seite Andalusiens und dessen traditionsreiche Städte kennenlernen und nicht nur am Strand relaxen möchte, der darf sich hier gut aufgehoben fühlen.

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