3. April 2014

Wenig Schnee – trotzdem geht’s: Das Skifahren im Zillertal Januar 2014

Reisebericht von Anette
FROSCH Reiseziel Sportclub  Traube in Uderns, Österreich

17.01.2014
Es geht los. Diesmal für uns vom neuen Abfahrtsort in Köln: „Gummersbacher Str.“. Für uns leider nicht so ideal, denn so können wir nicht direkt aus der Bahn in den Bus „fallen“. Dafür ist es ideal für Autofahrer. Auf dem Parkplatz des KEC – direkt gegenüber vom Bus-Abfahrtsort – konnten wir unser Auto für die ganze Woche stehen lassen. Pro Tag sind 4,00 EUR fällig. Wichtig: Der Automat nimmt nur Münzgeld: 1er und 2er Euro-Münzen – also besser im Vorfeld sammeln.

18.01.2014
Die Fahrt im Bus war sehr kurzweilig. Um 8:00 Uhr morgens kommen wir bereits in der Pension Traube an. Frühstück steht bereit. Skipässe geht Claudi holen. Mit noch etwas Schlaf in den Augen, aber absoluter Vorfreude auf’s Skifahren geht es auf das Hausskigebiet „Kaldenbach“. Der Bus hält direkt vor der Haustür. Super ideal.

Unten im Tal ist noch alles grün. Sehr ungewöhnlich für Januar. Aber dieses Jahr macht sich der Schnee in diesem Teil der Alpen rar. Auf dem Berg ist alles gut präpariert. Wie man es von den Österreichern kennt. Sie beherrschen die Kunst der Pistenpräparation. Zum Glück arbeiten die Österreicher ohne Zusatzstoffen in den Schneekanonen. Im Sessellift bestätigte uns eine Österreicherin, dass die Auflagen und Kontrollen sehr hoch sind.

Also auf gemachtem Schnee, gut gebügelter Piste ziehen wir unsere ersten Bögen. Wir fühlen uns wie  im Oster-Skiurlaub, so warm ist es: 6 Grad Celsius auf dem Berg. Die Talfahrt ist zwar geöffnet, aber, wie uns einige am Abend berichten, nicht wirklich empfehlenswert. Bis zur Mittelstation geht es, aber wir mussten uns auf Sulz einstellen.

Am Abend begrüßt uns das Team: Ludwig, der Hausleiter und Skiguide und weitere Skiguides Claudie und Nils. Sie stellen uns den morgigen Tag vor. Wie immer vor der Nachspeise.

19.01.2014
Wir schließen uns der schnellen Gruppe an und Ludwig führt uns sicher durch’s Hausgebiet „Kaldenbach“.  Die Hochzilltertal-Gondel bringt uns bis zur Zentralstation. Auf dem Berg sind es auch heute 6 Grad Celsius und die Schneehöhe ist unverändert 68 cm. Wir nehmen den einen oder anderen beheizten 8er- oder 6er-Sessellift. Bei den Temperaturen eigentlich nicht erforderlich und trotzdem schön.

Wir fahren rüber zur Kristallhütte, ein wundervolles Panorama über die schneebedeckten Alpen zeigt sich uns. Und… man kann es sich hier gemütlich machen.

Draußen:

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(Liegefläche mit Blick auf Berge)

Und Drinnen:

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(Kamin)

In der anderen Richtung geht es zum Sonnenjet, mit dem Wedelexpress zur Holzalm.

Ludwig kennt sich aus und erzählt uns einiges von den Bergen, die uns umgeben. Merken kann ich mir das allerdings nicht, schade.

Abends können wir unsere letzten Kräfte beim Kickertunier aufbrauchen. Mir gefällt die Minitischtennisplatte auf dem Tisch. Es ist nicht so einfach den Ball auf der Platte zu spielen. Ist halt alles sehr sehr klein.

20.01.2014
Heute geht es so richtig früh los: Abfahrt mit dem Bus um 8:15 h, also nix mit lange schlafen.

Wir steigen in Zell am Ziller aus. Die Busfahrt ist ca. 5 Minuten länger als nach Kaldenbach, also nicht der Rede wert. Aber wir wollen heute quer durch’s Skigebiet fahren, also Strecke machen. Wir starten mit der Rosenalmbahn, fahren bis zur Kasspitz und arbeiten uns rüber bis zur Königsleitenspitze und bis zur Gerlosplatte. Es macht Laune, aber lange fackeln ist nicht, wenn wir noch pünktlich zurück zur Rosenalm kommen wollen. Um 16:15 h stehen wir wieder an der Rosenalmbahn. Geschafft! Den Berg nochmal hoch geht nicht. Der Lift schließt um 16.00 h.

