16. Februar 2016

Reisebericht Maloja, eine schöne entspannte Woche

Reisebericht von Sabine
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Dieses Mal haben wir uns für eine Eigenanreise entschieden. Die Hinfahrt war sehr entspannt. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Starke Schneeschauer waren vorhergesagt, aber wir sind dem Schneechaos vorausgefahren. Alles richtig gemacht. Als wir in St. Moritz ankamen, hatte es ein bißchen geschneit. Die Straßen wurden aber gut geräumt.

Der Sportclub Maloja Palace liegt ein bisschen außerhalb. Bis nach St. Moritz ist man über eine halbe Stunde mit dem Linienbus unterwegs, aber landschaftlich traumhaft schön. In der Nähe ist der Silser See, wunderschöne Langlaufloipen führen an dem Haus vorbei. Die Loipen wurden täglich frisch präpariert. In unserer Gruppe wurden spezielle Skating oder Schneeschuhwanderungen angeboten, daran habe ich aber nicht teilgenommen, deshalb kann ich zu den Loipen leider nicht viel sagen.

Bild-1

Von dem Dorf Maloja kann man nichts erwarten. Wirkt etwas verlassen, anscheinend nur noch Feriengäste, wenig Einheimische. Ein kleiner Kiosk und Geldautomat ist aber vorhanden.

Bild-6-Ort Bild-12-Haus

Der Maloja Palace befindet sich am Rande des Silser Sees etwa 500m unterhalb des Dorfes Maloja. In dem kleinen Ort finden sich neben ein paar Hotels auch ein kleiner Supermarkt, Geldautomat, örtlicher Skiverleih und –schule.

Unser Zimmer war renoviert, wunderschönes Badezimmer. Das Haus ist riesengroß und es ist sehr kalt. Im Speiseraum und auf den Zimmern konnte man sich auf keine Wohlfühl Raumtemperatur einstellen. Aber die Gänge zu den Zimmern sind sehr warm. In den Gängen hängen eine Menge interessanter Bilder von der Geschichte über das Maloja. Falls Ihr Euch für dieses Reiseziel entscheidet, unbedingt für morgens und abends eine Strickjacke oder Pulli mehr einpacken.

Bild-2-Bad Bild-3-Zimmer

Die Zimmer waren sauber, 1-mal in der Woche erfolgt Handtuchwechsel und Mülleimerleerung. Fön ist bereits vorhanden, nur den Adapter nicht vergessen. Zur Not kann dieser aber auch ausgeliehen werden an der Rezeption. Gratis WLAN funktioniert im gesamten Haus. Das ist eine sehr angenehme Einrichtung.

Bild8-Eingangsbereich

Im Erdgeschoss befindet sich der Speiseraum, die Bar ist in einem ehemaligen Ballsaal untergebracht. Hier sind viele Sitzgelegenheiten und man hat hier genug Platz für Zuschauer bei dem legendären Kicker Abend. Es gibt noch diverse kleine Gemeinschaftsräume, die für Gesellschaftsspiele gern genutzt wurden. Wer sein Buch vergessen hat, kann sich in einem der Räume eins ausleihen. Hier gibt es einen Schrank prall gefüllt mit den unterschiedlichsten Büchern. Der Eingangsbereich mit Rezeption ist gigantisch. Sehr großes Treppenhaus, mit Wintergarten. Überall Säulen, sehr imposant.

Bild7-Wintergarten

Vor der Bar ist ein Infoboard über die Tagesangebote angebracht. Diese Informationen werden zwar auch zwischen Hauptgericht und Dessert immer noch einmal separat angekündigt, aber zum Nachlesen sehr angenehm. Auch Sonderangebote oder Mittagstreffpunkte werden dort bekannt gegeben.

Im Untergeschoss ist der Skikeller mit Skischuh-Heizung. Ebenfalls im Untergeschoss gibt es den Wellness-Bereich. Kleine Sauna, verschiedenen Duschen, Ruhe- und Massageraum. Wer tagsüber noch nicht genug Sport getrieben hat, hat in einem kleinen Fitnessraum die Möglichkeit sich weiter auszutoben.

Aufgrund der Größe des Gebäudes kann man sich in den ersten Tagen fast verlaufen und in einer Woche kommen sicher ein paar Kilometer zusammen. Überdies lassen sich manche Säle wohl schwerer beheizen.

Bild9-Sitzecke

Insgesamt kann man jedoch festhalten: Sehr großzügig und vor allem in Top-Zustand!

Vom Sportclub aus gelangt man zur ein paar Gehminuten entfernten Haltestelle der öffentlichen Bussen, die tagsüber alle 30 min verkehren, in die beiden großen Skigebiete von St. Moritz: Wir sind nur in Corvatsch und Corviglia gefahren, dort war genügend Schnee und Lifte offen. Diavolezza und Lagalb haben wir leider in diesem Urlaub nicht kennengelernt, da dort zu unserer Zeit nur wenige Lifte aufhatten, sind wir dort nicht hingefahren. Mit dem Bus ist man gut eine Stunde dorthin unterwegs.

Morgens wurde aber immer ein Gemeinschaftsbus angeboten, der dann an einen von beiden Skigebieten direkt angefahren hat, sodass die Fahrtzeit dadurch extrem verkürzt wurde. Diesen haben wir dann immer genommen.

Corvatsch ist das nächstgelegene Skigebiet. Leider Nordseite. Es ist dort um einiges kälter als in Corviglia. Es gibt auch eine Ski-Verbindung direkt nach Corviglia, war bei uns leider gesperrt. Man musste immer mit dem Bus von Corvatsch nach Corviglia fahren, Verbindung war aber sehr gut. In Corvatsch gibt es sogar noch Schlepper. Etwas verwunderlich bei dem teuren Skipass. Die Schweiz kann man in der Hinsicht nicht mit den Österreichern vergleichen. In der Schweiz wird glaube ich erst ein Lift ausgetauscht, wenn dieser defekt ist.

In Corviglia sind wir immer in der Signal Bahn eingestiegen. Wie gesagt, dieses Gebiet liegt auf der Sonnenseite. Es gibt hier einen kleinen Fun Park, eine Audi Teststrecke auf der die eigene Fahrt gefilmt wird. Allerdings muss man sich hier bei Audi registrieren. Einige Werbemails sind damit bestimmt vorprogrammiert, aber die eigene Fahrt durch den Stangenwald zu bewundern ist gar nicht schlecht.

Das Wochenprogramm hängt wie gesagt an einer Tafel vor der Bar. Drei Skigebiets- Führungen, nachmittags Glühwein oder Kuchen, Kennenlernrunde, Kicker Turnier, 5-Kampf und Spieleabende werden veranstaltet. Wie gesagt, die Informationen werden zusätzlich zwischen den Mahlzeiten bekannt gegeben und für alle die Interesse daran haben, sind gern gesehene Gäste. Aber es herrscht kein Zwang, wer keine Lust hat zu diesen Aktivitäten wird nicht schief angesehen. Ein tolles, großes, etwas verwinkeltes Haus, es liegt etwas abseits und man muss längere Wege in Kauf nehmen. Dafür ist es aber auch um einiges preiswerter als in St. Moritz Dorf oder Bad. Es war eine tolle erholsame Woche in der Schweiz. Wer allerdings Apres Ski und super Stimmung haben möchte, sollte lieber nach Österreich fahren. Hier geht alles sehr ruhig und angenehm zu.

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