23. Juli 2018

Sportclub Sveti Kriz: Willkommen auf Brac – Urlaub im historischen Ambiente

Reisebericht von Jens S. – 30. Juni bis 7. Juli 2018
FROSCH Reiseziel Frosch Sportclub Sveti Kriz, Insel Brac / Kroatien.

Nach diversen Reisen zu Frosch Zielen in Griechenland sollte es diesmal ein anderes Land werden. Bei der Suche auf der Frosch Website fiel mir direkt das Titelbild vom Örtchen Bol auf Brac in Kroatien auf, was sehr idyllisch anmutete. Somit stand kurze Zeit später das Ziel für die nächste Reise fest.

Die Anreise

Am 30.06. ging es von Düsseldorf mit Eurowings zum Flughafen Split, wo wir bereits erwartet wurden. Ein großer Bus brachte uns mit anderen Reisenden anderer Reisegesellschaften zum Hafen von Split (Dauer der Fahrt ca. 30-45 Minuten), wo wir einen eher kurzen Aufenthalt von 45 Minuten hatten, bevor unser Schiff Richtung Insel Brac ablegte. Die Wartezeit haben wir dann direkt mal für einen ersten Cocktail mit den gerade kennengelernten Mitreisenden genutzt. Mit der Fähre ging es dann von Split nach Brac (Fahrzeit auch hier ca. 45 Minuten). Im Hafen von Brac wurden wir dann wieder mit einem Bus abgeholt, der uns auf direktem Weg zum Sportclub Sveti Kriz brachte (Dauer der Fahrt auch wieder ca. 45 Minuten). Alles in allem muss man sagen, dass trotz des eher kurzen Fluges von 1,5 Stunden die Anreisezeit insgesamt schon einen ganzen Tag beansprucht. Aber der Urlaub fängt für mich ja schon am Flughafen an, von daher war es in Ordnung.

Der Sportclub

Der Frosch Sportclub Sveti Kriz befindet sich in einem alten Dominikaner Kloster. Auf der einen Seite des Komplexes leben noch drei Mönche. Von daher sollte man aus Respekt das Rumlaufen im Klostergarten in Badebekleidung vermeiden. Auch sportliche Übungen wie Yoga etc. sind wohl nicht gerne gesehen. Aber das alles stört den Frosch Gast nicht, denn auf der Hotelseite gibt es genug Plätze zum Verweilen, die schöne große Bucht und die große Hotelterrasse, auf der auch das Frühstück- und Abendessen eingenommen wird. Frühstück und Abendessen werden in Buffet-Form gereicht und das Essen war stets gut und ausreichend vorhanden. Es gab für jeden Geschmack etwas. Ebenso ist das Hotelpersonal lobend zu erwähnen, sehr nett und zuvorkommend den Gästen gegenüber. Hier kann man sich wohlfühlen.

Die Zimmer

Wir hatten die Junior-Suite gebucht und so mit zwei Personen ausreichend Platz (als Freunde verreist). Im großen Eingangsbereich (erstes Zimmer) befinden sich eine Couch (keine Schlafcouch), ein Kleiderschrank, sowie ein großer Spiegel. Von dort geht es ins Badezimmer und ins große Schlaf-/Wohnzimmer. Hier befinden sich ein großes Doppelbett (mit durchgehender Matratze) und eine große Schlafcouch, die ausgezogen werden kann. Wir haben uns dann auf diese zwei Schlafgelegenheiten aufgeteilt. Eine räumliche Trennung ist hier aber nicht möglich. Die anderen Zimmerkategorien konnten wir uns bei unseren Mitreisenden auch anschauen. Die Superior-Doppelzimmer waren ebenfalls angenehm groß und waren sehr ansprechend. Das kleine Doppelzimmer ist allerdings wirklich sehr klein und für zwei Personen schon fast nicht tragbar. Für Alleinreisende dagegen gut geeignet, obwohl es laut Auskunft Mitreisender auch da schon sehr beengt ist. Selbst für ein Paar ist ein kleines Doppelzimmer deutlich zu klein. Hier sollte unbedingt ein Superior-DZ genommen werden oder eben die Junior-Suite angefragt werden. Ansonsten waren die Badezimmer noch recht neu und die Einrichtung insgesamt relativ modern. Große Geräuschkulisse im Hause habe ich nicht feststellen können.

Der Ort

Das Zentrum vom Örtchen Bol ist etwa 10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Ein netter kleiner Spaziergang, um in den Ort zu gelangen. Hier gibt es einen Supermarkt (Konzum), wo man sich mit Obst, Getränken und vielen anderen Dingen eindecken kann. Im Hafen/Zentrum findet man viele kleine nette Restaurants und das Ambiente ist insgesamt wirklich toll. Es gibt viele Läden, wo man Souvenirs, Klamotten etc. kaufen kann. Es gibt eine Post und Bankautomaten findet man auch recht häufig. Zudem gibt es Wechselstuben, wo man Bargeld in Kuna tauschen kann. Auch wenn auf den Schildern mit „0% Commission“ geworben wird, ist der Kurs dafür eben etwas schlechter. Verglichen mit einer Gebühr für eine Bankabhebung aber meiner Meinung nach der günstigere Weg, an Kuna zu kommen.

