21. Januar 2013

Weste(r)ndorf – bei Kitzbühel (5.-12. Januar 2013)

Reisebericht von S.H.
FROSCH Reiseziel Sportclub Wilder Kaiser in Westendorf bei Kitzbühel

Nach den 1a Erfahrungen mit Frosch im letzten Jahr in Saalbach (https://www.frosch-blog.de/von-der-kaulquappe-zum-goldfrosch/4763) wurden auch zu Beginn dieses Jahres wieder ausreichend Skisocken, -unterwäsche und weiteres modisches Equipment im Koffer verstaut, per airberlin (auf Kosten zweier Skitage wegen ungünstiger Flugzeiten) nach Salzburg und von dort mit „Andy’s Taxi“ (nach einer Rundfahrt durch halb Österreich) an den Bestimmungsort verfrachtet.

Da „Westendorf!“ auf die Frage: „Wo geht’s denn hin zum Skifahren?“ nur in äußerst seltenen Fällen mit einem (vorgetäuscht) wissenden Lächeln quittiert und als ausreichende Antwort akzeptiert wird, bietet sich der sofortige Zusatz „bei Kitzbühel“ an. Einige Mitreisende fuhren derweil auch nach „Westerndorf“. Dazu kann ich nur sagen: „Komm, hol das Lasso raus! Wir spielen Cowboy und Indianer…“ (http://www.youtube.com/watch?v=MyH-fGcHUkg).

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Teamer vor Ort, gab es am Ankunftstag direkt das erste köstliche Vier-Gänge-Menu der kulinarisch durchweg hochwertigen Urlaubswoche. Gehe nicht über Los/ Piste, ziehe keine 3.000,-/ kcal-Verbrauch ein! Trotz der nur knapp hälftigen Belegung des gemütlichen Frosch-Hotels Wilder Kaiser am Rande Westendorfs, gelang es uns, die Küche durch (stets umgehend und freundlich erfüllte) Nachbestellungswünsche auf Trab zu halten. Während die morgens geschmierte Pisten-Knifte im Laufe des Vormittags im Lift verzehrt wurde, geht Platz 1 in der Wertung „Bester Apfelstrudel“ (ermittelt im Rahmen einer repräsentativen (N = 1) einwöchigen Mittagspausen-Feldstudie) an die Stoagrub‘nhütte (Nr. 20 auf dem Pistenplan SkiWelt Wilder Kaiser/ Brixental), dicht gefolgt von der Rübezahl-Alm (Nr. 58). Beide Hütten punkten auch durch ihre Urigkeit, wohingegen das Panoramarestaurant Choralpe (Nr. 67) eher den Charme der Mensa II versprüht.

Das Skigebiet rund um den Wilden Kaiser ist so groß, dass man jede Piste während der gesamten Woche maximal zwei- bis dreimal befährt, oft sogar nur einmal, und Frau Holles Schneekanonen sichern bei ausreichend niedrigen Temperaturen die generelle Befahrbarkeit. Obwohl einige Talabfahrten offiziell geöffnet waren, waren die Schnee- und Sichtverhältnisse in unserer Woche eher suboptimal. Neuschnee am Abreisetag auf dem Rollfeld vor dem Rückflug, statt während der Woche auf den Pisten?? Finde den Fehler!

Bei Nebel bzw. in den Wolken erleichtert eine Entscheidung für auffällige Farbkombinationen in der Wahl der Skikleidung den Gruppenzusammenhalt nicht unwesentlich. Aber an einigen Tagen konnten gelegentlich auch Panoramabilder vom imposanten Bergmassiv Wilder Kaiser aufgenommen werden, wobei mir u.a. in Anbetracht der vielen grünen Wiesen im Sonnenschein unwillkürlich die Titelmelodie von „Heidi“ in den Kopf schoss, die kurzzeitig andere ähnlich aufdringliche Ohrwürmer verdrängte. Für einen Skiurlaub – noch dazu in „Westerndorf“ – eindeutig die falsche Musik (s.o.)!

