7. Mai 2012

Traumwetter und Traumbedingungen im SC ONU

Reisebericht von Kerstin Stahl (s_kerstin at gmx.de)
FROSCH Reiseziel Sportclub Onu in Champéry, Schweiz, Zeitraum: 17.-24. März 2012

Endlich, es ist soweit! Freitag, 16. März, 22 Uhr. Wir standen am Deutzer Bahnhof und warteten auf den Bus der uns nach Champéry in den Sportclub ONU bringt. Der Reisebus war wie immer von sehr guter Qualität, wir haben Relaxsitze gebucht und waren positiv erstaunt über die tolle Beinfreiheit, vergleichbar mit der Business Class im Flugzeug. Fein, also Schuhe aus, Sekt raus und Sitz in Liegeposition bringen. Nach ein paar wenigen Stunden, die alle aufgeregt durcheinander sprechen kehrte schnell Ruhe ein. Erstaunt wachte ich an einer Raststätte kurz vor dem Ziel wieder auf und wurde aus dem Bus gescheucht. Unsere netten Busfahrer haben sogar frischen Kaffee für uns gekocht. Ein völlig entspanntes Reisen, das ich mir bei weitem nicht so positiv vorgestellt hätte. An dieser Stelle auch nochmals ein Lob an unsere tollen Busfahrer, die uns sicher und entspannt an den Zielort gebracht haben.

In Champéry wurden wir freundlich vom Teamer begrüßt und erhielten unsere Skipässe sowie einige nützliche Informationen zur weiteren Vorgehensweise. So ist der Skipass z.B. notwendig um gleich mit der Gondel in die Lüfte zu schweben. Zudem gab es eine Wegbeschreibung, die den Weg von der Bergstation zum Hotel weist. Denn wer nicht auf die Teamer warten möchte, kann sich schon mal eigenständig auf den Weg machen. Wer den Weg von der Bergstation nicht zu Fuß gehen möchte, kann natürlich gleich die erste Abfahrt absolvieren. Zum Hotel geht eine leichte blaue Abfahrt bis direkt vor den Skikeller.

Zu Fuß geht man ca. 10-15 Minuten von der Bergstation zum Hotel. Es empfiehlt sich Bergschuhe für den Weg anzuziehen, ansonsten rutscht man leicht auf dem Popo herunter…

Das Gepäck kommt mit der Pistenraupe nach. Generell geht das sehr schnell und gegen 12 Uhr waren alle Sachen im Hotel.

Das Hotel liegt direkt an der Piste und man hat einen beindruckenden Blick auf die Bergkulisse. Anfang der 70er Jahre von der UNO erbaut wurde es später von Frosch gekauft, liebevoll saniert und renoviert. Im Erdgeschoss befindet sich der Speisesaal, Bar und eine schöne Lounge mit Kamin. Alles ist ein großer offener Raum, was zum Abendessen schon mal den Lärmpegel erhöhen kann. Aber meiner Meinung nach zeugt das von Leben und zufriedenen Gästen. Das Essen ist auch hervorragend, dank unserem Koch Friedhelm gab es immer tolle und abwechslungsreiche Gerichte. Weltklasse ist sein Käsebrot, leider ein Geheimrezept L

Wirklich beeindruckend ist die Fensterfront des Speisraums, die einen grandiosen Blick auf die Bergwelt freigibt. Diesen Sonnenaufgang vergisst man nicht so schnell. Mein Tipp: Morgens vorm Frühstück etwas früher heruntergehen, Kaffee nehmen und in der Lounge den Sonnenaufgang beobachten! Es lohnt sich.

Am Abend ist die Lounge ebenfalls ein toller Ort um am prasselnden Kaminfeuer den Tag Revue passieren zu lassen oder auch um an den abendlichen Spielen teilzunehmen

Die Zimmer an sich sind sehr schön und modern eingerichtet, z.B. bei Buchung der Kategorie A: Das Zimmer hat Aussicht auf die Bergkulisse der „Dentist Du Midi“ und einen großen Balkon, das Bad ist relativ neu. Die Zimmer der Kategorie B waren ebenfalls sehr schön und modern, allerdings muss man sich hier auf alte Badezimmer einstellen. 70er Jahre Kacheln und die Duschen dürften auch ungefähr aus diesem Zeitraum stammen. Da aber alles sehr, sehr sauber ist letztendlich auch ok.

