17. September 2012

Westendorf August 2012

Reisebericht von Dana G. [apwexx at gmx.de]
FROSCH Reiseziel Sportclub Wilder Kaiser, Westendorf – Österreich

FAMILIENURLAUB!!!!!???? Mit etwas gemischten Gefühlen las ich die Buchungsbestätigung und sah mich zwischen 10 Flitterwochenpaaren mit 30 hysterisch brüllenden Kindern in der Berghölle gefangen. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und so ging es mit einer, dann doch so ganz ohne Anhang reisenden, netten Mitfahrerin vom Frosch-Chatboard, gen Westendorf. Glücklicherweise bemerkte die orientierungslose Frauencombo, dass  „Westendorf in Bayern“ wohl ein übler Navi-Streich sein musste und riss das Lenkrad noch rechtzeitig herumJ

Vor Ort erwarteten uns, entgegen meiner Prognose, neben 31 Grad und strahlend blauem Himmel ein ruhiges und gemütliches Hotel und eine winzige Gruppe von 16 bunt gemischten Leuten. Gott, ich danke Dir!

Nachdem ich das übliche „Frosch-Procedere“  der Teamer-Vorstellung, Bike-Einweisung und die  „Wo kommst Du her? Reist Du öfter mit Frosch?“- Fragestunde hinter mich gebracht hatte, stand ich wieder vor der „Pest- oder Cholera“ alias „Wandern oder Biken“- Wahl.

Ich entschied mich wie immer für letzteres- wenn schon sterben, dann auf ´nem Top- Mountainbike!  Bei nunmehr 35 Grad quälte ich mich also Tag für Tag mit ausdauerndem Fluchen, dem geduldigen Guide hinterher, Berg für Berg hinauf und steinige Trails hinunter. Endorphinen und dem erfrischenden Sprung in eiskalte Gebirgsbäche sei Dank, war die Quälerei im Ergebnis dann wie immer mehr als beglückend- LEIDER GEIL!

Das buchstäbliche Highlight meines Urlaubs: Die 5 Uhr Sonnenaufgangs- Tour. Ganze 3 Leute waren gewillt das Bett frühzeitig zu verlassen. Das Aufstehen an sich sollte kein Problem sein- wenn nur das Radfahren nicht wäre. Irgendwie blieb mir ob des Sauerstoffmangels nach 3 km bergauf dann doch das Fluchen im Halse stecken-wenigstens die Temperaturen waren mit 18 Grad erträglich. Nach 2h hatten wir endlich den Gipfel erreicht auf dem uns Gewitterwolken und ein akuter Temperatursturz überraschten. 3  Amateure mitten in den Bergen in einem dicken Wolkenbruch…ich hatte inzwischen wieder zu meinem Repertoire an Kraftausdrücken zurückgefunden und dem armen Guide stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben.  Alpentypisch war nach kurzer Zeit der Spuk vorbei und ich ganz entzückt ob dieses, für mich als Flachlandtirolerin, kleinen Abenteuers. Nun ging die Tour über die üblichen „easy“ Trails- gespickt mit einigen zu überquerenden Hindernissen- zurück ins Tal. Als ob es nicht reichte zu fahren, musste ich also das Bike noch schleppen… man mag es nicht glauben aber auch das bereitete mir seltsamerweise Vergnügen. Zurück im Hotel gab es erst einmal das wohlverdiente 10-Uhr- Frühstück und der Tag- für mich aus sonnenbaden im hoteleigenen Garten bestehend- konnte beginnen. Mal wieder ein dickes Lob an den Guide, sensationelle Tour, souverän gelöst!

Zum Thema „Pest“ alias Wandern kann ich nicht viel beitragen. Die von der Kinder-Teamerin angebotenen Kinderwanderungen, mit dem den Temperaturen angepassten Hauptthema „Wasser in allen Variationen“,  wurden von den 2 mitgereisten Zwergen und der Mehrheit der Erwachsenen gerne genutzt und Erzählungen zufolge wohl für sehr gut befunden.

Eine Ü18- Wandertour habe ich der Vollständigkeit halber dann auch mal mitgemacht – Dank der unverschämten aber doch kurzweiligen Sprüche des zugehörigen Guides war der Aufstieg in brütender Hitze ganz unterhaltsam- ich kann jedoch dieser Art der Fortbewegung und progressiven Profilneurotikern nicht viel abgewinnen und daher blieb es dann auch bei dem einen MalJ

Um ja keine Langeweile aufkommen zu lassen, hatte ich „Sportskanone“ natürlich noch Tennis- Intensiv gebucht. Täglich 90 Minuten Tennis bei nachmittäglich gefühlten 40 Grad im Schatten- was kann schöner sein?! Meine üblen Erwartungen wurden jedoch auch hier nicht erfüllt- der Platz war super und der Trainer schaffte es tatsächlich mit viel Spaß, Geduld und Kompetenz unserer 3- Mann-Dilettantengruppe die Grundzüge des gepflegten Tennisspiels zu vermitteln. Auch hier mal wieder alle Daumen hoch!!!

Am Abend belohnte man uns dann mit einem für Frosch- Verhältnisse über-über-überdurchschnittlichen 4- Gänge- Bio- Menü, das seines Gleichen sucht. Schon allein dieses Geschmackserlebnis war die Reise wert.

Das Abendprogramm ließ â€“ mit Verlaub- wohl auch ein klein wenig dem Altersdurchschnitt der Gäste geschuldet- für meinen Geschmack etwas zu wünschen übrig. Wahrscheinlich war ich auch die Einzige die Abend für Abend ihr Überleben zu feiern hatte! Das Animationsprogramm wurde daher ganz  im Sinne der Kundenfreundlichkeit sogar meinen individuellen Vorlieben angepasst und man bescherte mir, als praktizierender Anhängerin der schönsten Nebensache der Welt, einen Besuch beim einheimischen Fußballclub SV Westendorf, mit einer überragenden 0:10 Niederlage gegen den Kitzbüheler Pokalgegner. Ganz großes Fußballkino…

Am letzten Abend ließ sich sogar der ein oder andere dazu bewegen erst nach 11 ins Bett zu gehen und den gelungen Urlaub zu begießen. Der Brummschädel am Abreisetag schmälerte zwar den Erholungseffekt ein wenig, hat sich aber definitiv gelohntJ

Für mich war es eine absolut perfekte Woche mit einer guten Mischung aus Sport und Entspannung und mit einigen unvergesslichen Momenten, für die ich mich bei der Gruppe und den Teamern bedanken möchte. In diesem Sinne…..Heil und so;)

Ein Gedanke zu „Westendorf August 2012

  1. Silke E.

    Ja, das waren wunderare Tage in Westendorf. Für mich, die ich eigentlich nach Griechenland wollte und ungewollt nach Österreich kam, eine sehr schöne Zeit mit super netten Gästen und Teamern – unerwartet wenig Kindern (müssen wohl die Woche davor wesentlich mehr Kinder gewesen sein) und einer Menge schöner Aktivitäten (Wandern, Biken, Schwimmen und Tennis).

    Das Essen von Annette und ihrem Team war grandios 🙂 und die Tischdeko mit viel Liebe gezaubert. Mit dem Stromausfall in der zweiten Woche erlebten wir kurzerhand ein Kerzenscheindinner 🙂

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