19. September 2006
Korsika – Reisebericht vom 20.07.-03.08.2006
Zum Frosch Erlebnis- und Abenteuercamp Korsika
Als ich in Calvi aus dem Flugzeug stieg, nahm mich schon gleich die Bergwelt Korsikas gefangen. Sobald man die Landebahn betritt, ist man umgeben von den steinigen Riesen, die einen vor Staunen kurz innehalten lassen.

Im Camp angekommen begann mit der ersten Minute der Urlaub. Nichts organisieren, nichts planen, einfach nur die freudige Erwartung auf den nächsten Moment, den nächsten Tag.
Mein liebster Augenblick des Tages war der Moment nach dem Abendessen, wenn die durchweg sympathischen und engagierten Teamer ihr Programm für den nächsten Tag vorstellten.

Da hatte man die Wahl zwischen Bike-Touren, Wanderungen, Kajak-Ausflügen oder dem großen Abenteuer wie der „Via Ferrata“ (Klettersteig) oder dem Canyoning. Ich fühlte mich jedes Mal als würden Geburtstag und Weihnachten auf einen Tag fallen. Für mich als Lehrerin grandios, mal nicht die Macherin sein, sondern sich an die schönsten Strände, Gipfel und Flüsse Korsikas führen lassen.
Mein persönliches Highlight war die Wanderung nach Corte, ein Highlight, was sich so nicht ohne Weiteres planen lässt…
Wir hatten es gerade zu den „Cascades des anglais“ hinauf geschafft, als sich ein Gewitter in den Bergen ankündigte. Auf den Rat unserer Wander-Guide Ina machten wir uns schleunigst auf den Weg zur nächst gelegenen Schutzhütte, die wir gerade rechtzeitig erreichten, ehe die Welt um uns herum unterzugehen schien. Sturzbäche kamen vom Himmel und in der Hütte wurde es immer gemütlicher.
Als man sich mit bangem Blick zum Himmel gerade zu fragen begann, wann man wohl aus dieser prekären Situation erlöst werden würde, hörte ich die ersten Gitarrenklänge. Ali, der Lebenspartner von Ina und seines Zeichens Musiker, hatte vom Wirt sein Lieblingsinstrument besorgen können und beglückte uns mit einer Stunde der schönsten Rock-und Pop-Songs, die die Musikgeschichte zu bieten hat.
Es entstand eine Atmosphäre, die einzigartig war. Die Menschen sangen mit, erfanden mit den unmöglichsten Gegenständen Begleitrhythmen und vergessen waren Donner, Blitz, Sturzregen und klamme Klamotten. Am Ende war jeder traurig, als sich das Gewitter verzog und man wieder weiterziehen musste.
Ali sei Dank!

Lange habe ich keinen so entspannten Urlaub erlebt wie die zwei Wochen im „Campo di mare“. Frei nach dem Motto „Alles geht, nichts muss“ konnte man genießen ganz ohne Druck und Gruppenzwang – und das auf eine der schönsten Inseln des Mittelmeers.
Dörthe Weidner

Am 2. Oktober 2006 um 12:28 Uhr
Also die Landschaft sieht schon mal spektakulär aus! Scheint eine Reise wert zu sein…
Am 10. Juni 2009 um 17:28 Uhr
ich war in meiner kindheit jeden sommer vier wochen lag da…und das 12 jahre lang. diese insel ist mein zweites zuhause und ich habe wirklich fernweh nach ihr