Ein großes Plus gibt es für die Sauna, die sicher erst vor kurzer Zeit neu gestaltet wurde. Sie ist total sauber, hat tolle Duschen (sogar eine Regendusche) und einen großen Ruheraum, der auch wieder den Blick auf die Berge freigibt. Im Ruheraum hat man die Wahl zwischen gemütlichen Liegestühlen und gemütlichen Lounge Möbeln. Da eine große Sonnenterasse angrenzt können die ganz Hartgesottenen auch eine Abkühlung im Schnee nehmen.

Natürlich ist auch ein Skischuhkeller sowie ein separater Skikeller vorhanden. Der Skischuhkeller ist mit beheizbaren Skischuhhaltern ausgestattet.

Das Beste ist natürlich die Lage direkt an der Piste. Morgens gleich die Ski anschnallen, zum Lift runterfahren und los geht´s in das gigantische Skigebiet. Das Skigebiet an sich ist sehr leicht zu fahren. Blaue und rote Pisten überwiegen und schwarze Pisten können in der Regel umfahren werden, teilweise sogar mit dem Lift. Auch abseits der Piste ist für jeden was dabei.

Da das Skigebiet sehr groß ist (angegeben sind ca. 650 km) fanden wir die Guidings, die mehrfach wöchentlich angeboten werden, sehr hilfreich. Sie geben einen guten Überblick über das Skigebiet und sind grade zu anfangs eine gute Orientierungshilfe. Letztendlich überstiegen die 650 km doch unsere Vorstellungskraft. Am Abend zuvor noch einen kurzen Blick auf die Karte und Umgebung geworfen, standen wir tags danach schon völlig überfordert und planlos mitten im Skigebiet. Da das Wetter die ersten zwei Tage eher bewölkt und nebelig war, waren wir verdammt froh über das Guiding. So hatte man zumindest eine grobe Orientierung und eine gute Wegbeschreibung für den Heimweg gab es auch noch vom Teamer. Zudem gab es noch die wichtigste Information, die man sich wirklich hinter die Ohren schreiben sollte: Der letzte Lift zur Schweizer Seite ist quasi überlebenswichtig, möchte man nicht hunderte von Euros für zusätzliche Übernachtungen oder Taxen ausgeben.

Nachdem wir nachmittags nun ohne Guide im Nebel umherstocherten, fiel uns erstmalig auf, dass die Beschilderung im Skigebiet zu wünschen übrig lässt. Die Pisten haben keine Nummern zur Orientierung. In Les Portes Du Soleil kann man sich nur an Liften oder an Ortsnamen orientieren. Bitte unbedingt beachten, dass die Nummerierungen an den Pisten keinesfalls Orientierungshilfen sind, wie man es z.B. aus Österreich kennt sondern die Kurvenanzahl (von oben nach unten) vorgibt! Mein Tipp ist deshalb die APP „Les Portes Du Soleil“ herunterladen, da diese dank GPS den genauen Standort angibt und Kartenmaterial enthält. So kann man sich deutlich besser orientieren. Die APP hat aber auch noch andere Features, die einen Mehrwert bieten.

Nach den beiden „Schlechtwettertagen“, die auch hervorragende 50 cm Neuschnee mit sich brachten, hatten wir nun beste Voraussetzungen inklusive blauem Himmel und Sonne.

Bei blauem Himmel und Sonne sind auch die Lifte deutlich angenehmer, die nämlich keine „Bubble“ haben, also nicht geschlossen werden können. Das ist bei Wind und Schnee schnell unangenehm. Die Schlepplifte sind teilweise gewöhnungsbedürftig, da sie recht heftig im Anzug sind…

Ansonsten kann man schöne Tagestouren machen. Wir haben uns für Torgon und Les Gets entschieden. Auf dem Weg nach Torgon fährt man viel über den Berggrat und hat eine wunderbare Aussicht u.a. auf den Mont Blanc und den Genfer See.

Die Abendgestaltung war – wie bei Frosch üblich – sehr lustig. Schlag den Teamer, Kickerturnier, Fackelwanderung, Musikquiz etc. Großes Lob an dieser Stelle an Achim, der die Moderation abends sehr souverän und gut gemeistert hat! Schade das „Wetten Dass…“ schon einen Nachfolger hat 😉

Es war eine tolle Woche, mit super Teamern vor Ort und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Wintersaison. Eins ist sicher, auch der SC ONU wird uns wiedersehen.

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