Wir müssen also runter zum ‚Saustall‘ ins Après-Ski- Getümmel.

Abends am Haus gibt es leckeren Glühwein. Leider regnet es, also nix mit Schneebar, das Ganze wird nach drinnen verlagert.

21.01.2014
Juhuu. Es hat geschneit bzw. es schneit immer noch. Unten in Uderns ist es zwar noch Regen, aber wir sehen schon den frisch gefallenen Schnee in den Baumspitzen ab ca. 700 m.

Heute lassen wir es langsamer angehen – kein Skiguiding. Nahezu den ganzen Tag schneit es oben auf der Höhe. Herrlich. Der Schnee ist locker flockig. Wir haben Winterfeeling. Hoffentlich schneit es die Nacht durch und morgen dann strahlend blauer Himmel. Träume, die hoffentlich in Erfüllung gehen.

22.01.2014
Wieder hat es geschneit. Wir sind happy. Die Sicht ist einigermaßen gut. Also wir auf den Haushang Kaldenbach. Auch wenn es nicht wirklich viel geschneit hat, das Winterfeeling ist da.

Das Abendprogramm muss geändert werden: Rodeln fällt wegen zu viel Neuschnee aus. Dafür geht’s für den einen oder anderen zum Kegeln. Wir bleiben im Haus uns ziehen unseren Spieleabend vor. Das Barangebot: 1 EUR für Ramazotti Shot. Willkommenes Angebot für die Verliererrunden.

23.01.2014
Die Wetterfee verspricht uns heute 7 Stunden Sonne. Etwas geknickt fahren wir im Tal bei Regen und Nebel los. Dann durchbrechen wir die Wolkenfront und uns öffnet sich eine unbeschreibliche Sicht. Die ‚gelbe Sau‘ scheint. Wir stehen über den Wolken und fühlen „die Freiheit so grenzenlos“. Die Wolken hängen fest  über dem Tal. Mehr muss ich wohl nicht sagen.

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Der Schnee ist super: Locker, flockig, weich. Wir schwingen den Berg hinunter mit Blick auf’s wolkige Tal. Mal wieder alles richtig gemacht.

24.01.2014
Heute starten wir wieder früh mit dem organisierten Bus nach Mayrhofen. Unser Einstieg Horbergbahn. Der dritte Tag Skiguiding. Auch diesmal führt uns Ludwig souverän durch’s Skigebiet. Die Harakirie-Abfahrt mit 78% Gefälle steht am Anfang der Tour. Die Abfahrt wurde im weltweit größten Testportal für Skigebiete, als beste schwarze Piste 2012 ausgezeichnet.

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Sie ist wegen des griffigen Schnees angenehm zu fahren. Wir fahren an diesem Tag keine Lift  und keinen Hang doppelt. Ludwig kennt sich aus. Er legt eine super Skigebietsperformance hin. Erklärt uns die Bergwelt. Es ist immer wieder verwunderlich, wieviel Kilometer wir so an einem Tag zurücklegen. Man schaut auf einen kilometerweite gegenüberliegenden Hang und Ludwig sagt: „Dort waren wir eben“.

Nach einem kurzen Après-Ski in der Yeti Bar geht es zurück nach Uderns. Nach dem Abendessen gibt es nochmal Après Ski in der Postalm. Die Zillertaler Burschen spielen.

25.01.2014
Der Schnee ist in der Nacht bis ins Tal gefallen.  Oben auf dem Berg liegt wieder Neuschnee. Leider ist die Sicht nicht gut, aber ausreichend. Die Schneeflocken fallen unablässig, der Schnee ist weich wie Sahne. Es hat etwas meditatives, das Skifahren: Alles etwas langsamer, gemütlicher, wie auf Wolken. Winterfeeling: Die Schneeflocken von oben, die Kälte im Gesicht – herrlich.

Fazit: Ein schöner Urlaub.

Zum ersten Mal waren wir mit Frosch bzw. Kopfüber in einer Pension, die von einer Familie geführt wurde. Das 3-Bettzimmer, Doppelbett mit Zustellbett war o.k. Wir kamen gut zurecht, auch wenn es nicht groß war. Pension bedeutete: Koch war der Pensionsinhaber, das Küchenteam von Frosch bzw. Kopfüber, täglich Zimmerservice und wenn man will auch täglich frische Handtücher. Wer jedoch Party möchte, findet dies nicht hier im Haus.

Der Bus hält direkt vorm Haus und direkt vorm Skikeller und fährt ca. 10 Minuten zur Kaldenbachbahn. Nach Mayerhofen kann man auch mit Zug und Bus fahren, allerdings dauert das insgesamt 1 Stunde. Gut, dass wir den Bus hatten.

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