Die von den Frosch-Teamern angebotenen Skiguidings an vier Vormittagen erfolgten in zwei Geschwindigkeiten. Vermutlich hatte die Panorama-Gruppe (Nomen war diesmal nicht unbedingt Omen) dabei auch keine bessere Aussicht, als die schwarzen Flitzer, die sich besonders beim Ganztagesausflug nach Kitzbühel (hierfür bietet sich der AllStar-Skipass an) auf der berühmten „Streif“-Skirennstrecke austoben konnten. Dieses Jahr findet das Hahnenkammrennen dort vom 22.-27.1.2013 statt (http://www.hahnenkamm.com/programm-195.html); außerhalb dieser Woche steht die Strecke jedem Downhill-Fahrer frei.

Nach ausreichend Bewegung an der frischen Luft, gab es Obst, Vitamine und Kräuter – überwiegend flüssig und mit einigen Prozenten – im Schirm an der Talstation der Alpenrosenbahn. Der letzte Bus von dort fährt um 16h. Ein Taxi kostet 6€ bzw. ab fünf Personen 1,50€ pro Person und stellt daher eine prima Alternative für diejenigen dar, denen nach einem Tag in Skischuhen die ca. 500m zurück zum Hotel zu beschwerlich sind.

Was das Après-Ski-/Tanz-Programm angeht, hat Saalbach deutlich mehr zu bieten. Und würde man es (aufgrund eigenhändigen Nachblätterns im heimischen Diercke-Weltatlas) nicht besser wissen, hätte man Westendorf auch leicht versehentlich in den Niederlande verorten können. Dies gilt nicht nur für den Après-Ski-Bereich in den Discos Karat oder Mosquito. Unbedingt sollten sich daher folgende Sätze eingeprägt werden, um einer gestürzten Person auf der Piste behilflich den verlorenen Ski anzureichen: „Gaat ´t?“, „Ben je ok?“, „Mag ik je even helpen?“ Eine Schlussfolgerung allein aufgrund von oranje Jacken kann hier allerdings irrtümlich sein.

Obwohl eher kurzweilige Kickerturnier-, Quiz- oder Spieleabende auf dem Programm standen und der Party-Faktor – abgesehen vom geselligen Hüttenabend auf dem Berggasthof Maierhof – in unserer Woche nicht allzu verausgabend ausfiel, raffte es ein paar der Mitreisenden dennoch dahin. Der kontinuierlich wachsenden Erkältungsfraktion, wurden vom Frosch-Barkeeper erstklassig interessante Heißgetränke gebraut. Sofern weder dies, noch ein Gang in die Sauna, Abhilfe zu schaffen vermochte, gab es zum ökologisch wertvollen reichhaltigen Biofrühstück auch noch frischen Ingwer und Zitrone. Die Frosch-Teamer kümmerten sich wirklich vorbildlich und unverzüglich um die Behebung kleinerer oder mittelgroßer Anliegen.

Interessant ist schließlich die Auswertung des Skipasses am letzten Urlaubstag, die sich an der Bergstation Hochbrixen an einem Automaten ausdrucken lässt (oder mit der Skipassnummer nachträglich zu Hause unter www.skiline.cc). Viele sportliche Stunden auf den Pisten werden hierbei auf den kleinen Ausdrucken ähnlich einem Herzschlag-Diagramm sichtbar.

Als Fazit lässt sich ein Frosch-Urlaub in Westendorf all jenen empfehlen, die ein umfangreiches Pistennetz und reizvolle Tiefschnee-Geländegänge schätzen und in erlesenem Kreise gesellige Abende in einem gemütlichen Frosch-Haus verbringen möchten.

PS. Beim derzeitigen Wetter in der Heimat tröstet allein ein Gedanke: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Am liebsten würde ich sofort buchen. Also, worauf wart i’?! Auf geht’s: Beachen in Sarti!

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