Der Strand

Wie in anderen Reiseberichten bereits erwähnt, sollte man sich Wasserschuhe besorgen. Diese gibt es im Ort an jeder Ecke für denjenigen, der sie noch nicht von Zuhause aus mitbringt. Die Seeigel sind teils in Ufernähe und auch an Treppen, die ins Wasser führen, klammern sie sich wohl gerne fest. Der Kieselstrand am Hotelkloster ist angenehm von den Steinen her, keine spitzen Steine sondern weiche und runde Steine. Das goldene Horn, wovon ich vorher dachte, dass es hier einen Sandstrand gibt, ist ebenfalls ein weißer Kieselstrand. Am goldenen Horn findet ihr Bars und diverse Essensbuden. Die Liegen kosten in der Saison 2018 70 Kuna pro Tag, was umgerechnet ungefähr 10 EUR ist. Ein Badehandtuch/Badematte geht aber als kostenlose „Liegevariante“ auch. Vor Ort gibt es u.a. eine Tauchschule, bzw. kann man in Bol Windsurfen und auch Kiten.

Ausflüge

Der Frosch Ausflug mit dem Boot in den Sonnenuntergang wird ja irgendwie bei jeder Sommer-Reise angeboten, und auch hier hat er sich wieder gelohnt. Wir sind mit einem Schiff nur für uns in eine einsame Bucht gefahren, wo wir einen Badestopp eingelegt haben. Von der Rutsche aus konnte man ins kühle Nass springen. Das wurde zur richtigen Gaudi. An Bord gab es dann frische Makrele, die wirklich köstlich geschmeckt hat. Baden, Sonne und frisch gegrillter Fisch auf einem Boot – das ist doch Urlaub pur.

Ebenfalls zu empfehlen ist auch der Ausflug zur Drachenhöhle, wer sich für historische Zeitzeugnisse interessiert. Es ist eine sehr kleine und offene Höhle, es geht nicht in den Berg hinein. Hier gibt es viele interessante Details an den Wänden zu entdecken, die aus dem 15. Jahrhundert und früher stammen. Die Erzählungen hierzu von einem einheimischen Guide (sehr gutes Deutsch) sind wirklich spannend. Die Ausblicke auf der Wanderung sind ebenfalls wunderschön. Am letzten Tag der Woche gab es einen Ausflug auf die Nachbarinsel Hvar, die sich zum zweiten St. Tropez entwickelt. Eine wirklich sehr malerische Insel, der Ausflug lohnt sich. Die Bootsfahrt dauert pro Strecke allerdings zwei Stunden von der Insel Brac aus. Alles in allem waren die angebotenen Touren und Aktivitäten sehr gut, allerdings kamen doch einige Extra-Kosten noch auf den Gast zu. Insgesamt habe ich wohl 50-60 EUR für Transfers extra zahlen müssen bei den im Preis inbegriffenen Ausflügen. Das sollte in dieser Häufigkeit vielleicht nicht sein. Es gibt wenige bis keine Touren, die keine Extra-Kosten mit sich bringen (zumindest bei den Wandertouren). 

Verpflegung & Programm

Die Preise an der Hotelbar sind human. Hier kann man sich auch mittags einen kleinen Snack oder ein Eis aus der Truhe holen. Aber zumeist ist man eh unterwegs am Tag.

Die SUP-Boards (Stand Up Paddling; direkt von Frosch) erfreuten sich auch großer Beliebtheit. Ich habe es auch einmal versucht und es hat wirklich Spaß gemacht. In jedem Fall einmal probieren! Die Mountainbikes sind wie immer von der Marke Ghost. Zu den Biketouren kann ich nicht wirklich etwas sagen, da ich lediglich eine Bike & Hike-Tour mitgemacht habe und hier das Biken nur ein Teil der Tour ausmachte.

Alles in allem auf jeden Fall ein lohnenswertes Reiseziel für den Sommerurlaub mit Frosch in grandioser Landschaft.

Viel Spaß Euch allen auf der schönen Insel Brac.

Ein Gedanke zu „Sportclub Sveti Kriz: Willkommen auf Brac – Urlaub im historischen Ambiente

  1. Nicol

    Trotz der eher ruhigen Frosch-Destination (die mich als „geübten“ Party Frosch lange hat zögern lassen, diese Reise zu buchen) hat es mir an nichts gefehlt. Ich habe ehrlich gesagt weitaus weniger erwartet, als ich bekommen habe 🙂 Eine wunderschöne Insel, tolle Wanderungen mit wunderschönen Ausblicken, das türkisfarbene Meer, ein idyllisches Kloster mit besonderer Atmosphäre, ein fussläufig erreichbarer Hafenort, an dem man sofort Urlaubsflair verspürt und natürlich die passenden Leute haben es zu einer tollen Woche gemacht!
    Ich komme sicher nochmal wieder, allein schon um die Wanderwochen zu testen.
    Der einzige klitzekleine Kritikpunkt ist für mich das Essen. Selbst die Salate waren oft mit Fleisch angereichert, was das Essen für Vegetarier (und erst recht für Veganer) mehr einschränkte, als ich es z.B. aus anderen fleisch-/fischlastigen Ländern, wie z.B. Griechenland, kenne. Hier war Improvisation etwas gefragt.

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