29. September 2010

Trauminsel im Mittelmeer – Sardinien

Reisebericht von Dunja
FROSCH Reiseziel Sportclub  Le Quattro Lune in Orosei auf Sardinien

Endlich Sardinien! Schon mal vor über 20 Jahren da gewesen, wusste ich, dass es eine Trauminsel ist und mit Frosch konnte es nur gut werden. Mit Verspätung ging es von Köln los, dafür war der Flug im Nu um: 1 ¾ Stunde. Am Flughafen erwartete uns Teamer Jörg und es ging sofort los zum Hotel. Mit netter Unterhaltung im Auto waren wir schnell da und fanden ein wunderbares Hotel in einer schön angelegten Anlage vor. Der Pool ist riesig und das Meer auch nicht weit, sogar in Sichtweite vom Hotel.

Wir konnten zwischen drei Stränden wählen, die alle fußläufig gut zu erreichen sind. Wobei der mittlere wirklich auch der schönste ist. Meterweit konnten wir im Meer stehen und mit den Wellen spielen. Klasse !

Das Abendessen war erst mal gewöhnungsbedürftig, durften wir doch sofort nach der Ankunft noch wählen, was wir essen wollten und dann gab es an jedem Abend die Menüs für den nächsten Tag, aus denen wir auswählen konnten. Am Anfang der Woche war das Essen allerdings für einige etwas zu klein geraten. Nach einigem Murren gab es dann auch mehr und sogar Wünsche erfüllten sich. So gab es an einem Abend das gewünschte Tiramisu und an einem anderen Pannacotta, super lecker!

Am ersten Tag war natürlich das Schnuppern angesagt. Die Mountainbike-Tour vermittelte einen ersten Eindruck von Bergen und Tälern und ließ sich gut bewältigen. Die beste Eisdiele der Insel war das Ziel. Für mich war sie das und ich habe mehr als 4 Eisdielen kennen gelernt, also absolut empfehlenswert. Abends sind wir noch zu Fuß dorthin gewandert und haben den falschen Weg gewählt. Also, es geht schneller, wenn man nicht die Straße nimmt, sondern den Weg über den Strand.

Für die nächsten Tage standen so viele Wanderungen, Bike-Touren, Ausflüge und Fitness-Einheiten auf dem Programm wie ich es selten erlebt habe. Es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und selbst sportunlustige fanden genug Abwechslung, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Aber das lag sicherlich auch an der sehr netten ca. 60 Personen umfassenden Gruppe.

Die Wanderung zur Cala Luna Bucht ist eine zweieinhalbstündige Herausforderung. Es geht über Steine und Stöcke und die Augen kleben am Boden, um jeglichen Sturz zu vermeiden. Ich fand es toll, schöne Ausblicke auf das Meer und die Aussicht auf eine tolle Bucht. Diese bestach dann auch durch ihre Höhlen und das kristallklare Wasser. Der Strand ist mit vielen Kieseln versehen und ein bisschen unbequem zum Barfuß laufen.


Dagegen war die Wanderung im Biderosa Naturschutzpark wahres Wellness. Die Strände sind weiß und sandig, immer mal wieder unterbrochen von Felsen. Ein Hauch von Karibik.

Unsere Reiseleitung Claudia ist top fit in Flora und Fauna und zeigte uns Erdbeerbäume, Eukalyptus und andere Besonderheiten. Fast ein wenig schade, dass ich nur diese Wanderung mit ihr erlebte. Aber bei so viel Action war nicht mehr drin. Da es am nächsten Tag zum Canyoning mit Keya ging und das war einer der absoluten Höhepunkte. Durch eine wunderbare Schlucht ging es zu vier Abseilstationen. Die erste war zum Eingewöhnen und dann ging es auch schon recht zügig zum ca. 17 m Abseilakt. Das war für manchen Adrenalin pur und auch eine Überwindung.  Allein die Schlucht war sehenswert, Bäume, die aus Felsen wachsen und sich am Fels anlehnten. Kletterer, die sich rechts und links den Weg zum Himmel suchen, ein wahres Kletterparadies. Der Rückweg durch viele, viele Oleanderbäume, die leider nicht mehr blühten, machte Lust auf Frühling auf Sardinien. Wenn alles rosa und weiß blüht.


Aber dieser Tag sollte am nächsten noch getoppt werden. Denn da ging es mit Keya in eine Höhle des Kalksteinmassivs Monte Albo. Nach einer kurzen Wanderung zum Eingang der Höhle versehen mit Helm, Lampen und Gurt traf uns nach einiger Zeit die absolute Dunkelheit. Denn kaum hatten wir den Höhleneingang hinter uns gelassen, fiel das Tageslicht nur noch spärlich hinein und dann gar nicht mehr. Nach viel Kletterei über große und kleine Felsblöcke kamen wir auch schon zum See, den es zu überwinden galt mit Ein-Personen-Schlauchbooten.

Abenteuerlich war allein schon der Einstieg. Teilweise aus dem Liegestütz ab ins Boot. Dies führte selbstverständlich zu einigen Komplikationen, aber alle schafften es glücklich Platz zu nehmen. Der See wäre auch wirklich kalt gewesen. Nach einem Zwischenstopp in der Mitte des Sees, raus aus dem Schlauchboot und rein in das nächste. Einige kleine Kletterpartien folgten und als das Licht aus war, wussten wir was Dunkelheit wirklich bedeutet. Die Wassertropfen spielten dazu ihr eigenes Lied. Wieder im Freien war erst mal eine Pause mit Proviantverzehr angesagt, denn in der Höhle konnten wir uns weder erleichtern noch in Ermangelung unserer zurückgelassenen Rucksäcke am Höhleneingang stärken. Auf der Rückfahrt war der Eisdielenstopp wie immer ein Muss und wir hatten einen wundervollen Tag erlebt, den wohl keiner so schnell vergessen wird.

Abends erlebten wir einen sehr chilligen Cocktailabend in einer nahegelegenen Bar, Partys, die nicht so richtig in Fahrt kamen und einen netten Ausklang am Pool. Mir gefiel am Besten das Liegen am Strand unter dem wunderschönen Sternenhimmel.

Nach einem letzten ruhigen Tag am Pool und Strand ging es nach einer Woche auch schon wieder nach Hause. Wir wären alle gerne länger geblieben!

3 Gedanken zu „Trauminsel im Mittelmeer – Sardinien

  1. Tobi

    hey, ich wollte nur mal fragen, wies vom Wetter so ist mitte – ende September? und baden im meer…? zu kalt?

  2. Dunja

    Hi Tobi,

    ups, habe Deine Frage gerade erst gelesen. Bin gerade wieder da von Sardinien.
    Also im September hatte das Meer den ganzen Sommer Zeit aufzuwärmen. Es ist genau richtig! Jetzt im Mai war es noch sehr frisch.

  3. Ingrid

    Hi Dunja,

    nach etlicher Verspätung in Stuttgart sicher gelandet 🙂
    Kann hinzufügen dass im Mai/Juni 2011 das Wasser noch frisch und die Nächte kalt waren – entschädigt wird man mit traumhafter Natur, gut geführten Wanderungen und inzwischen reichhaltigem Abendessen (geschmacklich noch ausbaufähig).
    Habe gut erholt in den Arbeits-Alltag gestartet.

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