24. März 2016

Reisebericht Maloja, eine tolle Woche mit Weltcupfinale und Skimarathon

Reisebericht von Jennifer
FROSCH Reiseziel Sportclub Maloja Palace in St. Moritz – Maloja, Schweiz

Zum 1. Mal habe ich mich für eine Reise mit Frosch entschieden. Die Busfahrt war hin-und zurück sehr entspannt. Mein Mann war schon öfter mit Frosch unterwegs und so buchten wir die Relax-Sessel-Variante – eine gute Wahl.

Der Sportclub Maloja Palace liegt ca. 20km hinter St. Moritz. Nach St. Moritz Bad, dem Einstieg ins Skigebiet Corviglia, ist man ca. eine halbe Stunde mit dem Linienbus unterwegs.

Das Maloja Palace liegt am Ufer des Silser Sees, die schönen Langlaufloipen und Winterwanderwege führen am Haus vorbei, über die gefrorenen Seen bis nach St. Moritz. Die Loipen wurden täglich frisch präpariert.

Einmal im Jahr, findet hier der Engadiner Skimarathon statt, ein Langlauf-Event mit ca. 13.000 Startern. Dass dieses Event genau in unsere Woche fällt habe ich bei der Buchung noch nicht gewusst. Der Start des Rennens ist am Maloja Palace. Dementsprechend voll war das Gebiet ums Hotel herum. Es war sehr interessant den Start des Rennens live mitzuerleben. Am Tag nach dem Rennen war der Spuk dann vorbei und es kehrte wieder Ruhe ein.

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In unserer Woche wurden spezielle Ski-Nordisch Kurse oder Schneeschuhwanderungen angeboten, an denen ich aber nicht teilgenommen habe, da ich zuvor einen 7 Tages-Skipass gebucht hatte. Beim nächsten Mal werde ich aber bestimmt einen Ski-Nordisch Kurs buchen und die Alpin-Tage reduzieren.

Unser Doppelzimmer war renoviert, hatte ein schönes Badezimmer und eine tolle Aussicht nach hinten raus auf die Bergwelt des Engadins. Es war sehr sauber und wurde vom Hotelpersonal 1-mal in der Woche gereinigt. Ein Fön ist bereits vorhanden, den Adapter für die Schweizer Steckdosen nicht vergessen. Zur Not kann man diesen aber auch an der Rezeption ausleihen.

Das Hotel aus dem Jahre 1884 ist, wie der Name schon vermuten lässt, sehr groß.

Der Eingangsbereich hinter dem Wintergarten erinnert an die Räumlichkeiten auf der Titanic, nicht, dass ich dabei gewesen wäre, aber so muss es ausgesehen haben. Eine wuchtige Holztreppe, überall Säulen und Sitzgelegenheiten, sehr imposant.

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Das Maloja Palace hat zudem einen großen Speisesaal und der ehemalige Ballsaal fungiert als Bar. Mir war der Raum für eine bar zu groß. Die Handvoll Leute, die sich allabendlich nach dem Essen hier einfand, wirkte in dem Raum sehr verloren. In den Fluren hängen viele interessanter Bilder und Fotos aus alter Zeit, die die Geschichte des Maloja Palace näherbringen.

Vor dem Eingang zur Bar ist das Tagesprogramm an einem Infoboard angebracht. Zum Wochenprogramm gehören u.a. Skigebietsguidings, nachmittags Apres-Ski mit Bobomba. Wobomba und Glühwein oder Kuchen/Waffeln, das obligatorische Kicker Turnier, die Fackelwanderung und ein Spieleabend.

Ein besonderer Programmpunkt – eine Dorfführung durch Maloja, geführt von einem Einheimischen mit vielen Interessanten Geschichten und Anekdoten. Der Abschluss des Rundweges endet bei Kaffee und Kuchen im Maloja Palace.

Alle die Lust haben, sind gern gesehen. Aber es herrscht kein Zwang, wer keine Lust hat wird auch nicht schief angesehen.

Wer was zu lesen braucht, kann sich in einem der kleinen Gemeinschaftsräume Bücher ausleihen. Hier gibt es einen Schrank gefüllt mit den unterschiedlichsten Büchern.

Das Gratis WIFI funktioniert im gesamten Haus. Den Code bekommt man an der Rezeption.

Der Wellnessbereich hat zwei Saunen und ein Dampfbad, mit dem schön gestalteten Ruheraum ist eine schöne Abwechslung nach einem langen Skitag.

Das kleine Dorf Maloja wirkt verlassen, anscheinend gibt es hier überwiegend nur noch Ferienwohnungen in denen nicht immer Touristen wohnen. Im Ort findet man ein paar Hotels/Restaurants, einen kleinen Kiosk, eine Tankstelle und einen Geldautomaten und einen örtlichen Skiverleih.

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Ein paar Gehminuten vom Haus entfernt ist die Haltestelle der öffentlichen Busse, die tagsüber alle 30 min in die beiden großen Skigebiete Corvatsch und Corviglia fahren. In Unserer Woche waren alle Lifte offen. Nach Diavolezza und Lagalb sind wir nicht gefahren, da man mit dem Bus über eine Stunde dorthin unterwegs wäre.

Fast jeden Morgen wurde ein Gemeinschaftsbus angeboten, der dann beide Skigebiete direkt angefahren ist, sodass die Fahrtzeit dadurch extrem verkürzt wurde und man immer einen Sitzplatz hatte. Diesen haben wir dann überwiegend genommen. Abfahrt war um 09:15 Uhr – was, so spät denkt ihr?, dachte ich zuerst auch. Normalerweise sind wir immer die ersten am Lift, da wir die Pisten am Morgen am liebsten fahren. Nun der riesen Pluspunkt der beiden Skigebiete – es ist so leer gewesen, dass selbst am Nachmittag die Pisten noch Tip-Top gewesen sind.

Nicht so schön ist, dass wir immer ab und zu in Sils umsteigen mussten, um nach Hause zu kommen und wenn man ungünstig ankommt, muss man leider auch schon mal 25 Minuten auf den Anschlussbus warten.

Das Skigebiet: Corviglia: 163 Pistenkilometer – und Corvatsch 120 km.

Der Skipass hat 380 Euro für 7 Tage gekostet. Zuerst denkt man: die spinnen die Schweizer, aber das Angebot an hervorragenden Pisten und der Umstand, dass man diese fast für sich alleine hat rechtfertigt den Preis dann doch noch so gerade eben.

Sehr gut hat mir das Gebiet Corvatsch gefallen. Im Katalog ein wenig abfällig als Haus-Skigebiet bezeichnet, fand ich es eher besser als die Corviglia.

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Corvatsch ist das nächstgelegene Skigebiet. Die Hänge sind überwiegend auf der Nordseite. Im März steht die Sonne aber hoch genug, so dass die Sonne hier schnell für Top-Bedingungen sorgt. Es ist dort auch um einiges kälter als in Corviglia, so dass es selten sulzig wird. Es gibt auch eine Ski-Verbindung direkt nach Corviglia, die Hahnensee-Abfahrt, die auch wenn so im Pistenplan ausgewiesen, alles andere als schwarz ist, also auch für Nicht-Profis ohne weiteres zu fahren. Man kann am Ender der Abfahrt wieder mit dem Bus von Corvatsch zurück oder dann in Corviglia fahren. Am Corvatsch gibt es einen Fun-Park und sogar noch Schlepp-Lifte. Der wichtigste und gleichzeitig längste wird aber zur nächsten Saison gegen einen Sessel getauscht.

In Corviglia sind wir immer in die Signal Bahn eingestiegen. Wie gesagt, dieses Gebiet liegt auf der Sonnenseite. Es gibt hier auch einen kleinen Fun Park, der aber wie der Park am Corvatsch, stets leer war – St. Moritz hat wohl nicht die Klientel für Fun-Parks.

Kommen wir zu den unschönen Seiten des Gebietes, die ich hier auch kurz ansprechen möchte.

Dass die Schweiz und im Besonderen St. Moritz zu den teuersten Skigebieten zählt ist wohl hinlänglich bekannt. Hier zahlt man auf den Hütten für einen Kaffee schon mal 5 Euro. Die Tagessuppe liegt bei ca. 9 Euro, eine Portion Pommes kostet ebenfalls 9 Euro.

Spaghetti Pesto beginnt bei 17 Euro und für nen Rösti mit Spiegelei und Speck ist man auch schon mal schnell über 20 Euro los.

Man muss aber auch sagen, dass die Qualität der Speisen aber sehr gut ist. Der von mir angesprochene Rösti (wir haben ihn auf der Skihütte Ustaria Rabgiusa zwischen Furtschellas und Corvatsch gegessen) war einer der leckersten, den ich ja gegessen habe.

Auf der Internetseite www.corvatsch.ch habt ihr eine gute Übersicht der Hütten im Skigebiet mit den entsprechenden Speise- und Getränkekarten, inkl. Preise!

Das Essen im Maloja Palace war gut. Jeden Tag gab es vier Gänge.

Eine Suppe, Salat, Hauptspeise und Nachspeise.

Wie zu erwarten, gab es an einem Abend auch ein Schweizer Raclette.

Dazu einen afrikanischen und einen mexikanischen Themenabend – nicht für jeden Geschmack, aber interessant.

Es ist für jeden immer was dabei. Die Qualität, die Auswahl und der Geschmack der Speisen waren gut.

Das Frühstücksbuffet war gut ausgestattet und die Möglichkeit mit dem Lunchpaket für den Mittag hilft hier besonders die Urlaubskasse zu schonen.

Für Vegetarier wurden extra Speisen angeboten.

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Fazit: Ein toller Urlaub mit super Wetter und schönen überwiegend menschenleeren Pisten. Eine Unterkunft, die ihresgleichen sucht und eine ruhige, idyllische Bergkulisse – Skifahrerherz was willste mehr.

Einen Lieben Gruß an alle die dabei waren, insbesondere an Birgit, Maria, Marietta, Ulrike und Traude, Torben, Jörg und Edwina, Martin und Detlef und an die Ski-Guides Nina und Angelika, die uns in toller Art und Weise das Skigebiet nähergebracht haben.

Fast hätte ich ein Highlight vergessen – den Auftritt des mexikanischen Superstars „Christobal“ mit seinem Helene-Fischer Cover-Song:

„In Maloja, in der Schweiz – scheint die Sonne, manchmal schneit‘ s“

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